MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Emissionen von Luftverunreinigungen

Emissionen aus Industrieanlagen

Die größten Erfolge bei der Emissionsminderung einzelner Luftschadstoffe konnten in der ersten Hälfte der 90er Jahre erzielt werden. Die Altanlagensanierungen wurden abgeschlossen, die Inbetriebnahme neuer Industrieanlagen erfolgte und erfolgt mit modernen, umwelt- und energieeffizienten Technologien. Grundlage der Emissionen für den Bereich ‚Industrie' sind die Ergebnisse der jährlichen PRTR-Berichterstattungen, die seit 2007 vorliegen. Die E-PRTR-VO (EG) 166/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Januar 2006 über die Schaffung eines Europäischen Registers zur Erfassung der Freisetzung und Verbringung von Schadstoffen legt u.a. die Berichtspflicht für Betreiber fest. Sie regelt wer, wann und was berichtet werden müssen. Zu den berichtspflichtigen Industriebranchen gehören bspw. die Energiewirtschaft, die Chemische Industrie, Intensivtierhaltungen oder große Kläranlagen (siehe Anhang I E-PRTR-VO). Solche Industriebetriebe müssen jedoch nur berichten, wenn sie festgelegte Schadstoffschwellenwerte überschreiten (siehe Anhang II E-PRTR-VO) oder Abfälle in Mengen größer 2 Tonnen pro Jahr für gefährliche Abfälle oder größer 2000 Tonnen pro Jahr für nicht gefährliche Abfälle außerhalb des Standortes ihres Betriebes verbringen. Damit wird sichergestellt, dass nur wichtige Emissionen erfasst werden und der Aufwand sowohl für die Betriebe als auch für die Behörden angemessen bleibt. Es werden die Hauptverursacher der jeweiligen Schadstoffemissionen erfasst, jedoch nicht alle Emissionen.

Die Ermittlung der Emissionen sowie die Überprüfung der Funktion, des ordnungsgemäßen Einbaus und die Kalibrierung von kontinuierlich arbeitenden Emissionsmesseinrichtungen obliegt den dafür vom Landesumweltamt bekanntgegebenen Sachverständigen Stellen (Messinstitute). Einen umfassenden Überblick über die bekanntgegebenen sachverständigen Stellen in der Bundesrepublik bietet das Recherchesystem (ReSyMeSa).

Maßnahmen zur Reduzierung von Kfz-bedingten Emissionen

Die Schadstoffrückgänge bei Industrie und Gewerbe wurden bis Mitte der 90er Jahre durch eine starke Zunahme der vom Straßenverkehr ausgehenden Emissionen zum Teil wieder zunichte gemacht. Maßnahmen gegen verkehrsbedingte Emissionen wie Feinstaub und Stickstoffdioxid sind deshalb ein Schwerpunkt der weiteren Umweltschutzstrategie. Hierbei geht es um Gesundheit, Lebensqualität in den Kommunen und globalen Klimaschutz. 

Verkehrsreduzierungen können durch verkehrsvermeidende Landes- und Regionalplanung, durch Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr und durch Kraftstoffpreise, die auch die externen Kosten berücksichtigen, erreicht werden (Ökosteuer). Das Modellprojekt "Umweltfreundlicher Verkehr" vom Umwelt- und Verkehrsministerium ist ein Beitrag zur Verminderung des Autoverkehrs. Mit Hilfe von Luftreinhaltplänen wurden in 10 Städten des Landes Brandenburg durch Maßnahmebündel der Verkehrsvermeidung,- -Verstetigung und Verlagerung in unsensiblere Bereiche Luftschadstoffminderungen erreicht.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 23.04.2019

Übersicht

zur Themenübersicht


Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Technischer Umweltschutz 1
Referat T14
Luftqualität, Nachhaltigkeit
Antje Balke
Tel.: 033201/ 442-669
E-Mail: Antje Balke