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Verkehrsbedingte Emissionen

Emissionen des Straßenverkehrs

Während das Verkehrsaufkommen bis zur Jahrtausendwende anstieg, stagnierte es sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr in den Folgejahren. Im Regionalverkehr führten höhere Treibstoffkosten, demografische Veränderungen und zeitweise wirtschaftliche Abschwünge zu teilweise geringerem Verkehrsaufkommen auf Bundes- und Landesstraßen. Dagegen stieg der Fahrleistungsanteil auf dem Autobahnnetz vor allem für den Schwerverkehr stark an. In den letzten 2 Jahren stieg dann wieder das Verkehrsaufkommen in Folge von geringeren Treibstoffkosten und wirtschaftlichem Aufschwung.

Grafik: CO2-Emissionen (kt) (Quelle: LfU)Neues Fenster: Bild vergrößernCO2-Emissionen (kt) Quelle: LfUDie beschriebene Entwicklung der Fahrleistungen, Neuzulassungen verbrauchsärmerer Kfz sowie der steigende Anteil Diesel-Pkw führte zu etwas geringeren Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen. Diese nahmen von 2005 bis 2015 um 3 Prozent ab. Berechnet man die Verwendung nachwachsender Rohstoffe mit ein, so war ein Rückgang von 12 Prozent zu verzeichnen. Bei allen betrachteten Schadstoffen waren Minderungen zu verzeichnen. Ursache hierfür war der beschriebene Austausch von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß durch Kfz mit modernen Abgasminderungssystemen. Hier erfolgte auch durch die Einführung der EURO 4 bzw. der EURO 5 Norm im Jahr 2006 bzw. 2011 eine Verringerung der Emissionen. Zu beachten ist hier, dass bei den zu Grunde gelegten Emissionsfaktoren das reale Emissionsverhalten berücksichtigt wird.  

Grafik: Benzol-Emissionen (kt) (Quelle: LfU)Neues Fenster: Bild vergrößernBenzol-Emissionen (kt) Quelle: LfUDie Kohlenwasserstoffemissionen (HC) und damit auch die Benzolemissionen gingen von 2005 bis 2015 um 68 Prozent und damit von allen berechneten Emissionen am deutlichsten zurück. Ursache war das fast vollständige Verschwinden von 2-Takt-Pkw sowie 4-Takt-Pkw ohne G-Kat. Die Kräder tragen bei einem Fahrleistungsanteil unter 2 Prozent überproportional an diesen Emissionen mit 24 Prozent bei. Der Emissionsanteil des Güterverkehrs trägt mit unter 8 Prozent nur geringfügig an den Kohlenwasserstoffemissionen bei.

Grafik: NOx-Emissionen (kt) (Quelle: LfU)Neues Fenster: Bild vergrößernNOx-Emissionen (kt) Quelle: LfUDie Stickoxidemissionen waren von 2005 bis 2015 um 50 Prozent rückläufig. Der Personenverkehr ist mit 55 Prozent an den NOx-Emissionen beteiligt und hat den Güterverkehr als Hauptverursacher abgelöst. Die NOx-Emissionen bestehen aus NO und NO2. Problematisch für die Einhaltung des NO2-Immissionsgrenzwertes ist, dass der Anteil des direkt aus dem Auspuff ausgestoßenen NO2 mit zunehmendem Einsatz von Oxidationskatalysatoren bei Diesel-Kfz anwächst. Aus diesem Grund ist nicht eine der NOx-Emissionsentwicklung folgende NO2-Immissionsreduzierung im Straßenraum zu erwarten.

Grafik: Partikel-Emissionen (kt) (Quelle: LfU)Neues Fenster: Bild vergrößernPartikel-Emissionen (kt) Quelle: LfUDie Partikelemissionen setzen sich aus den direkten verbrennungsbedingten Emissionen und den Partikeln < 10 µm zusammen, die durch Aufwirbelungs- und Abriebprozesse an Kupplung, Bremse, Reifen und Fahrbahn entstehen. Nur der Anteil der Abgasemissionen kann durch motorbezogene Maßnahmen, wie z. B. Partikelfilter beeinflusst werden. Das ist ein Grund für die geringe Abnahme der Partikelemissionen insgesamt von 30 Prozent von 2005 bis 2015. Der Güterverkehr trägt mit 42 Prozent an den gesamten Partikelemissionen bei.

Letzte Aktualisierung: 14.07.2016

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Abteilung Technischer Umweltschutz 1
Referat T14
Luftqualität, Nachhaltigkeit
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Tel.: 033201/ 442-669
E-Mail: Antje Balke