Verhaltenshinweise bei hohen Ozonbelastungen

Ozonwerte über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (Hohe Ozonwerte)

Bei Ozonwerten über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (µg/m3) wird Menschen, die erfahrungsgemäß auf Ozon empfindlich reagieren, vorsorglich empfohlen, ungewohnte und starke körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Bei diesen Personen kann es zu Tränenreiz und Kopfschmerzen sowie Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit kommen. Höhere Konzentrationen können auch Atembeschwerden hervorrufen.

Für die gesamte Bevölkerung wird eine entsprechende Empfehlung erst bei Werten oberhalb von 240 µg/m3 ausgesprochen. Die Bevölkerung wird gebeten, während der sommerlichen Wetterlage auf die Benutzung von Kraftfahrzeugen so weit wie möglich zu verzichten, da die Abgase - Stickoxide und Kohlenwasserstoffe - die großräumige Ozonbildung wesentlich verursachen. Dies gilt auch für andere Verbrennungsmotoren, wie zum Beispiel in Motorbooten und Rasenmähern. Der normale Aufenthalt im Freien, ob Picknick, Spaziergang oder Planschen im Schwimmbad, ist unbedenklich.

Es wird angeraten, anstrengenden Ausdauersport an diesen Tagen nicht am Nachmittag, wenn die Ozonkonzentration am höchsten ist, sondern eher am Morgen oder am späten Abend zu betreiben. Leistungseinbußen können aber auch durch große Hitze und schwüles Wetter hervorgerufen werden; Reizreaktionen können auch durch andere Luftschadstoffe sowie Staub und Pollen bedingt sein. Da die Ozonkonzentrationen in Innenräumen nur etwa halb so hoch sind wie außerhalb, sollte man sich im Haus aufhalten, sobald Reaktionen verspürt werden.

Einen Überblick über die aktuelle Verteilung der Ozonmesswerte in ganz Deutschland gibt die Website des Umweltbundesamtes in der Kategorie Karten. Dort werden auch Ozonvorhersagen für die nächsten ein bis zwei Tage veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 10.12.2018

Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Technischer Umweltschutz 1
Referat T 14 - Luftqualität, Nachhaltigkeit
Tel.: 033201/ 442-313
Fax: 033201/ 442-398
E-Mail: Messnetzzentrale