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Internationaler Tag des Bodens - Brandenburgische Situation

Boden ist wertvoll,
Boden ist bedroht,
Boden braucht Hilfe und Schutz.

Brandenburg, das Land der "märkischen Streusandbüchse" verfügt über eine erstaunliche Vielzahl und Vielfalt an Böden und hat viel mehr als nur "Sand" zu bieten.

Drei Viertel des Bodeninventars von Brandenburg bestehen aus Braunerden, Fahlerden, Podsolen und grundwasserbeeinflussten Gleyböden in unterschiedlicher Ausprägung.

Das restliche Viertel nehmen im wesentlichen Moore, Auenböden und vom Menschen stark überprägte Standorte wie Kippenböden und Rieselfeldböden ein. Geschützte, schützenswerte und seltene brandenburgische Böden sind beispielsweise naturnahe Moorstandorte, die Schwarzerden der Uckermark, und die sogenannte Fuchserde, deren Entstehung noch nicht bekannt ist.
Als weitere zu schützende Zeugnisse der Natur- oder Kulturgeschichte
stehen solche seltenen Böden wie Sölle, Wölb-Äcker und Binnensalzstandorte.

Alle Aktivitäten von Mensch, Tier und Pflanze hinterlassen in den Böden ihre Spuren, manchmal über Generationen hinweg. Die Menschen tragen Böden ab und versiegeln sie, um Siedlungen, Industriebetriebe, Versorgungseinrichtungen und Verkehrswege zu bauen. Wir dringen auf der Suche nach Rohstoffen tief in Böden ein, verunreinigen sie mit Schadstoffen und vergraben Zivilisationsmüll in Endlagerstätten. Wir nutzen ihn zum Teil intensiv für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte. Wir sind damit verantwortlich für Erosion, Humusabbau, Bodenverdichtung und Stoffeinträge, wenn Böden unsachgemäß genutzt werden. Wir sind es aber auch, die ihn schützen, erhalten und wiederherstellen können.

Gerade weil die Bodenbildung in geologischen Zeiträumen erfolgt und einmal eingetretene Schäden nur sehr aufwendig behoben oder gemindert werden können, manchmal aber auch dauerhaft zurückbleiben, muss dem Bodenschutz besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Arbeitsschwerpunkte des Bodenschutzes, eines noch sehr jungen Fachgebietes, sind es deshalb insbesondere, Schadstoffeinträge zu verhindern, zumindest zu begrenzen, die Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung zu reduzieren, Altlasten zu sanieren und den Wissenstransfers zum Thema Boden zu den jeweiligen Zielgruppen zu verbessern.

Letzte Aktualisierung: 23.02.2017

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Abteilung Wasserwirtschaft 1
Referat 15 - Altlasten, Bodenschutz Grundwassergüte
Tel.: 033201/ 442-663
E-Mail: W 15