Hochwasserschutz: Elbe-Hochwasser 2006

Baubeginn für den Deichabschnitt am Rühstädter Bogen - mehr Sicherheit für die Menschen in der Prignitz

Feuerwehr mit Sandsäcken bei der Deichsicherung am Rühstädter Bogen ©LUGV

War es 2002 der "Böse Ort" bei Lenzen, der sich als der kritischste Deichabschnitt im Landkreis Prignitz darstellte, so kristallisierte sich im Aprilhochwasser 2006 der Rühstädter Bogen als Problemfall heraus. Durch die Vorschädigungen aus den vorangegangenen Hochwässern der Elbe im August 2002 und Januar 2003 musste dieser Deichabschnitt unter großen Anstrengungen verteidigt werden.

Hunderte von Soldaten, Feuerwehrleuten, Mitarbeitern des THW und freiwillige Helfer waren unermüdlich im Einsatz. 9.300 laufende Meter Faschinen (walzenförmige Bündel aus Reisig) und 16.080 Quadratmeter Geotextilfilter wurden verlegt, um die Entwässerung des Deiches auch nach dem Beschweren der landseitigen Böschungen mit insgesamt 254.300 Sandsäcken zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund entschied der brandenburgische Umweltminister Dietmar Woidke am 10. April dieses Jahres, dass im Hinblick auf den Schutz von Land und Leuten, sofort mit der Deichsanierung des Rühstädter Bogens begonnen werden muss.

Die veranschlagten Kosten für die Instandsetzung dieses 3,4 Kilometer langen Bauabschnittes werden mit rund 3, 5 Millionen EURO beziffert. Dabei kommen Bundes- und EU- Mittel zum Einsatz. Der Bauabschnitt gestaltet sich insgesamt als schwierig, da sich abwechselnd land- oder wasserseitig Kleingewässer befinden, die dicht an den Deichfuß heranreichen und stark mit Büschen und Bäumen bewachsen sind. Um diese und andere Biotope weitgehend zu schonen, wird die Deichtrasse mehrmals leicht verschwenkt. Ziel der Sanierungsarbeiten ist es, im Land Brandenburg das übliche Standardprofil auf dem gesamten Abschnitt herzustellen. Damit wird der Deich in seinem Aufbau den neusten, bautechnischen Anforderungen entsprechen.

Letzte Aktualisierung: 16.10.2012

Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Wasserwirtschaft 2
Referat W21
Robert Schmidt
Tel.: 033201/ 442-269
E-Mail an: Robert Schmidt