Rastplätze der Kraniche im Oberen Rhinluch

Vogelbeobachtungen

Das Rhinluch wie auch das Havelländische Luch ist seit Jahren ein fester Garant für Vogelbeobachtungen. Es ist beachtenswert, dass die Zahl der in diesen Gebieten rastenden Kraniche und Gänse in den letzten zwei Jahrzehnten stetig zu nahm. Dieses Phänomen wird als Ausdruck der sich stabilisierenden Kranich- und Gänsepopulationen in Mittel- und Osteuropa gewertet.

Rastplätze der Kraniche

 Zahlen 2019 (Schlafplätze)

DatumRhinluchHavelluchGesamt
18.08.2019 - min.350 1min.350
14.09.2019 - min.1.400 min.1.400
24.09.2019 11.810 min. 1.600 13.410
01.10.2019 32.320 min. 3.820 36.140
08.10.2019 61.090 7.220 68.310
15.10.2019 55.220 4.430 59.650
22.10.2019 72.040 6.820 78.860

Das Obere Rhinluch entwickelte seit den 1980er Jahren zum wahrscheinlich größten Rastplatz des Kranichs auf seiner westlichen Zugroute. Dieses attraktive Naturschauspiel ist seit Jahren ein Besuchermagnet.

© LfU, RhinluchDas Obere Rhinluch erstreckt sich unmittelbar vor den Toren Berlins, nur 60 Kilometer nordwestlich des Berliner Stadtzentrums, auf einer Fläche von zirka 15.000 Hektar. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Niedermoorgebiet mit überwiegend naturnahen Charakter - so bestimmt heute das extensiv genutzte, tiefgreifend entwässerte Grünland den Gebietscharakter. Kolbenenten, Rothals- und Zwergtaucher, Rohrweihe und Bartmeise prägen heute das Brutgebiet an den Linumer Teichen. Die vor Ort agierenden Naturschützer organisieren verschiedene Maßnahmen im Rahmen eines komplexen Rastplatzmanagements, zum Beispiel Ablenkfütterungen, Wegemarkierungen für die Besucherlenkung, Besucherinformationen über Landschaftswacht, Ausbau einer Infrastruktur für Naturbeobachter.

Letzte Aktualisierung: 23.10.2019

Weitere Informationen

  • Agena e.V.
    Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Artenschutz e.V. wurde 1996 gegründet. Sie versteht sich als Interessengemeinschaft und Dachorganisation verschiedener Träger von Natur- und Artenschutzprojekten, die seit Beginn der 1990er Jahre von der Naturschutzstation Niederbarnim und seit Juli 2000 von der Naturschutzstation Rhinluch initiiert wurden.

Beobachtungspunkte

Drei Beobachtungstürme wurden im Gebiet errichtet, die das besondere Naturerlebnis ermöglichen.


Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
Referat N3
Grundlagen Natura 2000, Arten- u. Biotopschutz
Naturschutzstation Rhinluch
Norbert Schneeweiss
Tel.: 033922/ 90255
E-Mail an: Norbert Schneeweiss