Historische Betrachtung zum Rhinluch

Das Rhinluch entstand vor etwa 10 000 Jahren.

Vor allem im Zuge des Urbarmachungsediktes Friedrich II. wurde neben dem Oderbruch auch das Rhinluch trockengelegt. Der großflächig abgebaute Torf diente als Heizmaterial für das rasant wachsende Berlin. Noch Ende des 19. Jahrhunderts belieferte das Luch Berlin jährlich mit ca. 10.000 Torfkähnen. Als Folge der Moorentwässerung kam es in den letzten Jahrzehnten zur Vermullung und Sackung der Torfböden.

Nachdem Naturliebhaber den besonderen Wert der Moore erkannt hatten, wurde 1925 mit dem "Kremmener See" eines der ersten Gebiete Deutschlands gesetzlich unter Naturschutz gestellt. Wegen seines hervorragenden ökologischen Wertes steht das Luch als IBA-Gebiet (Importend Bird Area) und als FFH-Gebiet (EG-Richtlinie "Fauna-Flora-Habitate") unter Schutz.

Interessant war die Moorlandschaft seit alters her aufgrund seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts lebten der Große Brachvogel, das Birkhuhn und die Großtrappe im Luch.

Die infolge der Trockenlegung stark dezimierten Amphibienpopulationen beginnen sich durch Wiedervernässung und Nutzungsextensivierung in einigen Gebieten zu stabilisieren.

Das Rhinluch gilt als einer der größten mitteleuropäischen Binnenrastplätze für Wildgänse und Kraniche von überregionaler Bedeutung. Nicht selten versammeln sich hier mehr als 50.000 Tiere auf ihrem Zug. Linum bietet günstige Lebensbedingungen für den Weißstorch. Bis zu 16 Paare brüten im Storchendorf.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2012

Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
Referat N3
Grundlagen Natura 2000, Arten- u. Biotopschutz
Naturschutzstation Rhinluch
Norbert Schneeweiss
Tel.: 033922/ 90255
E-Mail an: Norbert Schneeweiss