Meldestelle für Ambrosia-Funde

Die  Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist bei Allergikern besonders gefürchtet, da ihre Pollen schon in geringsten Mengen Allergien auslösen können.

Die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppte Art hat sich seither in Europa stark ausgebreitet und wird offensichtlich auch durch die aktuellen klimatischen Veränderungen begünstigt.

In Brandenburg ist die Ambrosie jedoch nicht neu. Bereits seit über 40 Jahren kommt die Art vermehrt in der Umgebung von Cottbus, Calau und Drebkau vor. Dort hat sie nicht nur Siedlungen "erobert", sondern wird auch zum zunehmenden Problem in landwirtschaftlichen Kulturen und an Straßenrändern. Während sie sich in Siedlungen oft über ungenügend gereinigtes Vogelfutter ansiedelt, erfolgt ihre Verbreitung auf anderen Flächen oft durch Verbringung von Bodenmaterial mit Samen der Art über weite Strecken. Landwirtschafts-Maschinen verschleppen ebenfalls anhaftende Samen von Feld zu Feld.

Neben der stark allergenen Ambrosia artemisiifolia kommt in Städten auch die Staudenambrosie (Ambrosia psilostachya) vor, der eine weniger allergene Wirkung nachgesagt wird.

Im Gegensatz zu vielen anderen, so genannten "invasiven Neophyten", stellt die Ambrosie aktuell keine Bedrohung für heimische Pflanzen und Tiere dar, die sie verdrängen könnte. Sie vor allem aus Gründen des Gesundheits- und Verbraucherschutzes problematisch. In einigen landwirtschaftlichen Kulturen führt sie zu Ertragseinbußen bei den Nutzpflanzen. Um dem flächigen Auftreten der Pflanze vor allem in Teilen der Niederlausitz zu begegnen, bedarf es insbesondere entsprechender Maßnahmen auf betroffenen landwirtschaftlichen Flächen und der angemessenen Pflege von Straßenrandflächen. Außerdem müssen künftig Transport und Verbringung mit Ambrosia-Samen "verseuchten" Bodens unterbunden werden.

Darüber, wie die Pflanzen erkannt werden können, informiert ein Faltblatt.

Seit September 2010 ist eine Meldestelle für Ambrosia-Funde im Landesamt für Umwelt eingerichtet. Hier werden die Funde registriert, überprüft und bewertet. Am besten ist es, Funde über das Online-Formular  zu melden.

Eine Meldung in schriftlicher Form mit beweiskräftigem Pflanzenmaterial (mindestens Blatt, Blütenstand, am besten ganze Pflanze) bitte an das

  • Landesamt für Umwelt, Seeburger Chaussee 2, 14476 Potsdam

senden.

Ein aussagekräftiges Foto ist erforderlich, um die Überprüfung zu vereinfachen. Sehr häufig erfolgen Verwechslungen zwischen beiden Arten oder mit vermeintlich ähnlichen Pflanzen aus völlig anderen Artengruppen.

Letzte Aktualisierung: 08.11.2019