Der Seeadler (Haliaetus albicilla)

Der Seeadler ist mit einer Körperhöhe von 80 bis 95 cm und einer Spannweite von 200 - 240 cm der größte Greifvogel Nordeuropas.

Er baut seine Nester aus Stöcken und Reisig in alten Baumbeständen, die immer in der Nähe von Gewässern liegen und aus denen er seinen Nahrungsbedarf weitestgehend deckt. Jedoch sind die Wasservögel und nicht, wie eher angenommen, Fische seine Hauptnahrung. Kaninchen und in Ausnahmefällen auch Aas gehören ebenso auf seinen Speisezettel.

Der riesige dunkelbraune Vogel ist im Fluge unverkennbar - der Kopf ist weit vorgestreckt, die langen, breiten Flügel heben sich vom sehr kurzen Schwanz, der beim Altvogel charakteristisch weiß gefärbt ist, ab.

Seine Lebensräume hat der Seeadler von Grönland bis zum äußersten Ende Sibiriens; in Europa vom Nordkap bis Griechenland, wobei sein Hauptverbreitungsgebiet in Norwegen zu finden ist. Vor ca. 25 Jahren siedelte er sich auch wieder in der Lausitzer Gegend an.

Der Seeadler gehört zu den Standvögeln, zieht also nicht nach Süden, wenn es hierzulande kälter wird.

Geschlechtsreif ist der Seeadler mit etwa 5 Jahren. Das Weibchen brütet ein Gelege von 1 bis 3 Eiern über 34 bis 42 Tage aus. Dabei wird sie aber vom Männchen täglich für längere Zeit abgelöst. Die Nestlinge werden in den ersten 2 Lebenswochen ständig bewacht. Beide Eltern jagen abwechselnd. Nach 89 bis 90 Tagen Nestlingszeit verlassen die Jungvögel das Nest. Werden aber über eine Führungszeit von etwa 1 bis 2 Monaten weiterhin gefüttert.

Letzte Aktualisierung: 16.05.2018

Der Seeadler