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Fließgewässer

Havel an der Strengbrücke Werder (Havel) Ströme, Flüsse und Bäche verleihen der brandenburgischen Landschaft ihren unverwechselbaren und reizvollen Charakter. Flußauen an Oder und Elbe, die Luche und Brüche an Havel und Rhin, die Seen von Ucker und Dahme oder die Flussläufe von Spree und Schlaube durch urwüchsige Wälder. Ergänzt wird dieses sehr engmaschige, insgesamt fast 32.000 km lange Gewässernetz durch künstliche Verbindungen, beispielsweise Finowkanal, Großen Havelländischen Hauptkanal und Oder-Spree-Kanal.

Fließgewässer sind Brandenburgs Lebensadern. Ohne sie wäre eine wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Landes kaum möglich gewesen. Und auch heute erbringen sie vielfältige Gratisleistungen: ob als Wasserspeicher, Klimaregulator, Nahrungsquelle, Lebensraum, Wasserstraße oder als natürliche biologische Kläranlage.

Brandenburgs Fließgewässer gehören daher zum Zukunftskapital des Landes. Das gilt auch für den Tourismus, der für die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs eine wachsende Bedeutung gewinnt. Eine gewässerreiche Landschaft garantiert Urlaubsqualität. Die Flüsse und Bäche Brandenburgs gelten gemeinsam mit den über 3.000 brandenburgischen Seen als ein Eldorado für Wassersportler. Die Schönheit der Landschaft lockt aber auch zahlreiche Spaziergänger, Radwanderer und Reiter in die Natur.

Erfreulicherweise gibt es in Brandenburg zahlreiche Flüsse und Bäche, die sich noch natürlich durch ihr Tal schlängeln und ihren Weg nahezu selbst bestimmen dürfen. Sie verfügen über eine enorme Strukturvielfalt und sind Lebensraum für an anderer Stelle bereits verdrängte Flora und Fauna. Herausragende Beispiele dafür sind die Untere Oder, die Stepenitz und das Nonnenfließ.

Die Belastungsgrenzen vieler Fließgewässer wurden durch intensive Nutzung leider oft überschritten. Viele sind in ein Korsett gezwungen, durch wasserwirtschaftliche Bauwerke zerstückelt oder ihrer angrenzenden Feuchtgebiete beraubt worden.

Seit 1990 hat sich die Gewässergüte der meisten Flüsse und Bäche Brandenburgs sehr positiv entwickelt. Neben geringeren Nähr- und Schadstoffeinträgen aus Industrie und Landwirtschaft hat dazu vor allem der Bau von Kläranlagen beigetragen, in denen eingeleitete Abwässer vorher gereinigt werden.

Dass die großen Ströme und Flüsse nicht nur selbst gefährdet sind, sondern auch dem Menschen gefährlich werden können, hat uns die Oder mit ihrem Hochwasser im Sommer 1997 dramatisch vor Augen geführt. Dabei ist der überwiegende Teil der brandenburgischen Oderregion zum Glück vor einer Katastrophe, wie sie Polen und Tschechien erleben mussten, verschont geblieben.

Letzte Aktualisierung: 04.05.2015

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