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Für Brandenburg wurden bis 2018 60 Gewässerentwicklungskonzepte (GEK) erstellt, die mögliche und notwendige Maßnahmen benennen, um den guten ökologischen Zustand der Oberflächengewässer gemäß Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu erreichen. Die Maßnahmen wurden priorisiert und mit der interessierten Öffentlichkeit in umfangreichen Veranstaltungen abgestimmt. Im Zuge der späteren konkreten Maßnahmenplanung wird auf die involvierte Öffentlichkeit erneut zugegangen. Der Maßnahmenbedarf geht entsprechend der Bewertung der Gewässergüte in die Maßnahmenprogramme der Flussgebietseinheiten Elbe und Oder im Anteil des Landes Brandenburg ein und beinhalten Maßnahmen zur Minderung hydromorphologischer, hydrologischer und stofflicher Belastungen. Letztere beziehen sich auf Schadstoffe und Nährstoffe aus Punktquellen (z. B. Kläranlagen) und diffusen Quellen (z. B. Reduzierung von Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft im Rahmen von AUKM-Maßnahmen).  Entsprechend WRRL-Artikel 11 (7) müssen alle Maßnahmen aus den Programmen bis Ende 2012 in die Praxis umgesetzt, d. h. begonnen worden sein. Dies ist mit einer Strategie der sukzessiven Abarbeitung, im Hinblick z. B. auf hydromorphologische Maßnahmen - erst GEK, dann Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung mit anschließender Realisierung – nicht annähernd zu erreichen, so dass Fristverlängerungen zur Zielerreichung in Anspruch genommen wurden.

Vorgezogene Maßnahmen für Gebiete, in denen noch kein GEK vorliegt, betrafen unstrittige Maßnahmen, vor allem an so genannte Vorranggewässer oder auch in bedeutsamen Teileinzugsgebieten, deren Defizite und die sich daraus ergebenden Maßnahmen weitestgehend bekannt sind. Viele dieser Gewässer sind "Lebensadern" von Natura-2000-Gebieten mit gefährdeten Fisch- und anderen Tier- und Pflanzenarten. Zu den naturschutzfachlichen Zielstellungen, die mit den WRRL-Zielen weitestgehend übereinstimmen, gehört insbesondere die Förderung der Fließgewässerdynamik, die Einrichtung von Gewässerschutzstreifen und Pufferzonen sowie die Förderung auentypischer Vegetation und Nutzungen.

Hinzu kommt, dass für diese Gewässer auch Aussagen zu ihren Entwicklungspotenzialen im Ergebnis einer Studie zur Raumverfügbarkeit vorliegen. Wo gute oder sogar sehr gute Entwicklungspotenziale vorhanden sind und der Raumwiderstand für Renaturierungsvorhaben eher gering ist, sollte ohne weiteren Zeitverzug gehandelt werden.

Die Umsetzung GEK-unabhängiger Vorrangmaßnahmen kann über verschiedene Wege erfolgen, die der Komplexität und den Randbedingungen für das jeweilige Maßnahmenpaket (Verantwortlichkeiten, Interessengruppen und mögliche Akteure, Vorbereitungsstände, Finanzierungsmöglichkeiten) gerecht werden. Dies können z. B. sein:

  • Konzepte / Projekte zu Gewässern I. Ordnung, die über die "Verwaltungsvorschrift zur Umsetzung von Maßnahmen in Trägerschaft des Landes zur Sanierung und naturnahen Entwicklung von Gewässern" realisiert werden,
  • Vorschläge für Maßnahmenanträge von Verbänden, Kommunen und Landkreisen, die über die Förderrichtlinien zum Landschaftswasserhaushalt oder für die Gewässersanierung realisiert werden können,
  • Projekte des NaturSchutzFonds Brandenburg oder
  • Konzepte, die sich über Naturschutzgroßvorhaben realisieren lassen (z. B. Gewässerrandstreifen- und EU-LIFE-Projekte).

Einige dieser GEK-unabhängigen Projekte sind bereits begonnen und zum Teil beendet worden, u. a.

Letzte Aktualisierung: 21.06.2018

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Wasserwirtschaft 2
Referat W 26 - Gewässerentwicklung
Dr. Lukas Landgraf
Tel.: 033201/ 442-512
E-Mail an: Dr. Landgraf