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Die Schwarze Elster

Steckbrief:

Quellgebiet: liegt im Lausitzer Hügelland (Sachsen) und mündet in die Elbe bei Elster (Sachsen-Anhalt)
Länge: 178 km gesamt, davon in Brandenburg 67,5 km
Einzugsgebiet: 5.700 km2 (gesamt), davon in Brandenburg 2.550 km2
Gewässertyp:  Gewässer I. Ordnung (nicht schiffbares Landesgewässer)
Gewässergüte: Im Land Brandenburg ist die Bedeutung für die Trinkwassergewinnung, landwirtschaftliche Bewässerung, Energiegewinnung durch Wasserkraft, für Freizeit und Erholung gering. 
Die Belastung durch industrielle Abwässer ist gering, durch kommunale Abwässer und bergbauliche Nutzung dagegen hoch. Das Gebiet ist für den Natur- und Landschaftsschutz bedeutend.
Landesgrenze:  bis Senftenberg    -  Güteklasse II (mäßig belastet)
Senftenberg bis Elsterwerda  -  Güteklasse II-III (kritisch belastet)
Elsterwerda bis Landesgrenze  -  Güteklasse III (stark verschmutzt)

Innerhalb des brandenburgischen Fließgewässernetzes hat die Schwarze Elster mit ihrer Anbindung an die Elbe eine hohe Bedeutung. Mit ihrem Flusssystem verknüpft sie das sächsische Vorgebirgsland mit dem südwestlichen Brandenburg und erschließt das Gebiet mit einer Reihe von Haupt- und Nebengewässern. Dazu zählen das Ruhländer Schwarzwasser, die Pulsnitz, die Kleine Elster und das Schweinitzer Fließ.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis etwa 1965 wurde der Fluss über die gesamte Länge reguliert, zur Nutzung von Niederungsflächen, für den Hochwasserschutz und den Bergbau. Der heute fast durchgängig geradlinige Flussverlauf mit seinem durch beidseitige Eindeichung charakterisierten Profil ist nur in wenigen Abschnitten naturnah geblieben. Dort haben sich Reste der ehemaligen Elsterauen mit einem abwechslungsreichen Relief, wertvollen Biotopstrukturen und einer schützenswerten Fauna erhalten, zum Beispiel Fischotter und Biber. In den noch vorhandenen Altwässern gedeihen unter anderem seltene, wärmeliebende Pflanzengesellschaften mit der Wassernuss.

Schwarze Elster Über den Senftenberger See (Speicher Niemtsch), der bei Hoch- oder Niedrigwasser den Abfluss ausgleicht, wird die Wasserführung der Schwarzen Elster reguliert. Aus diesem ehemaligen Braunkohle-Restloch hat sich seit Beginn der 60er Jahre ein bekanntes und beliebtes Erholungsgebiet entwickelt.

1991 musste die Schwarze Elster vor allem aufgrund erheblicher industrieller und kommunaler Abwassereinträge noch überwiegend als sehr stark verschmutzt eingestuft werden. Seitdem hat sich die Abwasserreinigung entscheidend verbessert.

Auf der Grundlage der 1994 abgeschlossenen Untersuchungen zum ökologischen Zustand der Schwarzen Elster sind langfristig Renaturierungen und umfangreiche Uferbepflanzungen geplant, die nicht nur die Entwicklung naturnäherer Gewässerstrukturen sondern auch das Selbstreinigungspotential des Flusses fördern sollen. Zu den erwogenen Maßnahmen gehören unter anderem Deichrückverlegungen, zum Beispiel im Bereich Lauchhammer/Schradengebiet oder im Mündungsbereich der Großen Röder.

Letzte Aktualisierung: 18.01.2016

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