Revitalisierung des Döllnfließes

Planungen des Landesamtes zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Herzlich willkommen auf den Internetseiten des Landesamtes für Umwelt zur Revitalisierung des Döllnfließes!

Das begradigte Döllnfließ im Oberlauf bei Groß Dölln( LUGV, L. Landgraf)Neues Fenster: Bild vergrößernDas Döllnfließ hat eine Länge von 34,6 Kilometer und ist das bedeutendste Fließgewässer in der Schorfheide. Die wichtigsten Zuflüsse sind das Trämmerfließ und das Faule Fließ. Das Döllnfließ hat großen Einfluss auf den Landschaftswasserhaushalt der nördlichen Schorfheide. In der Schorfheide sind vor allem in Nordteil in den letzten Jahrzehnten Wasserspiegelabsenkungen um bis zu 2 Meter registriert worden. Zahlreiche Moore trockneten seither aus. Fast 90 Prozent der Fließgewässer in der Schorfheide sind künstlichen Ursprungs.

Das Döllnfließ wurde als Flößergraben im Mittelalter ausgebaut. Vermutlich wurden die Moore und Seen oberhalb der Ortschaft Kappe erst in dieser Zeit an das Döllnfließ angeschlossen. Damit begann die Hochfläche der Schorfheide auszubluten. Weiterhin waren seither erhebliche Stofftransporte die Folge. Laufverkürzungen durch Begradigungen in den letzten 200 Jahren waren die Ursache für die erhebliche Verschlechterung der Der Mittellauf hat erhebliche Defizite in der Gewässerstruktur. Eine monotone Erlenbepflanzung des begradigten Ufers unterbindet jegliche Mäanderbildung und Strukturentwicklung an der Böschung  ( Foto: LUGV, Annette Dammann)Neues Fenster: Bild vergrößernGewässerstrukturgüte. Der Bau eines ausgedehnten Grabensystems verstärkte die Nährstoffausträge und trug zur Grundwasserabsenkung bei.

Die Ausbaumaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte haben deutliche Spuren hinterlassen. So ist das gesamte Gewässer begradigt und mit einem Trapezprofil ausgebaut worden. Auf weiten Strecken insbesondere im Ober- und Mittellauf fehlen naturnahe Gewässerstrukturen an Sohle, Böschung und Ufer.

Der Randstreifen zwischen Acker und Gewässer hat am Mittellauf des Döllnfließes oft nur eine Breite von 2-3 m ( Foto: LUGV, Annette Dammann)Neues Fenster: Bild vergrößernSeit Februar 2010 führt das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg ein Projekt zur Revitalisierung des Döllnfließes mit Fragestellungen zur Zukunft der Wasserwirtschaft im Gebiet durch.
Bestandteile dessen sind Bestandserfassungen, Gewässerentwicklungsplanungen und Maßnahmenumsetzungen. Die folgenden Ziele sind dabei von besonderer Bedeutung:

  • Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit.
  • Verbesserung des natürlichen Gewässerprofils im Kontakt mit dem Talraum.
  • Verbesserung des Wasserhaushaltes. Insbesondere die Wiederherstellung von ehemaligen Binneneinzugsgebieten und Mooren.

In den Jahren 2012 bis 2014 wurden 4 Projekte im Auftrag des LfU geplant und beantragt sowie von drei Trägern umgesetzt. Weitere Projekte sollen folgen.

Die eigentliche Planungsphase für die Erarbeitung des Gewässerentwicklungskonzepts endet 2014. Im Anschluss liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten des Landesamt auf der Umsetzung von Maßnahmen.

Letzte Aktualisierung: 29.01.2015

Informationen zum Projekt




Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Wasserwirtschaft 2
Referat W 26 - Gewässerentwicklung
Dr. Lukas Landgraf
Tel.: 033201/ 442-512
E-Mail an: Dr. Landgraf