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EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

Projektgebiet Uckermark

In den Randlagen des von großen Seen und Talmooren geprägten Tales der Uecker treten Binnensalzstellen mehrfach in den Uferabschnitten des Oberückersees auf. Südlich des Dorfes Seehausen ragt eine als Klosterwerder bezeichnete Halbinsel in den Oberückersee.

Die gegenwärtige Uferlinie wird von kalkreichen und sandigen Terrassen gesäumt, deren Grünland- und Riedgesellschaften mit ihren Pflanzenarten einen deutlichen Salzeinfluss aufweisen. Diese sind durch eine große Zahl regional und überregional seltener sowie teils hochgradig gefährdeter Pflanzenarten ausgezeichnet. Nördlich der Ortslage Seehausen bildet die Seehausener Lanke die Fortsetzung des salzbeeinflussten Gebietes. 

Hervorzuheben sind Vorkommen von Kriechendem Sellerie (Apium repens) und von Sumpf-Engelwurz (Angelica palustris),  nach Anhang 2 der FFH-Richtlinie geschützten Arten.

Salzpflanzen wurden erstmals von dem Seehausener Lehrer J. Müller gefunden, dessen Angaben sich in Aschersons Flora der Provinz Brandenburg von 1864 wiederfinden. Weitere Arten erwähnt Grantzow 1880 in seiner Flora der Uckermark. Stets werden Klosterwerder und die nach dem Nachbardorf Potzlow hin gelegene Niederung genannt.

Nach 1950 fanden Müller-Stoll und Götz im gesamten Gebiet nur noch schwache Anzeichen für einen Salzeinfluss. Erst nach 1980 und zunehmend seit 1990 erfolgten im Rahmen regionaler Naturschutztätigkeiten und der Arbeit der Naturwacht Wiederfunde verschollener Halophyten und Nachweise neuer Arten.

Letzte Aktualisierung: 08.07.2013

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung
Referat N3 - Natura 2000,
Arten- u. Biotopschutz
Andreas Herrmann
Tel.: 033201/ 442-221
E-Mail an: Andreas Herrmann