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EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

Projektgebiet Dahme-Heideseen

Die Salzstellen im Dahme-Seengebiet liegen in einem ausgedehnten Komplex großräumiger Niederungsgebiete, die aus Niedermooren und Feuchtgrünländern, Bruchwaldgesellschaften an Verlandungszonen von Gewässern sowie nährstoffreichen Seen und Fließgewässern bestehen. Neben den relativ großflächigen Vorkommen von Salzvegetation in den Luchwiesen östlich von Philadelphia und am Marstall westlich von Storkow sind mehrere kleinflächige Salzstellen am Ost- und Westufer der Groß Schauener Seenkette, am Südufer des Wolziger Sees, an der Dahme bei Bindow sowie am Schwielochsee Bestandteile der Gebietskulisse.

Bei den Salzwiesen dominieren in der Vegetationsausbildung halophile Flut-, Kriech- und Trittrasen. Die kennzeichnende Zeigerart im Dahme-Seengebiet ist der Strand-Dreizack (Triglochin maritimum). Weitere Halophyten für das Gebiet sind u.a. Strand-Aster (Aster tripolium), Salz-Binse (Juncus gerardii) und Salz-Milchkraut (Glaux maritima). Vielfach kommt auch der Erdbeer-Klee (Trifolium fragiferum) vor. Vernetzt sind die Salzwiesengesellschaften mit Großseggenwiesen, artenreichen- und -armen Feuchtwiesen sowie feuchten Hochstaudenfluren.

Intakte Salzwiesenausbildungen mit den charakteristischen Pflanzenarten konzentrierten sich zu Projektbeginn auf mehr oder weniger extensiv genutzte Feuchtgrünländer auf Nassstandorten und kamen fast ausschließlich im Bereich der Luchwiesen vor. Bedingt durch die Nutzungsaufgabe schwer zu bewirtschaftender Flächen (Nasswiesen, Verlandungszonen der Gewässer) entwickelten sich vor allem auf früheren Salzwiesenstandorten an der Groß Schauener Seenkette und am Südufer des Wolziger Sees ausgedehnte Schilfröhrichte sowie Weiden- und Erlengehölze. Einzelne Salzwiesen, wie in den Luch- und Marstallwiesen und waren durch Grundwasserabsenkungen beeinträchtigt.

Neben Maßnahmen zur Beseitigung von Schilf- und Gehölzaufwuchs wurde gemeinsam mit den Flächenbewirtschaftern die Nutzung der Salzwiesen langfristig gesichert. Zur Stabilisierung des Wasserhaushalts der Salzstellen wurde ein verfallenes Staubauwerk saniert und eine Sohlschwelle angelegt.
Touristische Einrichtungen wie der "Salzweg", Infotafeln und ein Aussichtsturm bieten Aus- und Einblicke in den Lebensraum "Salzwiese".

Letzte Aktualisierung: 08.07.2013

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung
Referat N3 - Natura 2000,
Arten- u. Biotopschutz
Andreas Herrmann
Tel.: 033201/ 442-221
E-Mail an: Andreas Herrmann