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EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

Projektgebiet Luckauer Becken

Die am besten erhaltenen Ausbildungen salzbeeinflusster Pflanzengesellschaften im Luckauer Becken finden sich südöstlich von Luckau nahe der Ortschaften Cahnsdorf und Frankendorf. Sowohl die Salzstelle bei Cahnsdorf als auch das Gebiet am alten Frankendorfer Bahnhof sind bereits historisch belegt (1893). Darüber hinaus liegen nahe Willmersdorf-Stöbritz zwei weitere salzbeeinflusste Flächen ("Am Wehrbusch" und "Riepuhl"), die zu Projektbeginn durch Entwässerung, Umbruch und ackerbauliche Nutzung stark beeinträchtigt waren. Der Grundwasseranstieg nach Auffüllung der Tagebaue bewirkt in grundwassernahen Senken zwischen Luckau und Willmersdorf-Stöbritz ausgedehnte Vernässungen von Ackerflächen. Dort, wo mit ansteigendem Grundwasser salzhaltiges Wasser an die Oberffläche tritt, siedeln sich örtlich Salzpflanzen (Halophyten) wieder neu an. Die sich bildenden Röhrichte und Hochstaudenflure weisen einen mehr oder weniger deutlichen Salzeinfluss auf und bieten Potenzial für die Entwicklung halophiler (Salz liebender) Grünlandgesellschaften.Von den Luckauer Salzstellen isoliert, diesen im Erscheinungsbild und in der Nutzungsgeschichte aber ähnlich ist die Moorwiese bei Zützen. Die Moorwiese liegt auf einem flachgründigen Moorkomplex am Rand des Baruther Urstromtales. Die Zützener Salzstelle ist erst nach 1966 bekannt geworden.

Die von Salzpflanzen besiedelten Gesellschaften im Luckauer Raum umfassen Flut- und Trittrasen, Feuchtwiesen sowie artenarme, mitunter großflächige Riede der Gewöhnlichen Strandsimse (Bolboschoenus maritimus). Störstellen in Randlagen zu ackerbaulich genutzten Flächen enthalten halophytenreiche Pioniergesellschaften, die für den Erhalt konkurrenzschwacher einjähriger Salzpflanzen von Bedeutung sind.

Auf den Luckauer Salzstellen wurden vorhandene Kleingewässer restauriert bzw. wiederhergestellt. Am Alten Frankendorfer Bahnhof konnte darüber hinaus eine Schutzpflanzung angelegt werden. Örtliche Landwirtschaftsbetriebe haben unter fachlicher Anleitung der Verwaltung des Naturparks "Niederlausitzer Landrücken" die Nutzung übernommen und sichern damit die langfristige Existenz dieser Salzwiesen.

Letzte Aktualisierung: 08.07.2013

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung
Referat N3 - Natura 2000,
Arten- u. Biotopschutz
Andreas Herrmann
Tel.: 033201/ 442-221
E-Mail an: Andreas Herrmann