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EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

Projektmaßnahmen

Langfristige Nutzung sichern
 

Durch Flächenerwerb

In Abstimmung und mit Unterstützung durch die Landwirtschaftsbetriebe hat die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg im NSG „Rietzer See“ (Havelland) Grundstücke mit einer Fläche von ca. 80 Hektar erworben, um großflächig zusammenhängende Beweidungsgebiete zu entwickeln. Die Heinz-Sielmann-Stiftung erwarb ca. 16 Hektar Land an der Groß Schauener Seenkette.

Der Flächenerwerb wurde mit den Landwirtschaftsbetrieben und den Gemeindeverwaltungen gemeinsam vorbereitet. Die Flächen werden langfristig an die Landwirtschaftsbetriebe zum Erhalt der wertvollen Salzbiotope verpachtet. Das Flächeneigentum einer Naturschutzstiftung wird dabei von den Betrieben als ein Baustein für die Planungssicherheit wahrgenommen und gewährleistet die Entwicklung langfristiger und nachhaltiger Bewirtschaftungskonzepte in Naturschutzgebieten.

Durch Beweidung

Salzstellen liegen in sehr feuchten bis nassen Niederungen. Sie sind in der Regel bis in das späte Frühjahr sehr nass und durch hoch anstehendes Grundwasser beeinflusst. Dadurch ist die Mahd und Beräumung der Flächen mit konventioneller Technik oft nur in einem kurzen Zeitraum möglich. Teilweise muss auch Spezialtechnik eingesetzt werden Für eine dauerhafte und nachhaltige Nutzung vieler Gebiete ist die Beweidung eine sinnvolle Alternative. Überall dort, wo Betriebe noch eine Mutterkuh- oder Pferdehaltung betreiben, konnten meist sehr schnell Optimierungen der Nutzung erreicht werden. Häufig wurden Flächen für eine landwirtschaftliche Nutzung wieder gewonnen.

Das EU-LIFE-Projekt unterstützt die Landwirte nach den ersteinrichtenden Maßnahmen wie Schilfmahd und Entbuschung bei der Errichtung von dauerhaften Weidekoppel-Zäunen. Die Erfahrungen aus dem Projekt zeigen, dass solche Angebote von den Betrieben angenommen werden, wenn sie von einer aktiven Unterstützung bei der Nutzung in den NATURA 2000-Gebieten begleitet werden.

Wasserbüffel als Landschaftspfleger

Auf der größten Binnensalzstelle Brandenburgs, in Schenkenberg im NSG "Rietzer See" (Havelland), weiden seit September 2008 elf Wasserbüffel. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg, dem Haupteigentümer der 60 Hektar großen Fläche, dem Verein Alternativen für Zukunft e.V. sowie in enger Abstimmung mit dem Flächennutzer durchgeführt.

Wasserbüffel eignen sich besonders gut für die extensive Beweidung von Feucht- und Moorland. Sie sind in der Lage große Mengen an Wasser- und Röhrichtpflanzen, wie Schilf, Binsen, Ampfer und Sauergräser zu verdauen, die von Rindern gemieden werden. Auch ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, ihre Langlebigkeit und nicht zuletzt ihr gutmütiger Charakter machen sie zu geeigneten Partnern sowohl der Landwirte als auch des Naturschutzes.

Dieses beispielhafte Managementkonzept, das Eigentumssicherung, ersteinrichtende Maßnahmen wie Mahd und Weidezaunbau sowie eine fachliche Beratung des Pächters beinhaltet, soll langfristig eine naturschutzgerechte und wirtschaftlich tragfähige Nutzung der Fläche ermöglichen.

Letzte Aktualisierung: 23.07.2013

Übersicht


Logo Binnensalzstellen Brandenburgs



Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung
Referat N3 - Natura 2000,
Arten- u. Biotopschutz
Andreas Herrmann
Tel.: 033201/ 442-221
E-Mail an: Andreas Herrmann