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EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

Kriechender Sellerie (Apium repens)

Gesetzlicher Schutz
Streng geschützt nach Bundesartenschutzverordnung
FFH-Art, Anhang II, IV

Gefährdung (Rote Liste)
Europaweit gefährdet
In Deutschland: Vom Aussterben bedroht (Stufe 1)
In Brandenburg: Stark gefährdet (Stufe 2)

Beschreibung
Die 10 bis 30 cm kleine Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und wächst niederliegend oder kriechend. Die Blätter sind einfach gefiedert, mit rundlichen, eiförmigen, eingeschnittenen Abschnitten. Die weißen Doldenblüten erscheinen von Juni bis September. Der Kriechende Sellerie breitet sich durch Samen und Sprossausläufer aus. Auch abgetrennte Sprosse können sich bewurzeln.

Lebensraum und Verbreitung
Der Kriechende Sellerie wächst in feuchten Kriech- und Trittrasen. Die konkurrenzschwache Art benötigt eine lückige Vegetation und zumindest zeitweise nassen Untergrund. Verbreitungsschwerpunkt liegt in Mittel- und Westeuropa. In Deutschland kommt er insbesondere im Donau- und Voralpenraum vor, wo er an Ufern, im feuchten Grünland oder auch an Wegen wächst. In Brandenburg ist er sehr selten - im Projektgebiet finden wir ihn in der Uckermark, an den Luckauer Salzstellen bei Frankendorf, an den Groß Schauener Seen und am Schwielochsee (Dahme-Seengebiet).

Besonderheiten
Der Kriechende Sellerie weist, wie die Kultursippen oder auch der Wilde Sellerie, einen charakteristischen Geruch auf. Hauptgefährdungsursachen für die seltene Art sind Veränderungen der Feuchtigkeitsverhältnisse, Nutzungsintensivierungen aber auch Nutzungsaufgabe und das Fehlen von Störstellen.

Letzte Aktualisierung: 16.07.2013

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung
Referat N3 - Natura 2000,
Arten- u. Biotopschutz
Andreas Herrmann
Tel.: 033201/ 442-221
E-Mail an: Andreas Herrmann