MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

Projektmaßnahmen

Entwicklung beobachten und Maßnahmen kontrollieren

Wasser

Als Grundlage künftiger Managementempfehlungen und als Kontrollbasis wurden regelmäßig in fast allen Teilgebieten Grund- und Oberflächenwasserstände gemessen. Ergänzend ermittelten die Naturwacht und das Projektteam die elektrische Leitfähigkeit als Maß des Salzgehaltes in Grund- und Oberflächenwasser. Diese Messungen dienen auch einem besseren Verständnis des Phänomens "Binnensalzstellen" in Brandenburg.

So wissen wir, dass die Salzgehalte im Boden und im Bodenwasser keinesfalls konstant sind, sondern im Jahresverlauf stark schwanken können. Messergebnisse aus den Marstallwiesen bei Storkow veranschaulichen die Zusammenhänge zwischen Salzgehalt im Boden (höhere Leitfähigkeit) und Niederschlagsereignissen bzw. Trockenperioden:

Vegetation

Für annähernd alle Projektgebiete wurden detaillierte Kartierungen der Vegetation durchgeführt. Darüber hinaus wurden Dauerbeobachtungsflächen zur regelmäßigen Kontrolle der Entwicklung angelegt. Diese Aufnahmen bilden eine wichtige Wissensbasis und dienten als Grundlage der künftig umzusetzenden Maßnahmen und des zukünftigen Flächenmanagements.
Die Nacherfassungen im letzten Projektjahr gaben Hinweise auf die Wirksamkeit von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.
Obwohl die Salzgehalte im Bodenwasser meist deutlich niedriger sind als an den Küsten oder an Salzstellen, die durch Salzquellen gespeist werden (z.B. in Thüringen), wachsen an vielen Stellen Salzpflanzen (Halophyten) wie Strand-Aster (Aster tripolium), Strand-Milchkraut (Glaux maritima), Strand-Dreizack (Triglochin palustre) und Salz-Binse (Juncus gerardii).

Alle diese Arten stehen auf der Roten Liste Brandenburgs. Auch andere bedeutende Arten finden sich im Projektgebiet, wie der Kriechende Sellerie (Apium repens) und die Sumpf-Engelwurz (Angelica palustris), die durch die FFH-Richtlinie europaweit geschützt sind. Neben Salzwiesen findet man vor allem halophile Flutrasen und Röhrichte. Insbesondere auf nur schwach salzbeeinflussten Standorten sind Salzbiotope häufig sehr kleinräumig mit Pfeifengras-Wiesen und anderen feuchten Wiesengesellschaften verzahnt. Hier blühen auch oft verschiedene Wiesenorchideen in großer Anzahl.

Letzte Aktualisierung: 23.07.2013

Übersicht


Logo Binnensalzstellen Brandenburgs



Steckbriefe von Salzpflanzen

und anderen bedeutenden Arten in den Projektgebieten


Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung
Referat N3 - Natura 2000,
Arten- u. Biotopschutz
Andreas Herrmann
Tel.: 033201/ 442-221
E-Mail an: Andreas Herrmann