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Überwachung der Luftqualität

Die Luftqualität in Brandenburg zeigte sich in 2012 - bedingt durch günstigere meteorologische Begleitumstände gegenüber den beiden Vorjahren - verbessert. Vor dem Hintergrund großflächiger Stabilisierung auf einem relativ niedrigen Belastungspegel erreichte sie nahezu wieder das bisherige Minimalniveau der Jahre 2007 bis 2009.

Fasst man die wichtigsten gebietsbezogenen Immissionskenngrößen landesweit in einer griffigen Kennzahl zusammen, dem Luftverunreinigungsindex (orientiert am Maß der Grenzwert-Ausschöpfung), so gab es im Berichtsjahr in Brandenburg eine fünfprozentige Verbesserung gegenüber 2010 und gegenüber dem Dekadenmittel 2001-2010 auf einen Wert von 0,38.

Kontinuierliche Messungen an den 21 automatischen telemetrischen Dauermessstellen, darunter fünf verkehrsbezogene Messstellen, geben einen repräsentativen Überblick über die aktuelle Situation der Luftqualität im Land Brandenburg. Ergänzend wurden die Sondermessungen von Immissionen im Industrieraum Eisenhüttenstadt nahe der Staatsgrenze zu Polen abgeschlossen und im Umfeld des künftigen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) fortgesetzt.

Hinsichtlich sogenannter PM10-Schwebstaub-Episoden, die von austauscharmen winterlichen Hochdruck-Wetterlagen und kontinentalen Luftströmungen aus Ost bis Südost gekennzeichnet sind, gab es 2012 im Unterschied zu den beiden Vorjahren eine deutliche Entspannung.
Landesweit und damit insbesondere auch in Ostbrandenburg blieben sowohl Dauerbelastung als auch die Häufigkeit erhöhter Tagesmittelwerte des Feinstaubs unterhalb der Grenzwerte der 39. BImSchV. Dies kontrastierte stark zu den hohen PM10-Immissionen unter erheblichem Ferntransporteinfluss im Zeitraum 2010/2011. Dieser wird Gegenstand weiterer deutsch-polnischer Konsultationen sein.

Die erstmalige Einhaltung des 24 h-Grenzwertes an allen verkehrsnahen Messstellen widerspiegelt allerdings auch Erfolge bei der Umsetzung der Luftreinhaltepläne. Der bisherige absolute „Hotspot“ lokaler PM10-Konzentrationen in Brandenburg, die Cottbuser Bahnhofstraße, wurde nach umfangreicher Sanierung im Dezember 2012 dem Verkehr übergeben.

An den beiden Potsdamer Verkehrsmessstellen hingegen führten das weiterhin relativ hohe Verkehrsaufkommen und ein zunehmender Anteil von Diesel-Kfz trotz neuer verkehrsorganisatorischer Gegenmaßnahmen auch 2012 zur Überschreitung des Stickstoffdioxid-Jahresgrenzwertes. Nach der von der EU-Kommission für Potsdam und Brandenburg an der Havel genehmigten Fristverlängerung zu dessen Einhaltung gilt dieser ab 2015 jedoch auch dort ohne Einschränkung.

In einem Spezialkapitel werden vertiefte Analysen des LfU zu Sondermessungen von Immissionen in Vogelsang (Landkreis Oder-Spree) im Zusammenhang mit Bau und Inbetriebnahme einer großen Papierfabrik und eines zugehörigen, mit Ersatzbrennstoffen arbeitenden Heizkraftwerkes vorgestellt. Sie ergaben im Untersuchungszeitraum 2009-2012 für PM10-Schwebstaub, Stickstoffdioxid, Benzo(a)pyren und Schwermetalle keinen Hinweis auf einen wesentlichen Einfluss der 2010/2011 in Betrieb genommenen neuen Emittenten im Zusammenwirken mit dem EKO-Stahlwerk. Alle Immissionen lagen deutlich unter den geltenden Grenz- und Zielwerten.

Zu diesen und weiteren interessanten Themenkreisen finden sich detaillierte Ausführungen im aktuellen Bericht. Auf 51 Seiten mit Tabellen und Grafiken sind Daten, Untersuchungsergebnisse und Messreihen im Luftqualitätsbericht 2012 dargestellt.

Letzte Aktualisierung: 20.05.2016

Übersicht

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Luftgütebericht 2012

Download: Jahresbericht 2012 zur Überwachung der Luftqualität (PDF-Datei 985 KB)


Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Technischer Umweltschutz
Tel.: 033201/442-310


Luftqualität in Brandenburg

Link zum Luftqualitätsbericht 2016