MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Die Löcknitz

Steckbrief:

Quellgebiet: » die Quelle liegt nordöstlich von Ziegendorf (Mecklenburg-Vorpommern),
» mündet in die Elbe bei Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern)
Länge: 66 km gesamt, davon in Brandenburg 43 km
Einzugsgebiet: 937 km2 gesamt, davon in Brandenburg 460 km2
Gewässertyp: Oberlauf bis Wehr Wustrow  -  Gewässer II. Ordnung,
unterhalb Wehr Wustrow bis Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern  -  Gewässer I. Ordnung (nicht schiffbares Landesgewässer)
Die Bedeutung im Land Brandenburg für die landwirtschaftliche Bewässerung ist sehr hoch. 
Die Belastung durch kommunale und industrielle Abwässer ist gering. 
Der Wert für die Freizeit- und Erholungsnutzung ist nicht sehr groß, für den Natur- und Landschaftsschutz hoch.
Gewässergüte: Oberlauf ab Landesgrenze bis Lenzen  -  Güteklasse II (mäßig belastet)
Unterlauf ab Lenzen bis Landesgrenze  -  Güteklasse II-III (kritisch belastet)

Löcknitz bei Lenzen Die Löcknitz bildete in vielen historischen Epochen die Grenze zwischen Ländern oder Gemeinden. Ihr Quellgebiet, das im Nordosten durch die Ruhner Berge (176 Meter) begrenzt wird, liegt heute in Mecklenburg-Vorpommern. Sie durchquert brandenburgisches Gebiet in einer langgestreckten Niederungsfläche der Prignitz, bevor sie, wieder im Nachbarland angelangt, die Elbe erreicht.

Die ehemalige Mündung bei Klein Schmölen ist 1973 durch eine neue, weiter elbabwärts gelegene ersetzt worden, um mögliche Hochwässer durch Rückstau aus dem Elbstrom zu mindern. Bei akuter Gefährdung kann nun das Wehr Wehnungen geschlossen und damit das Einströmen von Elbewasser verhindert werden.

Gewässerbauliche Eingriffe spielen vor allem im Oberlauf eine Rolle, wo eingebaute Wehre das Wasser für die Bewässerung angrenzender Agrarflächen stauen. Diese Gewässerabschnitte sind größtenteils melioriert und ohne Gehölzsaum. Hier wäre die Entwicklung eines möglichst durchgängigen Uferrandstreifens wünschenswert.

Im Unterlauf bildet die Löcknitz dagegen mit ihren Zuflüssen ein stark verzweigtes Gewässersystem, das durch eine Vielfalt mosaikartiger Biotopstrukturen gekennzeichnet ist. Hier finden sich noch Bruch- und Auwaldreste, großflächige Röhrichtbestände, Uferabbrüche, Sandbänke sowie Prall- und Gleithänge. Die ausgeprägte Mäandrierung ist ein Zeichen weitgehender Unberührtheit. Auch die in früheren Zeiten angelegten Gräben zur Entwässerung der Löcknitz-Niederung, die heute nicht mehr benutzt werden, haben sich zu Rückzugsräumen für Flora und Fauna entwickelt.

Wegen zahlreicher Amphibien-, Vogel-, Schmetterlings- und Libellenarten sind Teile des Löcknitztales als ökologisch "wertvoll" oder "besonders wertvoll" eingestuft worden. Über die gesamte Fließstrecke, insbesondere aber auf den vollbelichteten Strecken, sind stark entwickelte Bestände von Wasserpflanzen anzutreffen. Auch für die Wanderungsbewegung des Fischotters stellt der Fluss ein wichtiges Verbindungsgewässer dar.

Die Wasserqualität der Löcknitz wird einerseits durch diffuse Stoffeinträge (vor allem Stickstoff) aus den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen beeinträchtigt, zum anderen durch punktuelle Einleitungen im Bereich von Karstädt und Lenzen. Zwischen den größeren Orten ist das Einzugsgebiet nur dünn besiedelt, so dass relativ unbelastete Fließstrecken bestehen.

Letzte Aktualisierung: 04.05.2015

Übersicht

Themen


Kontakt

Landesamt für Umwelt
Abteilung Wasserwirtschaft
Referat W12
E-Mail an: Hydrologie Potsdam