Die Forelle

Bachforelle - Meerforelle - Seeforelle

Bachforelle, © Christian Blumenstein Die Forelle (Salmo trutta LINNAEUS, 1758) gehört zur Familie der Salmonidae. Sie ist eine entwicklungsgeschichtlich junge Fischgattung, was sich in einer geringen Differenzierung der einzelnen Arten zeigt. Körperbau und Lebensweise ähneln sich stark.

Die Europäische Forelle wird in drei Unterarten aufgeteilt:

  • Atlantische Forelle,
  • Mittelmeerforelle und
  • Pontokaspische Forelle.

Bei den Formen

  • Bachforelle,
  • Seeforelle und
  • Meerforelle

handelt es sich nicht um Unterarten, sondern um verschiedene Lebensformen, die in jeder der drei Unterarten auftreten können.

Hierbei ist die Bachforelle als stationäre Zwerglebensform in Bächen und Flüssen einzuordnen, jedoch muss die Seeforelle als Wanderform angesehen werden, da sie zum Laichen in geeignete Fließgewässer aufsteigen muss.
Die Meerforelle dagegen muss als anadromer Wanderfisch angesehen werden, der in seinem Lebenszyklus zwischen Meer und Fließgewässer wechselt.

Merkmale der Forelle sind

  • der torpedoförmige, seitlich leicht zusammengedrückte Körper mit schwarzen und roten Punkten (z. T. auch auf den Flossen),
  • ein olivgrüner bis schwarzbrauner Rücken,
  • ein endständiges Maul, das bis über den hinteren Augenrand gespalten ist,
  • ein bezahnter Kiefer und Gaumen,
  • eine rötliche bzw. rotumrandete Fettflosse,
  • ein gerader Hinterrand der Schwanzflosse,
  • Bachforellen werden bis zu 60 cm lang und 3 kg schwer,
  • Meer- und Seeforellen können hingegen bis zu 1,3 m lang und 30 kg schwer werden.

Die Forelle lebt bevorzugt in kühlen, sauerstoffreichen Flüssen und Bächen von der Niederung bis ins Hochgebirge, die steinig-kiesige Untergründe aufweisen, ist aber auch in den Voralpenseen beheimatet. Sie ernährt sich von Insekten, Weichtieren, kleinen Fischen und Kleinkrebsen.

Mit etwa 2 - 4 Jahren wird die Forelle geschlechtsreif. Während der Laichzeit (Oktober bis Februar) produzieren die Weibchen ca. 1.000 - 1.500 Eier je kg Körpergewicht und schlagen auf gut überströmten Kiesbänken ihre Laichgruben. Fortpflanzung und Lebenszyklus ähneln dem des Lachses.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen:

Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam Sacrow, Jägerhof am Sacrower See, 14475 Groß Glienicke, Tel: 033201/ 4060.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2013