Atlantischer Lachs

(Salmo Salar LINNAEUS, 1758)

Junglachs (Smolt) (gespiegelt) Der Lachs ist wohl der größte und bekannteste Fisch der Gattung Salmo. Er ist ein anadromer Wanderfisch, welcher seine Hauptwachstumsperiode (1 - 4 Jahre) im Meer verbringt und zur Fortpflanzung wieder ins Süßwasser zurückkehrt. In Europa bewohnt der Lachs den Nordatlantik, die Ost- und Nordsee sowie deren Zuflüsse.

Erkennbar ist der Lachs an seinem langgestreckten spindelförmigen Körper, wodurch der Fisch etwas schlanker als eine Forelle wirkt. Während seines Aufenthaltes im Meer ist der Fisch silbrig gefärbt, der Rücken ist blaugrau bis graugrün und der Bauch weiß gefärbt. Oberhalb der Seitenlinie befinden sich schwarze Tupfen, welche teilweise x-förmig ausgeprägt sind. Ausgewachsene Lachse erreichen Körperlängen von 1,5 Meter und Gewichte bis zu 35 Kilogramm.

Die bis ca. 15 - 20 Zentimeter langen Junglachse haben einen dunkel marmorierten Rücken und weisen auf den Seiten eine bräunliche, graugrüne bis silbrige Grundfarbe auf, die durch regelmäßige dunkle Bänder unterbrochen wird. Die Flossen, insbesondere auch die Fettflosse sind gräulich (Hauptunterscheidungsmerkmal zur Forelle!).

Besonders auffällig sind bei jungen Lachsen die relativ großen Brustflossen. Kurz vor der Abwanderung verändert sich das Jugendkleid, wird eintönig dunkelsilbrig und das Schuppenkleid wirkt struppig.

Während der Laichzeit (September bis Februar) färbt sich der Fisch deutlich um. Sein Rücken wird noch dunkler, meist bräunlich, die Zahl der Tupfen nimmt zu, auch zeigt der Fisch dann zahlreiche rötliche Tupfen und Flecken, der Silberglanz weicht einem grauen bis grünlichen Grundton. In bis zu 3 Meter langen Laichgruben werden auf gut überströmten Schotter- und Kiesbänken etwa 8.000 bis 25.000, in seltenen Fällen bis zu 40.000 Eier abgelegt.

Ein geringer Teil der sich entwickelnden männlichen Lachse verbleibt im Süßwasser. Diese „Zwergmännchen“ (etwa 13 - 15 cm) werden schon im ersten Lebensjahr geschlechtsreif. Wissenschaftlich werden sie Precociuos Parr, auch als frühreife Männchen bezeichnet. Vermutlich bilden diese Fische eine Genreserve bei Aufstiegskatastrophen.

Im Elberaum werden diese voll geschlechtsreifen Fische volksmündlich als "Struwitze" bezeichnet. Sie nehmen oft erfolgreich am Laichgeschehen teil und sind genetisch genauso vollwertig wie die großwüchsigen Männchen.

Die Jungfische ernähren sich von Insektenlarven und Insekten, kleinen Krustentieren, Schnecken, Würmern und Fischen. Ausgewachsene Lachse ernähren sich sowohl von Fischen als auch zu einem großen Teil von verschiedensten Krebstieren (Garnelen), dieser Anteil an Krebstieren ist auch verantwortlich für die Rotfärbung des Lachsfleisches.

Weitere Informationen:

Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam Sacrow, Jägerhof am Sacrower See, 14475 Groß Glienicke, Tel: 033201/ 4060.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2013