Details zur Anwendung der Naturschutzfachdaten

Schutzgebiete Naturschutzrecht Brandenburg

Die Schutzgebiete werden unterteilt in Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Großschutzgebiete. Bei letzteren wiederum erfolgt eine Untergliederung in Biosphärenreservate, Naturparke und Nationalpark.  

 

 

Schutzgebiete Natura 2000 (EU)

Zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000 zählen Vogelschutzgebiete (Special Protection Area (SPA)) und Fauna-Flora-Habitate (FFH-Gebiete). Die Daten der Vogelschutzgebiete (SPA) wurden in zwei Genauigkeitsstufen eingebunden: 1:50.000 und 1:10.000.
Der Darstellungsmaßstab wechselt automatisch, wenn der entsprechende Maßstab überschritten wird.

Die Anwendung beinhaltet ebenfalls Verweise auf die FFH-Standarddatenbögen.

Weiterhin sind Geodaten zu Bewirtschaftungserlassen für die FFH-Gebiete im Land Brandenburg zu finden.
 

Schwerpunkträume Maßnahmenumsetzung

Die Schwerpunkträume zur Maßnahmenumsetzung dienen in besonderem Maße der Sicherung bzw. Entwicklung günstiger Erhaltungszustände. Es werden vier Datenbestände dargestellt: FFH-Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, ausgewählte Vogelarten nach Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie für die Brandenburg eine besondere Erhaltungsverantwortung hat und Arten, für die Brandenburg eine besondere internationale Erhaltungsverantwortung trägt.

 

Biotope, geschützte Biotope (§ 30 BNatSchG,, § 18 BbgNatSchAG) und
FFH--Lebensräume

Die Geo- und Sachdaten enthalten die aktuellen Ergebnisse der Biotop- und FFH-Lebensraumtypen (LRT)-Kartierung.

In der Karte werden neben den Biotoptypen auch die FFH-Lebensraumtypen, Biotoptypenklassen und die Ausbildung des Hauptbiotops mit eigener Symbologie dargestellt. Grundlage ist jedoch immer das Biotopkataster.

Der Darstellungsmaßstab ist auf 1:100.000 – 1:5.000 begrenzt.

 

Artendaten

Es werden Artendaten der Artengruppen Amphibien und Reptilien, Insekten, Säugetiere, Vögel und sonstige Weichtiere bezogen auf Messtischblätter (MTB) dargestellt. Hingegen werden Flechten und Armleuchteralgen, Moose und Gefäßpflanzen mit dem Mittelpunkt ihrer jeweiligen Biotopgeometrie in der Anwendung abgebildet.

Der Darstellungsmaßstab zur Flora ist auf 1:100.000 – 1:5.000 begrenzt.

Weiterhin werden die nachgewiesenen Fledermausarten in Brandenburg auf der Basis des Rasters der Topographischen Karte 1:10.000 (MTBQ) dargestellt. Es erfolgt eine Unterteilung nach Winterquartier, Wochenstube, Wochenstubenverdacht und sonstiger Fund. (Quelle: "Landesumweltamt Brandenburg: Natur und Landschaft: Säugetierfauna des Landes Brandenburg, Teil 1: Fledermäuse, Heft 2, 3 2008")
 

Naturräumliche Gliederungen

Die Anwendung beinhaltet zwei Naturräumliche Gliederungen, die für Naturschutzaufgaben eingesetzte Gliederung nach Scholz sowie die Naturräumlichen Regionen des Landschaftsprogramms. Letztere wurden auf der Basis der Naturräumlichen Gliederung nach Scholz entwickelt und werden insbesondere für die Aufgaben aus dem Landschaftsprogramm eingesetzt.

Letzte Aktualisierung: 15.06.2016

Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
Referat N 3 - Grundlagen
Natura 2000
Arten- und Biotopschutz
Doreen Papendick
Tel.: 033201/ 442-226
E-Mail an: Doreen Papendick