Ökologische Moortypen

Moore - Einführung

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Die Einschätzung des ökologischen Moortyps ist anhand der Vegetation relativ einfach möglich. Mit zunehmendem Nährstoffgehalt steigt der Anteil oberirdischer Biomasse. In Armmooren treten überwiegend Moose, Zwergsträucher und Wollgräser auf. In Zwischenmooren treten Klein- und Mittelseggen sowie kleinwüchsige Gefäßpflanzen hinzu. Großseggen und hochwüchsige Gefäßpflanzen finden sich erst in Reichmooren.

Die Mehrzahl der Torfmoose hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im sauren bis schwach-sauren Milieu und wird Richtung alkalischen Verhältnissen von Braunmoosen abgelöst. Allein dadurch ist eine grobe Einschätzung der pH-Verhältnisse anhand der Vegetation möglich.

Erklärung:
oligotroph – nährstoffarm → Armmoor
mesotroph – mäßig nährstoffarm → Zwischenmoor
eutroph – nährstoffreich → Reichmoor

Armmoore treten überwiegend als Sauermoore auf. Reichmoore decken fast den gesamten pH-Wertbereich ab und werden daher nicht entsprechend unterschieden. 
Abgeleitet von der vorherrschenden Vegetation kann man Sauer-Arm- und Sauer-Zwischenmoore als Torfmoosmoore und Basen- und Kalk-Zwischenmoore als Braunmoosmoore zusammenfassen. 
Angesichts der hohen Nährstoffströme in der Landschaft, ist es nicht verwunderlich, dass nährstoffarme Moore, also Arm- und Zwischenmoore, besonders gefährdet sind.

Abbildung 5 gibt darüber Auskunft, wie der Bestand an Arm- und Zwischenmooren für die einzelnen hydrogenetischen Moortypen in Brandenburg im Jahr 2007 war (Landgraf, 2007).

 

Braunmoos-Klein- und Großseggenriede bildeten einst an vielen brandenburgischen Seen Verlandungszonen aus.
Heute sind diese Vegetationsformen, in denen neben Braunmoosen und Seggen u. a. auch einige Orchideen heimisch sind, hierzulande sehr selten geworden.

 

 

 

Literaturliste (Auswahl):

LiteraturBemerkungen
Succow, M. & Joosten, H. (2001):
Landschaftsökologische Moorkunde,
Schweizerbart`sche Verlagsbuchhandlung Stuttgart: 622 S.
Das Standardwerk der Moorkunde,
auch zu diesem Thema
Succow, M. & Jeschke L. (1990):
Moore in der Landschaft,
Verlag Harri Deutsch Thun, Frankfurt (Main): 268 S.
Die Moortypen werden in diesem
Buchleicht verständlich und anschaulich erläutert.
Landgraf, L. (2007): 
Zustand und Zukunft der Arm- und Zwischenmoore in Brandenburg - Bewertung und Bilanz, 
In: Naturschutz & Landschaftspflege 16 (4), 
Landesumweltamt Brandenburg: S. 104-115
Im Text erwähnt
Claus-Peter Hutter (Hrsg.); Alois Kapfer, Peter Poschlod (1997):
Sümpfe und Moore – Biotope erkennen, bestimmen, schützen.
Weitbrecht Verlag, Stuttgart/Wien/Bern.
Anschauliche Erklärungen und Darstellungen
Letzte Aktualisierung: 10.01.2017

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Kontakt

Landesamt für Umwelt
Fachbereich Moorschutz

Referat W 26
- Isabell Hiekel
- Jens Thormann
- Dr. Lukas Landgraf
 
korrespondierender Experte
- Udo List (Referat GR 4)