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Der Klimawandel und Gesundheit

Was ist zu erwarten?

Infektionen und übertragbare Krankheiten

In einem milden Klima können sich bereits vorhandene Krankheitserreger besser ausbreiten, wie zum Beispiel die FSME-Viren, die durch Zecken übertragen werden oder der Eichenprozessionsspinner. Aber auch bisher nicht heimische Erreger können sich in Deutschland ausbreiten. Zum Beispiel die "asiatische Tigermücke", die das Dengue-Fieber überträgt. Bei warmen Temperaturen verderben außerdem Lebensmittel schneller, was zu vermehrten Magen-Darm-Infektionen führen kann.

Nicht übertragbare Krankheiten und Allergien

Folgen von Hitzewellen (wie z. B. im Sommer 2003) sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen, Atemwegsprobleme, Stoffwechselstörungen und Herzinfarkte. In Binnenseen bilden sich durch mildere Temperaturen vermehrt Blaualgen. Die giftige Blüte kann durch Kontakt zu Haut-, Magen- und Darmirritationen und sogar Leberschäden führen. Aufgrund von veränderter Verteilung der Pollen kann es auch zu vermehrten allergischen Erkrankungen kommen (z.B. durch Ambrosia). Durch bodennahes Ozon während sommerlicher Hochdrucks-Wetterlagen können auch Atemwebeschwerden auftreten. Das Hautkrebsrisiko ist ebenfalls erhöht durch die verstärkte Sonneneinstrahlung.

Verletzungen durch Wetterextreme

Durch Starkniederschläge, Hochwasser oder Stürme können Menschen sich nicht nur verletzen sondern auch sterben.

Weitere Informationen sind im Sachstandsbericht des Robert-Koch-Instituts zu finden.


("Dem Klimawandel begegnen", S.23-25)

Wie kann man damit umgehen?

Zum einen sind Forschungsinstitutionen gefragt, nach Behandlungen für infizierte Menschen und gegebenenfalls Impfstoffe zu forschen.

Bei nicht übertragbaren Krankheiten ist nicht nur der Klimawandel eine Ursache, sondern auch die allgemeine Lebensweise, also die Ernährung, Bewegungsgewohnheiten, Alkohol- und Tabakkonsum.

Ansprechpartner und weitere Informationen

Der Deutsche Wetterdienst informiert über bevorstehende Hitzeperioden. Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen können sich unter www.dwd.de/gesundheit  für den Newsletter Hitzewarnungen anmelden.

 

INKA BB (Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin) befasst sich im Teilprojekt 5 mit einem Interventionssystem für Gesundheitsvorsorge und Krankheitsmanagement

Letzte Aktualisierung: 02.02.2018

Übersicht


Weitere Informationen


Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Technischer Umweltschutz 1
Referat T 14 - Klimaschutz,
Luftqualität, Nachhaltigkeit
Carsten Linke
Tel.: 033201/ 442-322
E-Mail: Carsten Linke