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Wolfstotfunde im Land Brandenburg

Wolfstotfund (Rüde) in Welzow (Foto: Landesamt für Umwelt Brandenburg)Wolfstotfund (Rüde) in Welzow Foto: Landesamt für Umwelt Brandenburg

Im Managementplan für den Wolf in Brandenburg wurde das Landesamt für Umwelt (LfU) als zuständige Fachbehörde für tote oder verletzte Wölfe benannt, das nach der Meldung von Totfunden die Bergung und alle weiteren erforderlichen Schritte veranlasst.

Verletzte Tiere werden vor Ort von einem qualifizierten Tierarzt untersucht, nach ambulanter und gegebenenfalls kurzer stationärer Behandlung freigelassen oder eingeschläfert. Auf Grund des Tierschutzgesetzes bleibt die Tötung eines verletzten oder kranken Wolfes, unabhängig vom Schweregrad seiner Verletzung oder Krankheit, immer einem Tierarzt vorbehalten.  Vor dem Hintergrund des Stellenwertes des Artenschutzes und der Bedeutung von einzelnen Wölfen für die Population, wird bei der Einschätzung der Heilungschancen ein großzügiger Maßstab angelegt. So zeigen zahlreiche Beobachtungen der letzten Jahre, dass auch behinderte Wölfe problemlos in der Natur zurechtkommen und erfolgreich Nachwuchs aufziehen.

Tot aufgefundene Wölfe werden zu einer veterinär-pathologischen Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin übergeben und anschließend der Wirbeltiersammlung des Naturkundemuseums Potsdam zugeführt.

Die seit Unterschutzstellung des Wolfes im Jahr 1990 erhobenen Daten aus dem Land Brandenburg bilden nur Zufallsfunde ab, weshalb mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen ist.

Trotz des strengen nationalen und internationalen Schutzstatus des Wolfes stellen mit rund 14 Prozent der gesamten Totfunde illegale Beseitigungen ein ernst zu nehmendes Problem dar.

In Deutschland verbietet insbesondere das Bundesnaturschutzgesetz jedes Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Wölfen. Verstöße können mit Geldbußen von 10.000 bis 50.000 € belegt werden, schwere Fälle werden vom Gesetzgeber als Straftatbestand gewertet und mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet.


Zentrale Schadenshotline

Zentrale Schadenshotline für Tierhalter bei Übergriffen durch den Wolf:
Telefon: 0172/ 5641700

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
Referat N3
Grundlagen Natura 2000,Arten- u. Biotopschutz
Jens Teubner
Naturschutzstation Zippelsförde
Rägelsdorf 9
16827 Zippelsförde
Tel.: 033933/ 70816
E-Mail an: Jens Teubner