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Deichbaumaterialien

Die Auswahl der Deichbaumaterialien und deren Abstimmung untereinander sind entscheidend für die Standsicherheit der Deiche.

Die Materialien sind so auszuwählen, dass einerseits eine ausreichende Entwässerung der Deiche gesichert ist, und andererseits eine Kontakterosion zwischen Altdeich und der neuen Anschüttung verhindert wird. >Bodenmechanische Untersuchungen zeigen, dass hierzu die Durchlässigkeit des als Stützkörper verwendeten Materials größer als die des Altdeiches sein muss. Die Kiese für die Entwässerungsprismen müssen noch größere Durchlässigkeiten besitzen. Da bei Kiesen mit solch hohen Durchlässigkeiten die Sicherheit gegen Kontakterosion zum Altdeich nicht mehr gegeben ist, muss darauf geachtet werden, dass der direkte Kontakt des Filterkieses zum Altdeich vermieden wird. Aus Baugrunderkundungen wird die durchschnittliche Korngrößenverteilung der Altdeiche abgeleitet. Sie variiert von plastischen Tonen über schluffige Sande bis hin zu eng abgestuften Sanden. Aus den oben angesprochenen bodenmechanischen Untersuchungen ergeben sich daraus die in der folgenden Abbildung dargestellten Kornverteilungsbänder für Stützkörper und Filterkiese als einheitliche Festlegung der zulässigen Bereiche für die Baumaterialien der Deichsanierung.

Zur Sicherung der Qualität auf den Baustellen des Landesamtes für Umwelt sind durch die Prüfstelle Wasserbau die Qualitätsparameter der zu verwendenden Materialien für die Verstärkung und Erhöhung der Deiche festgeschrieben sowie die Einbaubedingungen (Prüfarten und Prüfumfang) für die einzelnen Elemente und Einbauorte festgelegt. Die Grundlage bildet dafür die DIN 19712:2013 und die ZTV-W LB 205 (E 2014)

Bei jedem neuen Deichbauvorhaben ist ein Baugrundgutachten zu erstellen. Die Auswahl und Festlegung der Deichbaumaterialien erfolgt dann auf Basis der örtlichen Gegebenheiten unter Beachtung der oben genannten Grundlagen.

Letzte Aktualisierung: 26.03.2019

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Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Wasserwirtschaft 2
Referat W 21 - Hochwasserschutz,
Investiver Wasserbau
Marco Oelze
Tel.: 033201/ 442-276
E-Mail an: Marco Oelze