23.12.2020

| W-012

Feststellung des Unterbleibens einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das Vorhaben „Ökologische Aufwertung eines Abschnittes der Dranse zwischen Osteroder und Gernroder Straße- Dranse 1“in der Gemeinde Panketal

Bekanntmachung des Landesamtes für Umwelt

vom 22. Dezember 2020

Der Wasser- und Bodenverband „Finowfließ“ hat für die ökologische Aufwertung eines Abschnittes der Dranse zwischen Osteroder und Gernroder Straße im Landkreis Barnim, Gemeinde Panketal, Gemarkung Zepernick, Flur 4, die Plangenehmigung nach § 68 des Wasserhaushaltsgesetzes beantragt.

Das Vorhaben beinhaltet die Renaturierung eines 285 Meter langen Abschnitts der Dranse zwischen Osteroder und Gernroder Straße. Vorgesehen ist die Herstellung einer Sekundäraue zur Erhöhung der Strukturvielfalt des Dranseabschnittes und die Schaffung von Möglichkeiten der Initiierung von eigendynamischen Prozessen im Gewässer. Die geplanten Arbeiten beinhalten die Errichtung einer temporären Baustraße, den Bodenabtrag in der Fläche, die Herstellung eines neuen Gewässerverlaufs mit geschwungener Trassenführung und eine naturnahe Geländemodellierung sowie das Einbringen von Struktur- und Gestaltungselementen wie Totholz und Staudenpflanzungen.

Das Vorhaben dient der Umsetzung einer Maßnahmenplanung des Gewässerentwicklungskonzeptes „Panke“.

Nach den §§ 5, 7 ff. des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in Verbindung mit der Nummer 13.18.2 der Anlage 1 zum UVPG war für das beantragte Vorhaben eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalles durchzuführen.

Im Ergebnis dieser Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das oben genannte Vorhaben keine UVP-Pflicht besteht.

Diese Feststellung beruht auf den folgenden wesentlichen Gründen:

Mit der Wiederherstellung einer naturnahen Sekundäraue und der Etablierung einer typspezifischen Gewässermorphologie werden wasserwirtschaftliche Ziele sowie Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege verfolgt. Mit dem Vorhaben sind positive Wirkungen auf die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes verbunden. Die mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe sind nicht erheblich. Baubedingte Eingriffe in den Boden werden durch das Vorhaben selbst kompensiert, baubedingte Eingriffe in Bodendenkmale durch bauvorbereitende Prospektionen vermindert. Der dauerhafte Verlust von drei Bäumen und zwei Großsträuchern kann durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen werden und stellt keinen erheblichen Eingriff nach dem Bundesnaturschutzgesetz dar. Unter Berücksichtigung der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien wird festgestellt, dass von dem Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind.

Diese Feststellung ist nicht selbständig anfechtbar.

Im Internet ist diese Bekanntmachung auf folgender Seite abrufbar: lfu.brandenburg.de/info/owb

Rechtsgrundlagen

Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz – WHG) vom 31.Juli 2009 (BGBl. I S. 2585), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19.Juni 2020 (BGBl. I S. 1408) geändert worden ist.

Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), das zuletzt durch Artikel 117 der Verordnung vom 19.Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden ist.

Landesamt für Umwelt

Abteilung W1 (Wasserwirtschaft 1)

Referat W11 (Obere Wasserbehörde)

 

 

Ident-Nr
W-012
Datum
23.12.2020
Rubrik
Entscheidungen über die Erforderlichkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung (W11)
Verantwortlich
Katja Gäbler , katja.gaebler@­lfu.brandenburg.de
Ident-Nr
W-012
Datum
23.12.2020
Rubrik
Entscheidungen über die Erforderlichkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung (W11)
Verantwortlich
Katja Gäbler , katja.gaebler@­lfu.brandenburg.de