Wolfstotfunde

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Der Wolf ist zahlreichen Gefährdungen insbesondere durch Straßenverkehr und illegale Tötungen ausgesetzt.

Als Schwerpunktraum für Verkehrsopfer kristallisiert sich der Abschnitt vom Autobahnkreuz Potsdam bis zur Abfahrt Ferch auf der Autobahn (A10) heraus.

In Deutschland verbietet insbesondere das Bundesnaturschutzgesetz jedes Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Wölfen. Verstöße können mit Geldbußen von 10.000 bis 50.000 Euro belegt werden. Schwere Fälle werden vom Gesetzgeber als Straftatbestand gewertet und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet. Trotz des strengen nationalen und internationalen Schutzstatus des Wolfes stellen geschossene Tiere im Land Brandenburg mit rund 12 Prozent der gesamten Totfunde ein ernst zu nehmendes Problem dar.

Tot aufgefundene Wölfe werden zu einer veterinär-pathologischen Untersuchung an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin übergeben und anschließend der Wirbeltiersammlung des Naturkundemuseums Potsdam zugeführt.

Landesamt für Umwelt als zuständige Fachbehörde

Im Managementplan für den Wolf in Brandenburg wurde das Landesamt für Umwelt (LfU) als zuständige Fachbehörde für tote oder verletzte Wölfe benannt. Das Landesamt für Umwelt veranlasst nach der Meldung von Totfunden die Bergung und alle weiteren erforderlichen Schritte.

Verletzte Tiere werden vor Ort von einem qualifizierten Tierarzt untersucht, nach ambulanter und gegebenenfalls kurzer stationärer Behandlung freigelassen oder eingeschläfert. Auf Grund des Tierschutzgesetzes bleibt die Tötung eines verletzten oder kranken Wolfes, unabhängig vom Schweregrad seiner Verletzung oder Krankheit, immer einem Tierarzt vorbehalten. Vor dem Hintergrund des Stellenwertes des Artenschutzes und der Bedeutung von einzelnen Wölfen für die Population, wird bei der Einschätzung der Heilungschancen ein großzügiger Maßstab angelegt. So zeigen zahlreiche Beobachtungen der letzten Jahre, dass auch behinderte Wölfe problemlos in der Natur zurechtkommen und erfolgreich Nachwuchs aufziehen.

Übersicht zu Wolfstotfunden von 1990 bis heute

Nachfolgend findet sich eine Übersicht der Wolfstotfunde bezogen auf das jeweilige Jahr (hier abweichend vom sonst üblichen Wolfsjahr). Die seit Unterschutzstellung des Wolfes im Jahr 1990 erhobenen Daten aus dem Land Brandenburg bilden jedoch nur Zufallsfunde ab, weshalb mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen ist.

Jahr Gesamt Verkehr Geschossen Sonstige Todesursache Todesursache unbekannt
1990 0 0 0 0 0
1991 4 1 3 0 0
1992 0 0 0 0 0
1993 1 1 0 0 0
1994 1 0 1 0 0
1995-2005 0 0 0 0 0
2006 1 1 0 0 0
2007 1 0 1 0 0
2008 0 0 0 0 0
2009 0 0 0 0 0
2010 2 1 0 1 0
2011 5 5 0 0 0
2012 6 5 0 1 0
2013 7 4 0 3 0
2014 11 7 3 1 0
2015 9 8 1 0 0
2016 19 15 2 1 1
2017 17 9 2 1 1
2018 30 26 3 1 0
2019 38 30 4 2 2
2020 34 31 2 1 0

Karte der Wolfstotfunde

Der Wolf ist zahlreichen Gefährdungen insbesondere durch Straßenverkehr und illegale Tötungen ausgesetzt.

Als Schwerpunktraum für Verkehrsopfer kristallisiert sich der Abschnitt vom Autobahnkreuz Potsdam bis zur Abfahrt Ferch auf der Autobahn (A10) heraus.

In Deutschland verbietet insbesondere das Bundesnaturschutzgesetz jedes Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Wölfen. Verstöße können mit Geldbußen von 10.000 bis 50.000 Euro belegt werden. Schwere Fälle werden vom Gesetzgeber als Straftatbestand gewertet und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet. Trotz des strengen nationalen und internationalen Schutzstatus des Wolfes stellen geschossene Tiere im Land Brandenburg mit rund 12 Prozent der gesamten Totfunde ein ernst zu nehmendes Problem dar.

Tot aufgefundene Wölfe werden zu einer veterinär-pathologischen Untersuchung an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin übergeben und anschließend der Wirbeltiersammlung des Naturkundemuseums Potsdam zugeführt.

Landesamt für Umwelt als zuständige Fachbehörde

Im Managementplan für den Wolf in Brandenburg wurde das Landesamt für Umwelt (LfU) als zuständige Fachbehörde für tote oder verletzte Wölfe benannt. Das Landesamt für Umwelt veranlasst nach der Meldung von Totfunden die Bergung und alle weiteren erforderlichen Schritte.

Verletzte Tiere werden vor Ort von einem qualifizierten Tierarzt untersucht, nach ambulanter und gegebenenfalls kurzer stationärer Behandlung freigelassen oder eingeschläfert. Auf Grund des Tierschutzgesetzes bleibt die Tötung eines verletzten oder kranken Wolfes, unabhängig vom Schweregrad seiner Verletzung oder Krankheit, immer einem Tierarzt vorbehalten. Vor dem Hintergrund des Stellenwertes des Artenschutzes und der Bedeutung von einzelnen Wölfen für die Population, wird bei der Einschätzung der Heilungschancen ein großzügiger Maßstab angelegt. So zeigen zahlreiche Beobachtungen der letzten Jahre, dass auch behinderte Wölfe problemlos in der Natur zurechtkommen und erfolgreich Nachwuchs aufziehen.

Übersicht zu Wolfstotfunden von 1990 bis heute

Nachfolgend findet sich eine Übersicht der Wolfstotfunde bezogen auf das jeweilige Jahr (hier abweichend vom sonst üblichen Wolfsjahr). Die seit Unterschutzstellung des Wolfes im Jahr 1990 erhobenen Daten aus dem Land Brandenburg bilden jedoch nur Zufallsfunde ab, weshalb mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen ist.

Jahr Gesamt Verkehr Geschossen Sonstige Todesursache Todesursache unbekannt
1990 0 0 0 0 0
1991 4 1 3 0 0
1992 0 0 0 0 0
1993 1 1 0 0 0
1994 1 0 1 0 0
1995-2005 0 0 0 0 0
2006 1 1 0 0 0
2007 1 0 1 0 0
2008 0 0 0 0 0
2009 0 0 0 0 0
2010 2 1 0 1 0
2011 5 5 0 0 0
2012 6 5 0 1 0
2013 7 4 0 3 0
2014 11 7 3 1 0
2015 9 8 1 0 0
2016 19 15 2 1 1
2017 17 9 2 1 1
2018 30 26 3 1 0
2019 38 30 4 2 2
2020 34 31 2 1 0

Karte der Wolfstotfunde

Weiterführende Informationen

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