Mehr Wissen für mehr Schutz: Neue Tafeln im Naturschutzgebiet „Pätzer Hintersee“ aufgestellt
- Erschienen am - PresemitteilungMehr Wissen sorgt für mehr Schutz: Im Naturschutzgebiet „Pätzer Hintersee“ wurden drei neue Informationstafeln aufgestellt, die Besucherinnen und Besucher über die empfindliche Flora und Fauna sowie die Bedeutung des europäischen FFH-Netzwerks (Fauna-Flora-Habitat) aufklären. Ziel ist es, durch verständliche Hintergrundinformationen und klare Verhaltenshinweise das Naturerlebnis mit dem Schutz der einzigartigen Heidelandschaft im Naturpark Dahme-Heideseen in Einklang zu bringen.
Naturschutzgebiete (NSG) bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – und sind zugleich beliebte Ziele für Erholungssuchende. Damit dieses Naturerlebnis nicht zulasten der empfindlichen Flora und Fauna geht, gelten in Naturschutzgebieten besondere Verhaltensregeln.
Im Naturschutzgebiet „Pätzer Hintersee“ informieren nun drei neue Informationstafeln ausführlich über die Besonderheiten des Gebietes. Neben den bekannten gelben NSG-Schildern mit der schwarzen Waldohreule informieren jetzt die neuen Infotafeln detaillierter über das Schutzgebiet. Neben seinem Status als Naturschutzgebiet ist das Gebiet zugleich Teil des europäischen FFH-Netzwerks und damit von besonderer Bedeutung für den Schutz seltener Lebensräume und Arten.
Der rund 17 Kilometer lange Wanderweg erschließt das NSG „Pätzer Hintersee“ als eine der landschaftlich reizvollsten Regionen im Naturpark Dahme-Heideseen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Wege verlassen oder Flächen mit Fahrzeugen befahren werden. Häufig fehlt es an verständlichen Informationen darüber, warum diese Regeln wichtig sind.
Verhaltensregeln verständlich erklärt
Die neuen Infotafeln beschreiben den Wert des NSG und machen – mit Piktogrammen und textlicher Begründung – auf konkrete Verhaltensregeln aufmerksam:
- Auf den Wegen bleiben – Viele Tiere reagieren sehr sensibel auf Störungen. Schon wenige Schritte ins Gelände können Brutplätze oder Rückzugsräume beeinträchtigen.
- Rücksicht auf Tiere nehmen – Lärm und Annäherung vermeiden, besonders an Ufer- und Moorbereichen.
- Pflanzen stehen lassen – Seltene Arten sind geschützt und erholen sich nur langsam.
- Müll wieder mitnehmen – Damit die Natur für alle unberührt bleibt.
- Angeln nur vom Boot aus und nur in bestimmten Bereichen – Uferzonen sind besonders störanfällig.
- Baden nur an der öffentlichen Badestelle – Zum Schutz der Ufervegetation und der Tierwelt.
Um Besuchende für den Wert besonderer Naturräume zu sensibilisieren, reicht ein einfaches NSG-Schild oft nicht aus. Die Infotafeln erläutern die Besonderheiten des Schutzgebiets und machen verständlich, warum bestimmte Verhaltensregeln gelten. Wenn erklärt wird, warum Regeln wichtig sind, können naturbewusste Besucherinnen und Besucher dieses Wissen auch leichter an andere weitergeben. Die neuen Tafeln erläutern den ökologischen Wert des Gebietes und geben klare Hinweise zum richtigen Verhalten im Schutzgebiet. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und zum Schutz dieses einzigartigen Naturraums.
Hintergrund
Das Naturschutzgebiet Pätzer Hintersee ist ein offiziell ausgewiesenes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) im Herzen des Naturparks Dahme-Heideseen. Es gehört zu einem Netzwerk von insgesamt 29 FFH-Gebieten sowie einem Vogelschutzgebiet, die gemeinsam das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 bilden und sich über rund 10.000 Hektar erstrecken. Diese Flächen bewahren wertvolle Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten in einer Landschaft, die durch Wälder, Seen und Moore geprägt ist. Viele dieser Gebiete, darunter der Pätzer Hintersee, sind bereits als Naturschutzgebiete klassifiziert; für sie wurden zwischen 2018 und 2021 spezifische Managementpläne erstellt, um durch gezielte Pflegepläne sowohl den Artenschutz als auch eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten. Die neuen Informationstafeln vor Ort tragen dazu bei, Besucherinnen und Besucher über die besondere ökologische Bedeutung dieses sensiblen Ökosystems aufzuklären und somit den Schutzgedanken von Natura 2000 direkt vor Ort zu
