Wildkatzen-Workshop für Bildungsträger am 24. Februar in der Naturparkverwaltung Prieros
Gemeinsame Veranstaltung der Naturparkverwaltung und der BUNDjugend
- Erschienen am - PresemitteilungMit großer Wahrscheinlichkeit schleichen Wildkatzen durch die Wälder des Naturparks Dahme-Heideseen. Naturparkverwaltung und Naturwacht engagieren sich seit einigen Jahren im Wildkatzen-Monitoring, um ein Vorkommen nachzuweisen. In dem Workshop am 24. Februar erhalten interessierte Bildungsträger Ideen und Möglichkeiten, diese spannende Art in ihre Bildungsarbeit zu integrieren und vielleicht einen Beitrag zur Erforschung der Wildkatze in Brandenburg zu leisten.
Mit viel Ausdauer und großem Interesse beteiligen sich Naturparkverwaltung, Naturwacht und weitere Partner am Wildkatzen-Monitoring des Landesamtes für Umwelt Brandenburg. Ziel ist es, ein Vorkommen dieser Art auch im Naturpark Dahme-Heideseen nachzuweisen. Die Wildkatze wandert derzeit von Westen kommend nach Brandenburg ein. Sie wurde unter anderem jüngst im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg nachgewiesen. Ein solcher Nachweis steht im Naturpark Dahme-Heideseen noch aus, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die Wildkatze bereits vorsichtig und auf leisen Pfoten durch die Wälder des Naturparks schleicht.
Um diesen Nachweis zu erbringen und um weitere Menschen für das Wildkatzen-Monitoring zu gewinnen, bietet die Naturparkverwaltung einen Wildkatzen-Workshop gemeinsam mit der BUNDjugend in Prieros an. Der Tagesworkshop basiert auf den Erfahrungen des BUND-Projektes „Wildkatzenwälder von morgen“ und nutzt dessen Materialien, wie den Wildkatzen-Rucksack. Die Teilnehmenden erhalten eine Einweisung in die Ausleihe und Nachbestellung der Materialien sowie eine Handreichung zur Evaluation der Ergebnisse, um selbstständig am Monitoring teilnehmen zu können. Zuvor werden wildtierbiologische Grundlagen vermittelt und spannende Einblicke in die Lebensweise der Europäischen Wildkatze gegeben. Ziel ist es, Erfahrungen und Methoden zu vermitteln, um das Thema „Wildkatze in Brandenburg“ in die eigene Bildungsarbeit integrieren zu können. Gleichzeitig soll auf den neuen Mitbewohner aufmerksam gemacht werden.
Der Workshop findet im Versammlungsraum der Naturparkverwaltung statt und geht von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr.
Zielgruppe sind Ehrenamtliche im Bereich Umweltbildung, Personen mit Erfahrungen mit Kinder- und Jugendgruppen, Erzieher und Erzieherinnen und Lehrkräfte mit Interesse an der Dokumentation der Einwanderung der Wildkatze nach Brandenburg und Bereitschaft für ein längerfristiges Engagement. Die maximale Teilnehmendenzahl ist auf 20 beschränkt. Interessierte melden sich bis 16. Februar unter Astrid.Osenbrueck@LfU.Brandenburg.de an.
Hintergrund
Die Wildkatze wurde auf dem Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg infolge direkter Verfolgung durch den Menschen vermutlich Ende des 18. beziehungsweise Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet, obwohl noch ausreichend Lebensraum und günstige Lebensbedingungen vorhanden waren.
Dank des durch das Landesamt für Umwelt koordinierten und mit verschiedenen Partnern fortgesetzten Monitorings im Jahr 2025 steht nun fest: die Wildkatze hat sich im Land Brandenburg auf natürlichem Wege wieder fest etabliert. Sie hat inzwischen stabile Vorkommen im Hohen und Niederen Fläming, in der Schorfheide und in der Ruppiner Schweiz. Erstmalig konnten 2025 auch im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, im Bereich des Unterspreewalds und im Naturpark Schlaubetal genetische Nachweise erbracht werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Wildkatze weiterhin im Land Brandenburg ausbreitet.
