Altlastensituation in Brandenburg

Farbbalken Boden

Im landesweiten Altlastenkataster (ALKATonline)  sind mit Stand Juni 2020 rund 29.800 Flächen erfasst.

16 Prozent dieser Flächen sind mittlerweile saniert. Bei 68 Prozent der Flächen ist die Gefahrenermittlung beziehungsweise Bearbeitung und Sanierung noch nicht abgeschlossen.

Auf 16 Prozent der Flächen hat sich der Anfangsverdacht nicht bestätigt und sie wurden archiviert.

Die statistischen Angaben zu den einzelnen Flächen unterliegen einer laufenden Dynamik und Anpassung. Sie dokumentieren immer nur den jeweiligen Redaktionsstand. Somit kann sich auch die Gesamtzahl der erfassten Altlasten durch neue Erkenntnisse (zum Beispiel durch Auffinden von noch nicht erfassten Altablagerungen im Rahmen von Baumaßnahmen oder Teilung von großen Betriebsgrundstücken in mehrere altlastverdächtige Flächen) erhöhen.

Im landesweiten Altlastenkataster (ALKATonline)  sind mit Stand Juni 2020 rund 29.800 Flächen erfasst.

16 Prozent dieser Flächen sind mittlerweile saniert. Bei 68 Prozent der Flächen ist die Gefahrenermittlung beziehungsweise Bearbeitung und Sanierung noch nicht abgeschlossen.

Auf 16 Prozent der Flächen hat sich der Anfangsverdacht nicht bestätigt und sie wurden archiviert.

Die statistischen Angaben zu den einzelnen Flächen unterliegen einer laufenden Dynamik und Anpassung. Sie dokumentieren immer nur den jeweiligen Redaktionsstand. Somit kann sich auch die Gesamtzahl der erfassten Altlasten durch neue Erkenntnisse (zum Beispiel durch Auffinden von noch nicht erfassten Altablagerungen im Rahmen von Baumaßnahmen oder Teilung von großen Betriebsgrundstücken in mehrere altlastverdächtige Flächen) erhöhen.

In einem Tortendiagramm ist die Verteilung der Flächen in 18.820 Verdachtsflächen, 1.406 Altlasten, 4.706 sanierte und 4868 archivierte Flächen dargestellt.
Altlastensituation im Land Brandenburg, Juni 2020 © Landesamt für Umwelt
In einem Tortendiagramm ist die Verteilung der Flächen in 18.820 Verdachtsflächen, 1.406 Altlasten, 4.706 sanierte und 4868 archivierte Flächen dargestellt.
Altlastensituation im Land Brandenburg, Juni 2020 © Landesamt für Umwelt
  • Entwicklung der Erfassung

    In Brandenburg führen seit 1992 die unteren Bodenschutzbehörden der 14 Landkreise und 4 kreisfreien Städte Erhebungen über altlastverdächtige Flächen und Altlasten durch. Die dabei gewonnenen Daten werden im zentralen Altlastenkataster landesweit einheitlich gespeichert. Die bereits vor 1990 in der DDR ermittelten Flächen wurden übernommen.

    Für die Flächen, die unter Bergrecht stehen, übernimmt das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe die Aufgabe der Erfassung.

    Die systematische Erfassung der Altlasten im Land Brandenburg wurde durch folgende Projekte maßgeblich unterstützt:

    • Landesweite systematische Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten von 1992 bis 1995
    • Erhebungen des Bundes im Rahmen des Abzuges der russischen Truppen aus Brandenburg ab 1993
    • Erhebungen zu Rüstungsaltlasten von 1991 bis 1995

    In den letzten Jahren ist die geringe Zunahme der Verdachtsflächen größtenteils auf die Teilung von großen Betriebsgrundstücken in einzelne Verdachtsflächen zurückzuführen.

    Seit der Einführung der zentralen webbasierten Erfassung mittels ALKATonline im Dezember 2016 fließen auch die Daten zu archivierten Flächen - bei denen sich der Altlastenverdacht nicht bestätigt hat - in die Statistik ein.

    In Brandenburg führen seit 1992 die unteren Bodenschutzbehörden der 14 Landkreise und 4 kreisfreien Städte Erhebungen über altlastverdächtige Flächen und Altlasten durch. Die dabei gewonnenen Daten werden im zentralen Altlastenkataster landesweit einheitlich gespeichert. Die bereits vor 1990 in der DDR ermittelten Flächen wurden übernommen.

    Für die Flächen, die unter Bergrecht stehen, übernimmt das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe die Aufgabe der Erfassung.

    Die systematische Erfassung der Altlasten im Land Brandenburg wurde durch folgende Projekte maßgeblich unterstützt:

    • Landesweite systematische Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten von 1992 bis 1995
    • Erhebungen des Bundes im Rahmen des Abzuges der russischen Truppen aus Brandenburg ab 1993
    • Erhebungen zu Rüstungsaltlasten von 1991 bis 1995

    In den letzten Jahren ist die geringe Zunahme der Verdachtsflächen größtenteils auf die Teilung von großen Betriebsgrundstücken in einzelne Verdachtsflächen zurückzuführen.

    Seit der Einführung der zentralen webbasierten Erfassung mittels ALKATonline im Dezember 2016 fließen auch die Daten zu archivierten Flächen - bei denen sich der Altlastenverdacht nicht bestätigt hat - in die Statistik ein.

    In einem Diagramm ist die Entwicklung der Erfassung der Altlasten von 1990 bis 2020 dargestellt. Die graue Fläche bezeichnet die Anzahl der Flächen, die sich noch in Bearbeitung befinden. Die hellblaue Fläche beschreibt die sanierten Flächen und die grüne die seit 2016 archivierten Flächen.
    Entwicklung der Altlastenerfassung von 1990 bis 2020 © Landesamt für Umwelt
    In einem Diagramm ist die Entwicklung der Erfassung der Altlasten von 1990 bis 2020 dargestellt. Die graue Fläche bezeichnet die Anzahl der Flächen, die sich noch in Bearbeitung befinden. Die hellblaue Fläche beschreibt die sanierten Flächen und die grüne die seit 2016 archivierten Flächen.
    Entwicklung der Altlastenerfassung von 1990 bis 2020 © Landesamt für Umwelt
  • Verursacher
    In einem weitläufigen baumbestandenen Gebiet stehen alte Kasernen.
    © Corinna Masuch/Landesamt für Umwelt

    Bei den Verursachern von Altlasten kann im Wesentlichen zwischen ziviler und militärischer Vornutzung unterschieden werden.

    Die Schäden aus militärischer Nutzung wurden größtenteils durch die Westgruppen der sowjetischen Truppen (WGT) verursacht. Etwa 50 Prozent der Flächen - die ehemals in Ostdeutschland durch die WGT genutzt wurden – liegen im Land Brandenburg (ungefähr 120.000 Hektar). Daneben waren Schäden auf ehemaligen Flächen der Nationalen Volksarmee und Standorten der chemischen Rüstungsproduktion (vor 1945) zu verzeichnen.

    Typische Altlasten aus ehemaliger militärischer Nutzung sind beispielsweise Munitionszerlegestellen, Werkstätten, Tankanlagen und Chemische Reinigungen.

    Schäden aus ziviler Nutzung sind durch die Vielzahl von Altablagerungen, Deponien und Altstandorten von Industrie, Handwerk und Landwirtschaft entstanden.

    Beispiele für Altlasten aus ehemaliger ziviler Nutzung sind:

    Industrielle Nutzung:

    • Gaswerke
    • Stahlwerke
    • Chemische Fabriken
    • Tankstellen
    • Tanklager

    Gewerbliche Nutzung:

    • Werkstätten
    • Chemische Reinigungen
    • Gerbereien
    • Galvanikbetriebe

    Landwirtschaftliche Nutzung:

    • Reparaturwerkstätten
    • Agrochemische Zentren
    • Tankstellen

    Kommunale Nutzung:

    • Deponien
    • Altablagerungen
    In einem weitläufigen baumbestandenen Gebiet stehen alte Kasernen.
    © Corinna Masuch/Landesamt für Umwelt

    Bei den Verursachern von Altlasten kann im Wesentlichen zwischen ziviler und militärischer Vornutzung unterschieden werden.

    Die Schäden aus militärischer Nutzung wurden größtenteils durch die Westgruppen der sowjetischen Truppen (WGT) verursacht. Etwa 50 Prozent der Flächen - die ehemals in Ostdeutschland durch die WGT genutzt wurden – liegen im Land Brandenburg (ungefähr 120.000 Hektar). Daneben waren Schäden auf ehemaligen Flächen der Nationalen Volksarmee und Standorten der chemischen Rüstungsproduktion (vor 1945) zu verzeichnen.

    Typische Altlasten aus ehemaliger militärischer Nutzung sind beispielsweise Munitionszerlegestellen, Werkstätten, Tankanlagen und Chemische Reinigungen.

    Schäden aus ziviler Nutzung sind durch die Vielzahl von Altablagerungen, Deponien und Altstandorten von Industrie, Handwerk und Landwirtschaft entstanden.

    Beispiele für Altlasten aus ehemaliger ziviler Nutzung sind:

    Industrielle Nutzung:

    • Gaswerke
    • Stahlwerke
    • Chemische Fabriken
    • Tankstellen
    • Tanklager

    Gewerbliche Nutzung:

    • Werkstätten
    • Chemische Reinigungen
    • Gerbereien
    • Galvanikbetriebe

    Landwirtschaftliche Nutzung:

    • Reparaturwerkstätten
    • Agrochemische Zentren
    • Tankstellen

    Kommunale Nutzung:

    • Deponien
    • Altablagerungen
  • Bundesweite Altlastenstatistik

    Der Ständige Ausschuss „Altlasten“ (ALA) der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) veröffentlicht jährlich die „Bundesweiten Kennzahlen zur Altlastenstatistik“. Die Kennzahlen für Brandenburg sind in der Grafik dargestellt. Dabei handelt es sich nur um Altlasten, altlastverdächtige und sanierte Flächen. Stofflich schädliche Bodenveränderungen werden hier nicht berücksichtigt.

    Der Ständige Ausschuss „Altlasten“ (ALA) der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) veröffentlicht jährlich die „Bundesweiten Kennzahlen zur Altlastenstatistik“. Die Kennzahlen für Brandenburg sind in der Grafik dargestellt. Dabei handelt es sich nur um Altlasten, altlastverdächtige und sanierte Flächen. Stofflich schädliche Bodenveränderungen werden hier nicht berücksichtigt.

    In einer Grafik ist eine Übersicht über den Bearbeitungsstand von Altlasten dargestellt. Bei rund 16.000 Flächen ist die Erfassung und Erstbewertung abgeschlossen. Für rund 3.500 Flächen sind orientierende Untersuchungen beziehungsweise Detailuntersuchungen abgeschlossen. Rund 10.000 Flächen wurden bisher saniert beziehungsweisearchiviert.
    Stand der Altlastenerfassung im Land Brandenburg, Juni 2020 © Landesamt für Umwelt
    In einer Grafik ist eine Übersicht über den Bearbeitungsstand von Altlasten dargestellt. Bei rund 16.000 Flächen ist die Erfassung und Erstbewertung abgeschlossen. Für rund 3.500 Flächen sind orientierende Untersuchungen beziehungsweise Detailuntersuchungen abgeschlossen. Rund 10.000 Flächen wurden bisher saniert beziehungsweisearchiviert.
    Stand der Altlastenerfassung im Land Brandenburg, Juni 2020 © Landesamt für Umwelt