Rhinspeicher

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© Landesamt für Umwelt

Lage und Beschreibung

Das Rhinspeichersystem besteht aus mehreren verbundenen Seen. Diese Seenkette bilden der Ruppiner See (Stauhaltung Altfriesack) sowie der Molchow-, der Teetzen, der Zermützel- und über den Lindower Rhin der Gudelacksee und der Vielitzsee (Stauhaltung Alt Ruppin). Auch der Tornowsee ist über das Rottstielfließ an diesen Seenverbund angeschlossen. Die Stauhaltung Rheinsberg umfasst den Grienerick- und den Großen Rheinsberger See sowie weitere Seen. Die wichtigsten Staustufen sind Altfriesack, Alt Ruppin und Rheinsberg.

Das Rhinspeichersystem profitiert von der Überleitung bei Wolfsbruch aus dem Müritz-Gebiet. Aus der Müritz fließen bei verfügbarem Wasserdargebot jährlich einige Millionen Kubikmeter Wasser in die Stauhaltung Rheinsberg und den Rheinsberger Rhin.

Über den schiffbaren Ruppiner Kanal erfolgt die Anbindung an die Obere Havelwasserstraße. Wasserwirtschaftlich bedeutsamer ist aber die Anbindung über die Fehrbelliner Wasserstraße und Rhinkanal an die Untere Havel.

Funktion

Die wasserwirtschaftliche Funktion des Seenspeichers liegt vor allem darin, Niederschlagsüberschüsse im Winter zu speichern, um sie dann bei Wassermangel im Sommer nutzen zu können. Davon zieht insbesondere die Schifffahrt auf der Ruppiner und Fehrbelliner Wasserstraße ihren Vorteil. Ohne diese zusätzliche Wasserabgabe im Sommer wäre die Schifffahrt in den Kanalstrecken oft nicht möglich, da sonst die Wasserstände für die Durchfahrt zu niedrig sind. Weiterhin erfüllen die Seen eine Hochwasserschutzfunktion, weil zum Beispiel sommerliche Starkniederschläge zurückgehalten werden können, um die unterliegenden Gewässerabschnitte zu entlasten. Nicht zuletzt sind die großen, niedermoorgeprägten landwirtschaftlichen Nutzflächen im Rhinluch, die Naturschutzgebiete und die Linumer Teiche von den Seenspeichern abhängig.

Bewirtschaftung des Rhinspeichers

Für die Bewirtschaftung werden fünf Speicherhaltungen unterschieden, von denen vier bewirtschaftet werden:

  • Speicher I: Altfriesack
  • Speicher II: Alt Ruppin
  • Speicher III: Lindow
  • Speicher IV: Rheinsberg
  • Speicher VI: Giesenschlagsee, Rochowsee, Twernsee, seit 2010 keine aktive Bewirtschaftung, ab 2021 soll die Bewirtschaftung wiederaufgenommen werden

Bereits zwischen den Jahren 1960 bis 1985 fand eine Bewirtschaftung von Stauräumen in den Speicherhaltungen Altfriesack, Alt Ruppin und Rheinsberg statt. Damals fehlte noch eine Bewirtschaftungsrichtlinie, so dass die Stauräume geringer und jährlich unterschiedlich waren. Die amtliche Bewirtschaftungsrichtlinie der Wasserwirtschaftsdirektion Oder-Havel wurde erst mit Datum 10.06.1985 verbindlich. Man ging von einem nutzbaren Speichervolumen von 20.780.000 Kubikmetern aus, welches vor allem für die Bewässerung von bis zu 38.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche genutzt werden sollte.

Seit 1994 erfolgt die mit der Wasserbehörde abgestimmte Bewirtschaftung entsprechend folgender Randbedingungen:

Speicher

Stauziele (Meter am Pegel)

Speicherlamelle

Volumen

I Altfriesack

1,80 bis 1,90 Meter

45 Zentimeter

3,55 Millionen Kubikmeter

II Altruppin

3,80 bis 3,85 Meter

40 Zentimeter

4,67 Millionen Kubikmeter

III Lindow

0,50 bis 0,60 Meter

50 Zentimeter

0,76 Millionen Kubikmeter

IV Rheinsberg

1,85 bis 1,90 Meter

40 Zentimeter

4,60 Millionen Kubikmeter

Summe

 

 

13,58 Millionen Kubikmeter

 

Die Bewirtschaftung orientiert sich an der Richtlinie Rhinspeicher (siehe Grafik). Die Absenkphase mit Abgabe an die untenliegenden Speicher beginnt regelmäßig im Mai eines jeden Jahres. Die Auffüllung der Speicher erfolgt ab dem Ende des Sommers und soll bis zum April des Folgejahres abgeschlossen sein. Je nach Witterungsverlauf kann davon abgewichen werden, um zum Beispiel. außergewöhnliche Niedrigwasserphasen zu bewirtschaften oder Hochwasser zurückzuhalten. Die in den letzten Jahren zunehmenden Witterungslagen mit ausgeprägter Trockenheit im April erfordern eine Anpassung des Füllungszeitraumes der Speicher. Zukünftig soll der planmäßige Vollstau bereits Ende März.

© Landesamt für Umwelt

Lage und Beschreibung

Das Rhinspeichersystem besteht aus mehreren verbundenen Seen. Diese Seenkette bilden der Ruppiner See (Stauhaltung Altfriesack) sowie der Molchow-, der Teetzen, der Zermützel- und über den Lindower Rhin der Gudelacksee und der Vielitzsee (Stauhaltung Alt Ruppin). Auch der Tornowsee ist über das Rottstielfließ an diesen Seenverbund angeschlossen. Die Stauhaltung Rheinsberg umfasst den Grienerick- und den Großen Rheinsberger See sowie weitere Seen. Die wichtigsten Staustufen sind Altfriesack, Alt Ruppin und Rheinsberg.

Das Rhinspeichersystem profitiert von der Überleitung bei Wolfsbruch aus dem Müritz-Gebiet. Aus der Müritz fließen bei verfügbarem Wasserdargebot jährlich einige Millionen Kubikmeter Wasser in die Stauhaltung Rheinsberg und den Rheinsberger Rhin.

Über den schiffbaren Ruppiner Kanal erfolgt die Anbindung an die Obere Havelwasserstraße. Wasserwirtschaftlich bedeutsamer ist aber die Anbindung über die Fehrbelliner Wasserstraße und Rhinkanal an die Untere Havel.

Funktion

Die wasserwirtschaftliche Funktion des Seenspeichers liegt vor allem darin, Niederschlagsüberschüsse im Winter zu speichern, um sie dann bei Wassermangel im Sommer nutzen zu können. Davon zieht insbesondere die Schifffahrt auf der Ruppiner und Fehrbelliner Wasserstraße ihren Vorteil. Ohne diese zusätzliche Wasserabgabe im Sommer wäre die Schifffahrt in den Kanalstrecken oft nicht möglich, da sonst die Wasserstände für die Durchfahrt zu niedrig sind. Weiterhin erfüllen die Seen eine Hochwasserschutzfunktion, weil zum Beispiel sommerliche Starkniederschläge zurückgehalten werden können, um die unterliegenden Gewässerabschnitte zu entlasten. Nicht zuletzt sind die großen, niedermoorgeprägten landwirtschaftlichen Nutzflächen im Rhinluch, die Naturschutzgebiete und die Linumer Teiche von den Seenspeichern abhängig.

Bewirtschaftung des Rhinspeichers

Für die Bewirtschaftung werden fünf Speicherhaltungen unterschieden, von denen vier bewirtschaftet werden:

  • Speicher I: Altfriesack
  • Speicher II: Alt Ruppin
  • Speicher III: Lindow
  • Speicher IV: Rheinsberg
  • Speicher VI: Giesenschlagsee, Rochowsee, Twernsee, seit 2010 keine aktive Bewirtschaftung, ab 2021 soll die Bewirtschaftung wiederaufgenommen werden

Bereits zwischen den Jahren 1960 bis 1985 fand eine Bewirtschaftung von Stauräumen in den Speicherhaltungen Altfriesack, Alt Ruppin und Rheinsberg statt. Damals fehlte noch eine Bewirtschaftungsrichtlinie, so dass die Stauräume geringer und jährlich unterschiedlich waren. Die amtliche Bewirtschaftungsrichtlinie der Wasserwirtschaftsdirektion Oder-Havel wurde erst mit Datum 10.06.1985 verbindlich. Man ging von einem nutzbaren Speichervolumen von 20.780.000 Kubikmetern aus, welches vor allem für die Bewässerung von bis zu 38.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche genutzt werden sollte.

Seit 1994 erfolgt die mit der Wasserbehörde abgestimmte Bewirtschaftung entsprechend folgender Randbedingungen:

Speicher

Stauziele (Meter am Pegel)

Speicherlamelle

Volumen

I Altfriesack

1,80 bis 1,90 Meter

45 Zentimeter

3,55 Millionen Kubikmeter

II Altruppin

3,80 bis 3,85 Meter

40 Zentimeter

4,67 Millionen Kubikmeter

III Lindow

0,50 bis 0,60 Meter

50 Zentimeter

0,76 Millionen Kubikmeter

IV Rheinsberg

1,85 bis 1,90 Meter

40 Zentimeter

4,60 Millionen Kubikmeter

Summe

 

 

13,58 Millionen Kubikmeter

 

Die Bewirtschaftung orientiert sich an der Richtlinie Rhinspeicher (siehe Grafik). Die Absenkphase mit Abgabe an die untenliegenden Speicher beginnt regelmäßig im Mai eines jeden Jahres. Die Auffüllung der Speicher erfolgt ab dem Ende des Sommers und soll bis zum April des Folgejahres abgeschlossen sein. Je nach Witterungsverlauf kann davon abgewichen werden, um zum Beispiel. außergewöhnliche Niedrigwasserphasen zu bewirtschaften oder Hochwasser zurückzuhalten. Die in den letzten Jahren zunehmenden Witterungslagen mit ausgeprägter Trockenheit im April erfordern eine Anpassung des Füllungszeitraumes der Speicher. Zukünftig soll der planmäßige Vollstau bereits Ende März.

Die Grafik zeigt das Wasservolumen im Vergleich des Sollwerts mit dem Istwert im monatlichen Zeitablauf vom ersten Januar 2017 bis zum ersten Dezember 2019. Grün aufgetragen die Soll-Linie des Speicherinhaltes, Rot das tatsächliche Volumen. Die blaue Linie kennzeichnet die Abgabe in Kubikmetern pro Sekunde an die Unterlieger. Augenfällig ist das nasse Jahr 2017, in welchem die Absenkziele aufgrund des notwendigen Hochwasserrückhaltes nicht erreichbar waren und die trockenen Jahre 2018 und 2019, in welchen die zur Verfügung stehenden Volumina so gut wie aufgebraucht wurden.
Bewirtschaftungsrichtlinie Rhinspeicher © Landesamt für Umwelt
Die Grafik zeigt das Wasservolumen im Vergleich des Sollwerts mit dem Istwert im monatlichen Zeitablauf vom ersten Januar 2017 bis zum ersten Dezember 2019. Grün aufgetragen die Soll-Linie des Speicherinhaltes, Rot das tatsächliche Volumen. Die blaue Linie kennzeichnet die Abgabe in Kubikmetern pro Sekunde an die Unterlieger. Augenfällig ist das nasse Jahr 2017, in welchem die Absenkziele aufgrund des notwendigen Hochwasserrückhaltes nicht erreichbar waren und die trockenen Jahre 2018 und 2019, in welchen die zur Verfügung stehenden Volumina so gut wie aufgebraucht wurden.
Bewirtschaftungsrichtlinie Rhinspeicher © Landesamt für Umwelt