Gewässerzustandsbewertung

Farbbalken Wasser
Farbbalken Wasser

Der Gewässerzustand brandenburgischer Fließgewässer und Seen wird nach gesetzlichen Vorgaben der Oberflächengewässerverordnung (OGeWV) bewertet. Sie dient der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in nationales Recht. Dabei richtet sich der ökologische Zustand nach den typbezogenen Orientierungswerten für die Referenzgewässer. Im Land Brandenburg sind neun verschiedene Fließgewässer- und fünf Seentypen ausgewiesen.

In die Zustandsbewertung eines Oberflächengewässers gehen Gruppen der biologischen Qualitätskomponenten Fauna und Flora, die chemischen (Flussgebietsspezifische Schadstoffe) und allgemein physikalisch-chemische Komponenten (unter anderem Sauerstoff, Salzgehalt, Nährstoffe) und hydromorphologische Parameter (unter anderem Wasserhaushalt, Durchgängigkeit, Gewässerstruktur) ein.

Die für Brandenburg wichtigsten biologischen Qualitätskomponenten sind:

  • Phytoplankton (im Wasser freischwebende Algen, zum Beispiel Blaualgen)
  • Makrophyten (zum Beispiel Seerosen, Armleuchteralgen und Wassermoose) und Phytobenthos (den Gewässergrund besiedelnde niedere Wasserpflanzen, zum Beispiel Grün- und Goldalgen)
  • Makrozoobenthos (substratgebundene wirbellose Tiere, zum Beispiel Muscheln, Köcherfliegenlarven)
  • Fische

Für diese Parameter wurden Bewertungsverfahren entwickelt und europaweit abgeglichen.

Zur Veranschaulichung wird der ökologische Gewässerzustand in fünf Klassen eingestuft, die in Karten farblich dargestellt werden.

Einstufung des ökologischen Zustands der Oberflächengewässer nach Anlage 4 der Oberflächengewässerverordnung

Farbkennung Zustandsstufe Beschreibung
blau Sehr guter Zustand
  • Annähernd natürlicher Zustand
  • Typspezifische Referenzbedingungen
  • Schadstoffkonzentrationen im Bereich Hintergrundwerte
grün Guter Zustand
  • Zielzustand der Wasserrahmenrichtlinie
  • Geringfügige anthropogen bedingte Abweichungen
  • Grenzwerte für Schadstoffe werden eingehalten
gelb Mäßiger Zustand
  • Mäßige anthropogen bedingte Abweichungen
orange Unbefriedigender Zustand
  • Sehr starke anthropogen bedingte Abweichungen
rot Schlechter Zustand
  • Biozönosen des sehr guten beziehungsweise guten Zustandes fehlen

Beim chemischen Gewässerzustand gibt es dagegen nur die Unterteilung in "gut" (blau) und "nicht gut" (rot). Maßgeblich dafür ist die stoffliche Konzentration entsprechend der Umweltqualitätsnorm gemäß OGewV.

Für ein Oberflächengewässer ist der "gute ökologische und der gute chemische Zustand" dann erreicht, wenn alle biologischen Parameter als "gut" eingestuft und rechtlich fixierte Schadstoffgrenzwerte eingehalten werden.

Die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten auch, über die Überwachungsprogramme gegenüber der Kommission der Europäischen Union zu berichten. Der derzeitige Stand der Gewässerüberwachung und -bewertung wird in den entsprechenden Abschnitten der veröffentlichten Bewirtschaftungspläne die Flussgebietseinheiten Elbe und Oder beschrieben. Aktualisierte Brandenburger Daten sind über die Kartenanwendung-WRRL zur Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplanung zugänglich.

Der Gewässerzustand brandenburgischer Fließgewässer und Seen wird nach gesetzlichen Vorgaben der Oberflächengewässerverordnung (OGeWV) bewertet. Sie dient der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in nationales Recht. Dabei richtet sich der ökologische Zustand nach den typbezogenen Orientierungswerten für die Referenzgewässer. Im Land Brandenburg sind neun verschiedene Fließgewässer- und fünf Seentypen ausgewiesen.

In die Zustandsbewertung eines Oberflächengewässers gehen Gruppen der biologischen Qualitätskomponenten Fauna und Flora, die chemischen (Flussgebietsspezifische Schadstoffe) und allgemein physikalisch-chemische Komponenten (unter anderem Sauerstoff, Salzgehalt, Nährstoffe) und hydromorphologische Parameter (unter anderem Wasserhaushalt, Durchgängigkeit, Gewässerstruktur) ein.

Die für Brandenburg wichtigsten biologischen Qualitätskomponenten sind:

  • Phytoplankton (im Wasser freischwebende Algen, zum Beispiel Blaualgen)
  • Makrophyten (zum Beispiel Seerosen, Armleuchteralgen und Wassermoose) und Phytobenthos (den Gewässergrund besiedelnde niedere Wasserpflanzen, zum Beispiel Grün- und Goldalgen)
  • Makrozoobenthos (substratgebundene wirbellose Tiere, zum Beispiel Muscheln, Köcherfliegenlarven)
  • Fische

Für diese Parameter wurden Bewertungsverfahren entwickelt und europaweit abgeglichen.

Zur Veranschaulichung wird der ökologische Gewässerzustand in fünf Klassen eingestuft, die in Karten farblich dargestellt werden.

Einstufung des ökologischen Zustands der Oberflächengewässer nach Anlage 4 der Oberflächengewässerverordnung

Farbkennung Zustandsstufe Beschreibung
blau Sehr guter Zustand
  • Annähernd natürlicher Zustand
  • Typspezifische Referenzbedingungen
  • Schadstoffkonzentrationen im Bereich Hintergrundwerte
grün Guter Zustand
  • Zielzustand der Wasserrahmenrichtlinie
  • Geringfügige anthropogen bedingte Abweichungen
  • Grenzwerte für Schadstoffe werden eingehalten
gelb Mäßiger Zustand
  • Mäßige anthropogen bedingte Abweichungen
orange Unbefriedigender Zustand
  • Sehr starke anthropogen bedingte Abweichungen
rot Schlechter Zustand
  • Biozönosen des sehr guten beziehungsweise guten Zustandes fehlen

Beim chemischen Gewässerzustand gibt es dagegen nur die Unterteilung in "gut" (blau) und "nicht gut" (rot). Maßgeblich dafür ist die stoffliche Konzentration entsprechend der Umweltqualitätsnorm gemäß OGewV.

Für ein Oberflächengewässer ist der "gute ökologische und der gute chemische Zustand" dann erreicht, wenn alle biologischen Parameter als "gut" eingestuft und rechtlich fixierte Schadstoffgrenzwerte eingehalten werden.

Die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten auch, über die Überwachungsprogramme gegenüber der Kommission der Europäischen Union zu berichten. Der derzeitige Stand der Gewässerüberwachung und -bewertung wird in den entsprechenden Abschnitten der veröffentlichten Bewirtschaftungspläne die Flussgebietseinheiten Elbe und Oder beschrieben. Aktualisierte Brandenburger Daten sind über die Kartenanwendung-WRRL zur Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplanung zugänglich.

Dies ist eine Platzhaltergrafik.

Seensteckbriefe

Die Seensteckbriefe beinhalten Informationen zu den 190 Seen des Landes Brandenburg mit über 50 Hektar Wasserfläche, für die eine Berichtspflicht im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) besteht. Diese Seen werden in regelmäßigen Abständen durch das Landesamt für Umwelt limnologisch untersucht.  Weiterlesen

Dies ist eine Platzhaltergrafik.

Seensteckbriefe

Die Seensteckbriefe beinhalten Informationen zu den 190 Seen des Landes Brandenburg mit über 50 Hektar Wasserfläche, für die eine Berichtspflicht im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) besteht. Diese Seen werden in regelmäßigen Abständen durch das Landesamt für Umwelt limnologisch untersucht.  Weiterlesen

Weiterführende Informationen

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