BLuMo Pilotvorhaben Moorbodenschutz Brandenburg - Moore zukunftsfähig nutzen

 Das Bild zeigt das Gebiet der Möllmer Seewiesen von oben aufgenommen. Im Hintergrund ist Wald zu sehen, im Vordergrund eine weite wiedervernässte Moorfläche.
© Jens Pamperin
 Das Bild zeigt das Gebiet der Möllmer Seewiesen von oben aufgenommen. Im Hintergrund ist Wald zu sehen, im Vordergrund eine weite wiedervernässte Moorfläche.
© Jens Pamperin

Seit Januar 2022 wird das Vorhaben „Brandenburgs Luchgebiete klimaschonend bewahren – Initiierung einer moorerhaltenden Stauhaltung und Bewirtschaftung“ (BLuMo) umgesetzt. Das Projekt hat das Ziel, Bewirtschaftungsmethoden und Techniken zu erproben, die auf feuchten und nassen Moorflächen eine dauerhafte, nachhaltige Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von zehn Jahren im Rahmen der Pilotvorhaben Moorbodenschutz.

Entwässerte Moore setzen große Mengen Treibhausgase frei; eine Anhebung der Wasserstände leistet einen zukunftsfähigen Beitrag zum Klimaschutz. Geplant ist, in Brandenburg 750 ha Demonstrationsflächen im Rhinluch, den Möllmer Seewiesen und dem Randowbruch einzurichten, um diese nass zu bewirtschaften.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben, die die Flächen bewirtschaften. Gemeinsam mit ihnen soll die Anpassung von Bewirtschaftungsverfahren erprobt werden. Dabei werden die Landwirtinnen und Landwirte unterstützt, zum Beispiel bei der Beantragung von Fördermitteln und durch fachliches Knowhow. Das Projekt wird zudem wissenschaftlich begleitet, es werden Langzeitstudien zu Biodiversität und Treibhausgasemissionen auf den Flächen durchgeführt.

Die Erforschung der Bewirtschaftungsmethoden auf nassen Moorflächen sowie der Verwertungsmöglichkeiten der Biomasse ist ein weiterer Schwerpunkt des Vorhabens. Die Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie sichert den Einsatz innovativer und modernster Technik sowie den Zugang zu Firmen, die auf dem Gebiet der Biomasseverwertung interessante und erfolgversprechende Ansätze verfolgen.

Im Zuge des Projekts wird im Rhinluch eine Beratungsstelle für nasse Moorbewirtschaftung eingerichtet.

Seit Januar 2022 wird das Vorhaben „Brandenburgs Luchgebiete klimaschonend bewahren – Initiierung einer moorerhaltenden Stauhaltung und Bewirtschaftung“ (BLuMo) umgesetzt. Das Projekt hat das Ziel, Bewirtschaftungsmethoden und Techniken zu erproben, die auf feuchten und nassen Moorflächen eine dauerhafte, nachhaltige Wertschöpfung durch landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von zehn Jahren im Rahmen der Pilotvorhaben Moorbodenschutz.

Entwässerte Moore setzen große Mengen Treibhausgase frei; eine Anhebung der Wasserstände leistet einen zukunftsfähigen Beitrag zum Klimaschutz. Geplant ist, in Brandenburg 750 ha Demonstrationsflächen im Rhinluch, den Möllmer Seewiesen und dem Randowbruch einzurichten, um diese nass zu bewirtschaften.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben, die die Flächen bewirtschaften. Gemeinsam mit ihnen soll die Anpassung von Bewirtschaftungsverfahren erprobt werden. Dabei werden die Landwirtinnen und Landwirte unterstützt, zum Beispiel bei der Beantragung von Fördermitteln und durch fachliches Knowhow. Das Projekt wird zudem wissenschaftlich begleitet, es werden Langzeitstudien zu Biodiversität und Treibhausgasemissionen auf den Flächen durchgeführt.

Die Erforschung der Bewirtschaftungsmethoden auf nassen Moorflächen sowie der Verwertungsmöglichkeiten der Biomasse ist ein weiterer Schwerpunkt des Vorhabens. Die Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie sichert den Einsatz innovativer und modernster Technik sowie den Zugang zu Firmen, die auf dem Gebiet der Biomasseverwertung interessante und erfolgversprechende Ansätze verfolgen.

Im Zuge des Projekts wird im Rhinluch eine Beratungsstelle für nasse Moorbewirtschaftung eingerichtet.

Das Vorhaben ist beim Landesamt für Umwelt angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) umgesetzt. Insgesamt unterstützt das BMUV bundesweit vier Pilotvorhaben, die neue Bewirtschaftungsformen auf landwirtschaftlich genutzten nassen Moorböden erproben. Die Mittel werden über den Energie- und Klimafonds (EKF) der Bundesregierung bereitgestellt. Die Pilotvorhaben sollen Lösungswege zur Senkung der Treibhausgasemissionen aus bewirtschafteten Moorböden aufzeigen und Erkenntnisse für den Klimaschutz gewinnen. Zuständige Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Das Vorhaben ist beim Landesamt für Umwelt angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) umgesetzt. Insgesamt unterstützt das BMUV bundesweit vier Pilotvorhaben, die neue Bewirtschaftungsformen auf landwirtschaftlich genutzten nassen Moorböden erproben. Die Mittel werden über den Energie- und Klimafonds (EKF) der Bundesregierung bereitgestellt. Die Pilotvorhaben sollen Lösungswege zur Senkung der Treibhausgasemissionen aus bewirtschafteten Moorböden aufzeigen und Erkenntnisse für den Klimaschutz gewinnen. Zuständige Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

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Fragen und Antworten (FAQ)

  • Wo liegen die Demonstrationsflächen und wie groß sind sie?

    Die Demonstrationsflächen von insgesamt 750 Hektar liegen im Rhinluch, den Möllmer Seewiesen und im Randow-Welsebruch. Das Rhinluch, ein Versumpfungs- und Verlandungsmoor, ist das zweitgrößte Moor Brandenburgs und liegt in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel. Die zahlreichen kleinen Verlandungsmoore Brandenburgs werden durch die Möllmer Seewiesen repräsentiert, eine etwa 60 Hektar große Moorniederung in einem Seitental der Schnellen Havel bei Oranienburg. Das Randow-Welsebruch, ein Flusstalmoor, liegt in Nordbrandenburg, einer sehr trockenen Region.

    Demonstrationsflächen, Kerngebiete und funktionale Einzugsgebiete werden unterschieden. Das Kerngebiet beinhaltet die Demonstrationsfläche. Das funktionale Einzugsgebiet umgibt das Kerngebiet und steht mit diesem in einem hydrologischen Zusammenhang. Die Demonstrationsflächen umfassen rund 750 Hektar, die Kerngebiete umfassen cirka 1.700 Hektar und die funktionalen Einzugsgebiete rund 33.000 Hektar.

    Die Demonstrationsflächen von insgesamt 750 Hektar liegen im Rhinluch, den Möllmer Seewiesen und im Randow-Welsebruch. Das Rhinluch, ein Versumpfungs- und Verlandungsmoor, ist das zweitgrößte Moor Brandenburgs und liegt in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel. Die zahlreichen kleinen Verlandungsmoore Brandenburgs werden durch die Möllmer Seewiesen repräsentiert, eine etwa 60 Hektar große Moorniederung in einem Seitental der Schnellen Havel bei Oranienburg. Das Randow-Welsebruch, ein Flusstalmoor, liegt in Nordbrandenburg, einer sehr trockenen Region.

    Demonstrationsflächen, Kerngebiete und funktionale Einzugsgebiete werden unterschieden. Das Kerngebiet beinhaltet die Demonstrationsfläche. Das funktionale Einzugsgebiet umgibt das Kerngebiet und steht mit diesem in einem hydrologischen Zusammenhang. Die Demonstrationsflächen umfassen rund 750 Hektar, die Kerngebiete umfassen cirka 1.700 Hektar und die funktionalen Einzugsgebiete rund 33.000 Hektar.

  • Was kann ich tun, wenn ich Flächen innerhalb der Projektkulisse habe?

    Sie können sich gerne an uns wenden:

    Sie können sich gerne an uns wenden:

    Ansprechpartner:
    Vorname:
    Anje
    Nachname:
    Marten
    Position:
    Projektleiterin
    E-Mail:
    anje.marten@­lfu.brandenburg.de
    Telefon:
    +49 33201 442-442
  • Welchen finanziellen Umfang hat das Projekt?

    Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von zehn Jahren:

    • Fördersumme Basisvorhaben: 9,6 Millionen Euro
    • Vorhabenpartner: 1,5 Millionen Euro
    • Gesamtfördersumme: 11,1 Millionen Euro
    • Darin enthaltene Eigenmittel des Landes: 335.000 Euro

    Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von zehn Jahren:

    • Fördersumme Basisvorhaben: 9,6 Millionen Euro
    • Vorhabenpartner: 1,5 Millionen Euro
    • Gesamtfördersumme: 11,1 Millionen Euro
    • Darin enthaltene Eigenmittel des Landes: 335.000 Euro
  • Presse

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