Wiedehopf (Upupa epops)

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Schutzstatus

  • Rote Liste Brandenburg: gefährdet
  • Rote Liste Deutschland: gefährdet
  • Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union: Anhang I
  • Nationale Verantwortlichkeit: sehr hohe Verantwortung

Der Wiedehopf ist eine typische Verantwortungsart für das Land Brandenburg, da hier mit 51 Prozent die Hälfte des bundesweiten Bestandes brütet. Zudem ist er ein Beispiel für eine Art, deren Schutz bei uns vor allem in ehrenamtlichen Händen liegt. Die Vogelschutzwarte stellt einen Teil der Nistkästen bereit, beteiligt sich am Monitoring und vernetzt die Akteure.

Bestand und Bestandsentwicklung

Da Vieles dafür sprach, dass Brutplätze ein limitierender Faktor für die hiesigen Wiedehopfe sind, begann 1996/97 ein Nistkasten-Programm, dessen Schwerpunkte die ehemaligen Truppenübungsplätze in der Südhälfte Brandenburgs sind. Es geht mit Fang und Beringung von Alt- und Jungvögeln an den Brutplätzen einher. In den südbrandenburgischen Wiedehopf-Schwerpunktgebieten sind vier Personen daran beteiligt, die circa 370 Nistkästen betreuen. Darüber hinaus gibt es weitere Akteure in den anderen Teilen des Landes.

Der Wiedehopf-Bestand in Brandenburg hat vom Nistkasten-Programm in den vergangenen zwanzig Jahren deutlich profitiert. Es trug zu einer Bestandsverdopplung in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten bei. Allerdings gibt es auch Anzeichen für eine natürliche Populationszunahme, denn in den letzten Jahren nimmt die Art auch außerhalb von Nistkastengebieten zu, zum Beispiel an Ortsrändern. Nach starker Zunahme in den bisherigen Kerngebieten geht es hingegen dort in den letzten Jahren tendenziell wieder etwas zurück.

Durch Beringung und Wiederfang ist der Austausch der Teilpopulationen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und (Nord-)Sachsen mehrfach belegt. Fernfunde gab es aus Albanien, Bulgarien und Frankreich. Im Jahr 2004 ließ sich erhöhte Mortalität unter den Brutvögeln durch weiterführende toxikologische Untersuchungen zumindest teilweise durch die Wirkung des Insektizids Methiocarb erklären.

Der Bestand (gemeldete Reviere und Brutnachweise) des Wiedehopfes 1993 bis 2017 in Brandenburg basiert auf den Daten der ehrenamtlichen ArtbetreuerInnen beziehungsweise OrnithologInnen im Rahmen des „Monitorings seltener Brutvogelarten“ in Brandenburg.

Schutzstatus

  • Rote Liste Brandenburg: gefährdet
  • Rote Liste Deutschland: gefährdet
  • Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union: Anhang I
  • Nationale Verantwortlichkeit: sehr hohe Verantwortung

Der Wiedehopf ist eine typische Verantwortungsart für das Land Brandenburg, da hier mit 51 Prozent die Hälfte des bundesweiten Bestandes brütet. Zudem ist er ein Beispiel für eine Art, deren Schutz bei uns vor allem in ehrenamtlichen Händen liegt. Die Vogelschutzwarte stellt einen Teil der Nistkästen bereit, beteiligt sich am Monitoring und vernetzt die Akteure.

Bestand und Bestandsentwicklung

Da Vieles dafür sprach, dass Brutplätze ein limitierender Faktor für die hiesigen Wiedehopfe sind, begann 1996/97 ein Nistkasten-Programm, dessen Schwerpunkte die ehemaligen Truppenübungsplätze in der Südhälfte Brandenburgs sind. Es geht mit Fang und Beringung von Alt- und Jungvögeln an den Brutplätzen einher. In den südbrandenburgischen Wiedehopf-Schwerpunktgebieten sind vier Personen daran beteiligt, die circa 370 Nistkästen betreuen. Darüber hinaus gibt es weitere Akteure in den anderen Teilen des Landes.

Der Wiedehopf-Bestand in Brandenburg hat vom Nistkasten-Programm in den vergangenen zwanzig Jahren deutlich profitiert. Es trug zu einer Bestandsverdopplung in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten bei. Allerdings gibt es auch Anzeichen für eine natürliche Populationszunahme, denn in den letzten Jahren nimmt die Art auch außerhalb von Nistkastengebieten zu, zum Beispiel an Ortsrändern. Nach starker Zunahme in den bisherigen Kerngebieten geht es hingegen dort in den letzten Jahren tendenziell wieder etwas zurück.

Durch Beringung und Wiederfang ist der Austausch der Teilpopulationen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und (Nord-)Sachsen mehrfach belegt. Fernfunde gab es aus Albanien, Bulgarien und Frankreich. Im Jahr 2004 ließ sich erhöhte Mortalität unter den Brutvögeln durch weiterführende toxikologische Untersuchungen zumindest teilweise durch die Wirkung des Insektizids Methiocarb erklären.

Der Bestand (gemeldete Reviere und Brutnachweise) des Wiedehopfes 1993 bis 2017 in Brandenburg basiert auf den Daten der ehrenamtlichen ArtbetreuerInnen beziehungsweise OrnithologInnen im Rahmen des „Monitorings seltener Brutvogelarten“ in Brandenburg.

Grafik der Bestandentwicklung Wiedehopf 1992 bis 2017
Bestandentwicklung Wiedehopf 1992 bis 2017 © Landesamt für Umwelt
Grafik der Bestandentwicklung Wiedehopf 1992 bis 2017
Bestandentwicklung Wiedehopf 1992 bis 2017 © Landesamt für Umwelt