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Beispiele für Vertragsnaturschutz im Offenland

Eine Gruppe von 5 Przewalskipferden zieht in einer Reihe (von rechts nach links) durch die herbstliche Landschaft der Döberitzer Heide. Im Hintergrund zeichnen sich die weißen Stämme einer Birkengruppe ab, die umstehenden Eichen tragen noch ihr welkes Laub.
© Armin Herrmann/Landesamt für Umwelt
Eine Gruppe von 5 Przewalskipferden zieht in einer Reihe (von rechts nach links) durch die herbstliche Landschaft der Döberitzer Heide. Im Hintergrund zeichnen sich die weißen Stämme einer Birkengruppe ab, die umstehenden Eichen tragen noch ihr welkes Laub.
© Armin Herrmann/Landesamt für Umwelt

Im Offenland werden neben Maßnahmen zur Pflege spezieller Biotope und besonderen Artenhilfsmaßnahmen vor allem  Maßnahmen auf Grün- und Ackerland gefördert, zum Beispiel der Verzicht auf Pflanzenschutz- und Düngemittel, die Einhaltung später oder gestaffelter Nutzungstermine oder eine gezielte Beweidung zur Pflege spezieller Biotope. Im Vordergrund stehen dabei der Erhalt bzw. die Wiederherstellung bestimmter Lebensraumtypen, zum Beispiel besonderer Feucht- und Frischwiesen, Hochstaudenfluren, Heiden und Sandrasen. Im Bereich von Ackerflächen werden unter anderem das Belassen von Brachen und die Anlage von Schonflächen gefördert.

Von diesen Maßnahmen der extensiven Nutzung profitieren zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.

Zum Beispiel:

  • Wiesen- und Ackerwildkräuter, die erst spät im Jahr gemäht werden dürfen, um vorher blühen und aussamen zu können,
  • Insekten wie Wildbienen oder Tagfalter, die bestimmte Nektarpflanzen als Nahrungsquelle und ungenutzte Bereiche zur Eiablage benötigen,
  • Amphibien, die im Grünland Nahrung und Rückzugsbereiche finden,
  • Bodenbrütende Vogelarten, wie die Feldlerche oder der Kiebitz, die auf eine Nutzungsruhe bis Anfang bis Mitte Juli angewiesen sind, um ihre Brut erfolgreich zu beenden.

Bei Maßnahmen der Grünlandmahd ist neben dem Mahdtermin auch die Mähtechnik von zentraler Bedeutung. Günstig ist besonders die Verwendung von Messerbalken-Mähwerken. Die Schädigungsrate von Tieren ist hier nachweislich geringer als bei Rotationsmähwerken, durch deren Sogwirkung besonders viele Insekten und Amphibien verletzt und getötet werden. Verzichtet werden sollte auch auf Mähgutaufbereiter, die das Mähgut quetschen und knicken und so zusätzlich hohe Individuenverluste verursachen.

Neben der Mahd ist die Beweidung von Grünland eine zentrale Maßnahme zur Pflege und Entwicklung von Biotopen. So kann die Beweidung unter anderem zum Erhalt von Trockenrasen und Heiden beitragen und das Aufkommen von Gehölzaufwuchs reduzieren. Je nach naturschutzfachlichem Ziel werden verschiedene Weidetierarten eingesetzt.

Im Offenland werden neben Maßnahmen zur Pflege spezieller Biotope und besonderen Artenhilfsmaßnahmen vor allem  Maßnahmen auf Grün- und Ackerland gefördert, zum Beispiel der Verzicht auf Pflanzenschutz- und Düngemittel, die Einhaltung später oder gestaffelter Nutzungstermine oder eine gezielte Beweidung zur Pflege spezieller Biotope. Im Vordergrund stehen dabei der Erhalt bzw. die Wiederherstellung bestimmter Lebensraumtypen, zum Beispiel besonderer Feucht- und Frischwiesen, Hochstaudenfluren, Heiden und Sandrasen. Im Bereich von Ackerflächen werden unter anderem das Belassen von Brachen und die Anlage von Schonflächen gefördert.

Von diesen Maßnahmen der extensiven Nutzung profitieren zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.

Zum Beispiel:

  • Wiesen- und Ackerwildkräuter, die erst spät im Jahr gemäht werden dürfen, um vorher blühen und aussamen zu können,
  • Insekten wie Wildbienen oder Tagfalter, die bestimmte Nektarpflanzen als Nahrungsquelle und ungenutzte Bereiche zur Eiablage benötigen,
  • Amphibien, die im Grünland Nahrung und Rückzugsbereiche finden,
  • Bodenbrütende Vogelarten, wie die Feldlerche oder der Kiebitz, die auf eine Nutzungsruhe bis Anfang bis Mitte Juli angewiesen sind, um ihre Brut erfolgreich zu beenden.

Bei Maßnahmen der Grünlandmahd ist neben dem Mahdtermin auch die Mähtechnik von zentraler Bedeutung. Günstig ist besonders die Verwendung von Messerbalken-Mähwerken. Die Schädigungsrate von Tieren ist hier nachweislich geringer als bei Rotationsmähwerken, durch deren Sogwirkung besonders viele Insekten und Amphibien verletzt und getötet werden. Verzichtet werden sollte auch auf Mähgutaufbereiter, die das Mähgut quetschen und knicken und so zusätzlich hohe Individuenverluste verursachen.

Neben der Mahd ist die Beweidung von Grünland eine zentrale Maßnahme zur Pflege und Entwicklung von Biotopen. So kann die Beweidung unter anderem zum Erhalt von Trockenrasen und Heiden beitragen und das Aufkommen von Gehölzaufwuchs reduzieren. Je nach naturschutzfachlichem Ziel werden verschiedene Weidetierarten eingesetzt.

Weidetiere

  • Schafe und Ziegen

    Das selektive Fressverhalten der Schafe und Ziegen führt zur Herausbildung der charakteristischen Artenzusammensetzung der Lebensräume, da bestimmte Pflanzen bevorzugt und andere weniger verbissen oder gemieden werden. Auch das Aufkommen von Gehölzen kann durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen vermindert werden.

    Schafe und Ziegen sind je nach Rasse und betrieblicher Ausrichtung der Schäferei in der Lage, Aufwüchse mit geringem Futterwert zu nutzen.

    Viele Grünlandlebensräume von großer Naturschutzbedeutung sind landwirtschaftliche Grenzertragsstandorte, die kaum mit  anderen Weidetierarten genutzt werden können. Geeignet für den Einsatz für die Landschaftspflege sind u.a. Heidschnucken, Moorschnucken, Deutsche Schwarzköpfige Fleischschafe, Bentheimer Landschafe, Skudden sowie Ziegen (Deutsch Bunte Edelziegen, Thüringer Waldziegen, Burenziegen und so weiter).

    Das selektive Fressverhalten der Schafe und Ziegen führt zur Herausbildung der charakteristischen Artenzusammensetzung der Lebensräume, da bestimmte Pflanzen bevorzugt und andere weniger verbissen oder gemieden werden. Auch das Aufkommen von Gehölzen kann durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen vermindert werden.

    Schafe und Ziegen sind je nach Rasse und betrieblicher Ausrichtung der Schäferei in der Lage, Aufwüchse mit geringem Futterwert zu nutzen.

    Viele Grünlandlebensräume von großer Naturschutzbedeutung sind landwirtschaftliche Grenzertragsstandorte, die kaum mit  anderen Weidetierarten genutzt werden können. Geeignet für den Einsatz für die Landschaftspflege sind u.a. Heidschnucken, Moorschnucken, Deutsche Schwarzköpfige Fleischschafe, Bentheimer Landschafe, Skudden sowie Ziegen (Deutsch Bunte Edelziegen, Thüringer Waldziegen, Burenziegen und so weiter).

  • Rinder

    Auch Rinder haben eine hohe Bedeutung  für die Beweidung von extensivem Grünland. Zu den bevorzugten Rinderrassen für den Naturschutz zählen unter anderem Galloways, Heckrinder, Dexter, Uckermärker, das Deutsche Shorthorn und schottische Hochlandrinder. Wasserbüffel und Auerochsen werden ebenfalls eingesetzt.

    Auch Rinder haben eine hohe Bedeutung  für die Beweidung von extensivem Grünland. Zu den bevorzugten Rinderrassen für den Naturschutz zählen unter anderem Galloways, Heckrinder, Dexter, Uckermärker, das Deutsche Shorthorn und schottische Hochlandrinder. Wasserbüffel und Auerochsen werden ebenfalls eingesetzt.

  • Pferde und Esel

    Auch Pferde, insbesondere ursprüngliche Pferderassen wie zum Beispiel der Konik und das Exmoor-Pony werden in der Landschaftspflege eingesetzt, um beispielsweise der Verbuschung von Flächen vorzubeugen. Der Einsatz des mongolischen Wildpferdes (Przewalski-Pferd) ist ebenfalls möglich.

    Esel sind aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Ansprüche besonders für die Landschaftspflege auf  trockenen und mageren Standorten geeignet.

    Auch Pferde, insbesondere ursprüngliche Pferderassen wie zum Beispiel der Konik und das Exmoor-Pony werden in der Landschaftspflege eingesetzt, um beispielsweise der Verbuschung von Flächen vorzubeugen. Der Einsatz des mongolischen Wildpferdes (Przewalski-Pferd) ist ebenfalls möglich.

    Esel sind aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Ansprüche besonders für die Landschaftspflege auf  trockenen und mageren Standorten geeignet.