Bodendauerbeobachtung

Zu sehen sind fünf Bohrstangen, die bei der Bodenbeprobung zum Einsatz kommen. Sie liegen nebeneinander auf einem Feld und ein angelegter Zollstock zeigt eine Bohrtiefe von knapp einem Meter an. Die Bohrstangen sind mit Probenmaterial gefüllt. Durch eine Aussparung in den Bohrstangen sieht man unterschiedlich gefärbtes Bodenmaterial
© Wolfram Näser/Landesamt für Umwelt
Zu sehen sind fünf Bohrstangen, die bei der Bodenbeprobung zum Einsatz kommen. Sie liegen nebeneinander auf einem Feld und ein angelegter Zollstock zeigt eine Bohrtiefe von knapp einem Meter an. Die Bohrstangen sind mit Probenmaterial gefüllt. Durch eine Aussparung in den Bohrstangen sieht man unterschiedlich gefärbtes Bodenmaterial
© Wolfram Näser/Landesamt für Umwelt

Böden entwickeln sich über lange Zeiträume. Wirkungen wechselnder Umwelt- und Nutzungseinflüsse werden nicht sofort, sondern oft erst nach vielen Jahrzehnten sichtbar. Der Einfluss des Menschen auf den Boden beschränkt sich – erdgeschichtlich gesehen – auf einen sehr kurzen Zeitraum, hat aber bereits deutliche Spuren hinterlassen. Seine Einflüsse vollziehen sich mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit als die natürliche Bodenbildung.

Böden entwickeln sich über lange Zeiträume. Wirkungen wechselnder Umwelt- und Nutzungseinflüsse werden nicht sofort, sondern oft erst nach vielen Jahrzehnten sichtbar. Der Einfluss des Menschen auf den Boden beschränkt sich – erdgeschichtlich gesehen – auf einen sehr kurzen Zeitraum, hat aber bereits deutliche Spuren hinterlassen. Seine Einflüsse vollziehen sich mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit als die natürliche Bodenbildung.

© Umweltbundesamt

Der Boden bildet die Schnittstelle zwischen den Umweltelementen Gestein, Wasser, Luft und Organismen (vergleiche Abbildung). Er nimmt im Rahmen der ganzheitlichen Umweltbeobachtung eine zentrale Rolle ein.

Deshalb ist das Erfassen und Beschreiben des Bodenzustandes durch Monitoringprogramme, wie die Bodendauerbeobachtung, auf Länderebene und bundesübergreifend erforderlich.

© Umweltbundesamt

Der Boden bildet die Schnittstelle zwischen den Umweltelementen Gestein, Wasser, Luft und Organismen (vergleiche Abbildung). Er nimmt im Rahmen der ganzheitlichen Umweltbeobachtung eine zentrale Rolle ein.

Deshalb ist das Erfassen und Beschreiben des Bodenzustandes durch Monitoringprogramme, wie die Bodendauerbeobachtung, auf Länderebene und bundesübergreifend erforderlich.

© Umweltbundesamt

Die Bodendauerbeobachtung basiert auf einem Netz von Messflächen, den so genannten Bodendauerbeobachtungsflächen. Zuständig für das Einrichten und Betreiben dieser Bodendauerbeobachtungsflächen sind die Bundesländer. Die auf den Messflächen ermittelten Daten werden sowohl landesspezifisch als auch länderübergreifend, zum Beispiel für Auswertungen auf der Bundesebene, genutzt. Dazu stimmen sich die Akteure der Bodendauerbeobachtung von Bund und Ländern organisatorisch ab.

Durch die Bundesländer und Stadtstaaten wurden – beginnend ab 1985 - rund 800 Bodendauerbeobachtungsflächen im Offenland, also auf Acker und Grünland, sowie in Wald/Forst mit folgenden Zielen eingerichtet:

  • Erfassung des aktuellen Zustandes der Böden
  • langfristige Überwachung von Bodenveränderungen, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels
  • Ableitung von Prognosen für die zukünftige Entwicklung der Böden

Bodendauerbeobachtung im Land Brandenburg

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg betreibt ein Bodenmessnetz, das derzeit 32 Bodendauerbeobachtungs-flächen umfasst. Die Auswahl der Messflächenstandorte erfolgte nach den Repräsentanzkriterien

  • Landschaft
  • Boden
  • Nutzung und
  • Belastung

Die Standorte der Bodendauerbeobachtungsflächen verkörpern in Brandenburg verbreitet vorkommende Bodenlandschaften. Solche Brandenburg typischen Bodenlandschaften sind zum Beispiel lehmige oder sandige Grund- und Endmoränengebiete, Niederungsgebiete und Urstromtäler mit höherem Grundwasserstand oder Mooren sowie Fluss- und Auenlandschaften.

Die Lage einiger Bodendauerbeobachtungsflächen wurde darüber hinaus belastungsrepräsentativ gewählt, unter anderem im Einflussbereich von

  • ökologischer Landnutzung
  • Überschwemmungen durch Hochwasserereignisse
  • Wassererosion sowie
  • industriebedingten Schadstoffimmissionen.

Diese Messflächen ermöglichen das Verfolgen spezieller Fragestellungen, wie beispielsweise den Einfluss von hochwasserbedingten Sedimenteinträgen auf die Entwicklung des Schadstoffgehaltes von Böden.

Weiterhin sind nur solche Standorte für Untersuchungsflächen ausgewählt worden, die einer für das Land Brandenburg charakteristischen Bodennutzung unterliegen. Dies sind hauptsächlich die landwirtschaftliche und die forstliche Nutzung. Das Landesamt für Umwelt unterhält ausschließlich Bodendauerbeobachtungsflächen mit landwirtschaftlicher Nutzung, das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde koordiniert die Bodenzustandserhebung im Wald.

Von den auf landwirtschaftlichen Flächen angelegten Dauerbeobachtungsstandorten befinden sich 23 auf Ackerland, weitere 5 auf Grünland. Neben diesen 28 Landwirtschaftsflächen gehören auch 4 Naturschutzflächen unter extensiver Grünlandnutzung zum Beobachtungsprogramm.

© Umweltbundesamt

Die Bodendauerbeobachtung basiert auf einem Netz von Messflächen, den so genannten Bodendauerbeobachtungsflächen. Zuständig für das Einrichten und Betreiben dieser Bodendauerbeobachtungsflächen sind die Bundesländer. Die auf den Messflächen ermittelten Daten werden sowohl landesspezifisch als auch länderübergreifend, zum Beispiel für Auswertungen auf der Bundesebene, genutzt. Dazu stimmen sich die Akteure der Bodendauerbeobachtung von Bund und Ländern organisatorisch ab.

Durch die Bundesländer und Stadtstaaten wurden – beginnend ab 1985 - rund 800 Bodendauerbeobachtungsflächen im Offenland, also auf Acker und Grünland, sowie in Wald/Forst mit folgenden Zielen eingerichtet:

  • Erfassung des aktuellen Zustandes der Böden
  • langfristige Überwachung von Bodenveränderungen, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels
  • Ableitung von Prognosen für die zukünftige Entwicklung der Böden

Bodendauerbeobachtung im Land Brandenburg

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg betreibt ein Bodenmessnetz, das derzeit 32 Bodendauerbeobachtungs-flächen umfasst. Die Auswahl der Messflächenstandorte erfolgte nach den Repräsentanzkriterien

  • Landschaft
  • Boden
  • Nutzung und
  • Belastung

Die Standorte der Bodendauerbeobachtungsflächen verkörpern in Brandenburg verbreitet vorkommende Bodenlandschaften. Solche Brandenburg typischen Bodenlandschaften sind zum Beispiel lehmige oder sandige Grund- und Endmoränengebiete, Niederungsgebiete und Urstromtäler mit höherem Grundwasserstand oder Mooren sowie Fluss- und Auenlandschaften.

Die Lage einiger Bodendauerbeobachtungsflächen wurde darüber hinaus belastungsrepräsentativ gewählt, unter anderem im Einflussbereich von

  • ökologischer Landnutzung
  • Überschwemmungen durch Hochwasserereignisse
  • Wassererosion sowie
  • industriebedingten Schadstoffimmissionen.

Diese Messflächen ermöglichen das Verfolgen spezieller Fragestellungen, wie beispielsweise den Einfluss von hochwasserbedingten Sedimenteinträgen auf die Entwicklung des Schadstoffgehaltes von Böden.

Weiterhin sind nur solche Standorte für Untersuchungsflächen ausgewählt worden, die einer für das Land Brandenburg charakteristischen Bodennutzung unterliegen. Dies sind hauptsächlich die landwirtschaftliche und die forstliche Nutzung. Das Landesamt für Umwelt unterhält ausschließlich Bodendauerbeobachtungsflächen mit landwirtschaftlicher Nutzung, das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde koordiniert die Bodenzustandserhebung im Wald.

Von den auf landwirtschaftlichen Flächen angelegten Dauerbeobachtungsstandorten befinden sich 23 auf Ackerland, weitere 5 auf Grünland. Neben diesen 28 Landwirtschaftsflächen gehören auch 4 Naturschutzflächen unter extensiver Grünlandnutzung zum Beobachtungsprogramm.

  • Einrichtung der Bodendauerbeobachtungsflächen

    Bei der Einrichtung der Bodendauerbeobachtungsflächen wurde zunächst jeweils der IST-Zustand des Bodens an den künftigen Messflächen-Standorten ermittelt. Dazu erfolgte für jede Fläche das Anlegen eines Schurfes bis in zwei Meter Bodentiefe, so dass die Horizonte der Böden sichtbar wurden. Die anhand dieser Profilaufgrabung vorgenommene bodenkundliche Standortansprache basierte zunächst auf der zu diesem Zeitpunkt geltenden Bodenkundlichen Kartieranleitung, 3. Auflage, und wurde im Jahr 2018 auf Grundlage der 5. Auflage der Bodenkundlichen Kartieranleitung für alle Messflächen aktualisiert.

    Bei der Einrichtung der Bodendauerbeobachtungsflächen wurde zunächst jeweils der IST-Zustand des Bodens an den künftigen Messflächen-Standorten ermittelt. Dazu erfolgte für jede Fläche das Anlegen eines Schurfes bis in zwei Meter Bodentiefe, so dass die Horizonte der Böden sichtbar wurden. Die anhand dieser Profilaufgrabung vorgenommene bodenkundliche Standortansprache basierte zunächst auf der zu diesem Zeitpunkt geltenden Bodenkundlichen Kartieranleitung, 3. Auflage, und wurde im Jahr 2018 auf Grundlage der 5. Auflage der Bodenkundlichen Kartieranleitung für alle Messflächen aktualisiert.

    © W15/Landesamt für Umwelt

    Die Eckpunkte der jeweils 1.000 Quadratmeter großen Kernfläche der Bodendauerbeobachtungsflächen sind dokumentiert, unterirdisch markiert und somit jederzeit wiederauffindbar. Sowohl die Bewirtschaftung der Messflächen als auch der umgebenden Landwirtschaftsflächen bleibt dadurch ungehindert möglich. Vor jeder Probenahme werden die Flächenkoordinaten mittels Geographischem Positionssystem erneut eingemessen und mit sichtbaren Markierungen abgesteckt, wie das nebenstehende Foto darstellt.

    © W15/Landesamt für Umwelt

    Die Eckpunkte der jeweils 1.000 Quadratmeter großen Kernfläche der Bodendauerbeobachtungsflächen sind dokumentiert, unterirdisch markiert und somit jederzeit wiederauffindbar. Sowohl die Bewirtschaftung der Messflächen als auch der umgebenden Landwirtschaftsflächen bleibt dadurch ungehindert möglich. Vor jeder Probenahme werden die Flächenkoordinaten mittels Geographischem Positionssystem erneut eingemessen und mit sichtbaren Markierungen abgesteckt, wie das nebenstehende Foto darstellt.

  • Parameter und Daten

    Die Bodendauerbeobachtungsflächen werden turnusweise auf physikalische, chemische und biologische Eigenschaften des Bodens untersucht. Um die Untersuchungsergebnisse interpretieren zu können, sind zusätzlich die Angaben der Landwirte zu den auf den Flächen durchgeführten Agrarmaßnahmen, wie zum Beispiel die Bodenbearbeitung, die Düngung und der Pflanzenschutzmitteleinsatz, erforderlich.

    Bodenphysikalische Eigenschaften

    Alle 32 Standorte der Bodendauerbeobachtung wurden bei der so genannten Grundinventur zur Flächeneinrichtung erstmalig auf ihre physikalischen Eigenschaften untersucht. Diese Untersuchung wird bei gravierenden Nutzungsänderungen oder sonstigen erheblichen Einwirkungen auf den Boden, die Folgen für die Bodenstruktur haben, für einzelne Bodendauerbeobachtungsflächen wiederholt.

    Zu den Kennwerten der physikalischen Bodenuntersuchung zählen unter anderem:

    • Korngröße
    • Lagerungsdichte
    • Wasserleitfähigkeit
    • Feldkapazität

    Bodenchemische Eigenschaften

    Die Untersuchung bodenchemischer Parameter erfolgt in so genannten Zyklen. Seit Beginn der Bodendauerbeobachtung im Land Brandenburg im Jahr 1990 wurden bislang 4 Untersuchungszyklen durchgeführt. Je Zyklus erfolgt eine Probenahme auf jeder der 32 Bodendauerbeobachtungsflächen. Bei der Ermittlung der bodenchemischen Eigenschaften richtet sich die Probennahme nach der zu bestimmenden Stoffgruppe und wird mittels einer Handstechsonde für den Oberboden oder einer Rammkernsonde für den Ober- und Unterboden ausgeführt.

    Es werden unter anderem erfasst:

    • pH-Wert
    • Kohlenstoffgehalt
    • Nährstoffgehalte
    • Schwermetalle
    • Radionuklide
    • Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe
    • organische Schadstoffe wie beispielsweise Dioxine/Furane, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Polychlorierte Biphenyle.

    Ein Teil des Probenmaterials für die Untersuchung der Bodenchemie wird vor der Laboranalytik abgeteilt und als so genannte Rückstellprobe in einer zentralen Bodenprobenbank hinterlegt. Diese Rückstellproben stehen bei Bedarf für weitere Untersuchungen, beispielsweise für qualitätssichernde Nachuntersuchungen oder das Ermitteln von Gehalten anderer Bodeninhaltsstoffe, zur Verfügung.

    Bodenbiologische Eigenschaften

    Veränderungen im Boden haben immer Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaft der Bodenlebewesen. Um herauszufinden, welchen Einfluss zum Beispiel Schadstoffeinträge oder steigende Temperaturen auf die Aktivität von Bodenmikroorganismen haben, werden seit 2006 in 2 bis 3-jährlichem Zeitintervall mikrobiologische Untersuchungen auf den Bodendauerbeobachtungsflächen durchgeführt.

    Diese Untersuchungen umfassen die Ermittlung der

    • Bodenatmung (mikrobielle Basalatmung) und
    • mikrobiellen Biomasse.

    Daraus wird der metabolische Quotient errechnet, der ein Maßstab für die Effizienz des Umsetzens der organischen Substanz durch die im Boden vorhandenen Mikroorganismen ist.

    Ein wichtiger Vertreter der Bodenmakrofauna ist der Regenwurm. Er gilt als das „Leittier“ des Bodens und beeinflusst unter anderem die Bodenstruktur und die Humusbildung in entscheidendem Maße. Die Bestandsaufnahme an Regenwürmern hinsichtlich der Entwicklung der Besatzdichte, der Biomasse und des Artenspektrums erfolgt je Messfläche alle 5 Jahre als Doppelbestimmung, jeweils zu einem Termin im Frühjahr und Herbst eines Jahres.

    Bewirtschaftungsdaten

    Alle Untersuchungsergebnisse müssen richtig interpretiert und ausgewertet werden. Daher ist es wichtig, die Bewirtschaftungsmaßnahmen der Landwirte auf ihren Acker- oder Grünlandflächen, in der eine Bodendauerbeobachtungsfläche liegt, zu kennen. Einmal jährlich werden die Daten zur angebauten Fruchtart, Bodenbearbeitung, Düngung und zum Pflanzenschutz an das Landesamt für Umwelt Brandenburg übermittelt.

    Die Bodendauerbeobachtungsflächen werden turnusweise auf physikalische, chemische und biologische Eigenschaften des Bodens untersucht. Um die Untersuchungsergebnisse interpretieren zu können, sind zusätzlich die Angaben der Landwirte zu den auf den Flächen durchgeführten Agrarmaßnahmen, wie zum Beispiel die Bodenbearbeitung, die Düngung und der Pflanzenschutzmitteleinsatz, erforderlich.

    Bodenphysikalische Eigenschaften

    Alle 32 Standorte der Bodendauerbeobachtung wurden bei der so genannten Grundinventur zur Flächeneinrichtung erstmalig auf ihre physikalischen Eigenschaften untersucht. Diese Untersuchung wird bei gravierenden Nutzungsänderungen oder sonstigen erheblichen Einwirkungen auf den Boden, die Folgen für die Bodenstruktur haben, für einzelne Bodendauerbeobachtungsflächen wiederholt.

    Zu den Kennwerten der physikalischen Bodenuntersuchung zählen unter anderem:

    • Korngröße
    • Lagerungsdichte
    • Wasserleitfähigkeit
    • Feldkapazität

    Bodenchemische Eigenschaften

    Die Untersuchung bodenchemischer Parameter erfolgt in so genannten Zyklen. Seit Beginn der Bodendauerbeobachtung im Land Brandenburg im Jahr 1990 wurden bislang 4 Untersuchungszyklen durchgeführt. Je Zyklus erfolgt eine Probenahme auf jeder der 32 Bodendauerbeobachtungsflächen. Bei der Ermittlung der bodenchemischen Eigenschaften richtet sich die Probennahme nach der zu bestimmenden Stoffgruppe und wird mittels einer Handstechsonde für den Oberboden oder einer Rammkernsonde für den Ober- und Unterboden ausgeführt.

    Es werden unter anderem erfasst:

    • pH-Wert
    • Kohlenstoffgehalt
    • Nährstoffgehalte
    • Schwermetalle
    • Radionuklide
    • Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe
    • organische Schadstoffe wie beispielsweise Dioxine/Furane, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Polychlorierte Biphenyle.

    Ein Teil des Probenmaterials für die Untersuchung der Bodenchemie wird vor der Laboranalytik abgeteilt und als so genannte Rückstellprobe in einer zentralen Bodenprobenbank hinterlegt. Diese Rückstellproben stehen bei Bedarf für weitere Untersuchungen, beispielsweise für qualitätssichernde Nachuntersuchungen oder das Ermitteln von Gehalten anderer Bodeninhaltsstoffe, zur Verfügung.

    Bodenbiologische Eigenschaften

    Veränderungen im Boden haben immer Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaft der Bodenlebewesen. Um herauszufinden, welchen Einfluss zum Beispiel Schadstoffeinträge oder steigende Temperaturen auf die Aktivität von Bodenmikroorganismen haben, werden seit 2006 in 2 bis 3-jährlichem Zeitintervall mikrobiologische Untersuchungen auf den Bodendauerbeobachtungsflächen durchgeführt.

    Diese Untersuchungen umfassen die Ermittlung der

    • Bodenatmung (mikrobielle Basalatmung) und
    • mikrobiellen Biomasse.

    Daraus wird der metabolische Quotient errechnet, der ein Maßstab für die Effizienz des Umsetzens der organischen Substanz durch die im Boden vorhandenen Mikroorganismen ist.

    Ein wichtiger Vertreter der Bodenmakrofauna ist der Regenwurm. Er gilt als das „Leittier“ des Bodens und beeinflusst unter anderem die Bodenstruktur und die Humusbildung in entscheidendem Maße. Die Bestandsaufnahme an Regenwürmern hinsichtlich der Entwicklung der Besatzdichte, der Biomasse und des Artenspektrums erfolgt je Messfläche alle 5 Jahre als Doppelbestimmung, jeweils zu einem Termin im Frühjahr und Herbst eines Jahres.

    Bewirtschaftungsdaten

    Alle Untersuchungsergebnisse müssen richtig interpretiert und ausgewertet werden. Daher ist es wichtig, die Bewirtschaftungsmaßnahmen der Landwirte auf ihren Acker- oder Grünlandflächen, in der eine Bodendauerbeobachtungsfläche liegt, zu kennen. Einmal jährlich werden die Daten zur angebauten Fruchtart, Bodenbearbeitung, Düngung und zum Pflanzenschutz an das Landesamt für Umwelt Brandenburg übermittelt.

  • Datenerfassung und -auswertung
    © W15/Landesamt für Umwelt

    Die Einzel- und Ergebnisdaten der Bodendauerbeobachtung werden im Programm BoDISonline dokumentiert. Der Dateneintrag erfolgt direkt in die Datenbank, wie beispielsweise für alle Schritte der Probenahme, die Erfassung der Regenwurmbestände und die Bewirtschaftungsdaten. Die Labordaten werden mittels eines Imports automatisiert eingepflegt.

    © W15/Landesamt für Umwelt

    Die Einzel- und Ergebnisdaten der Bodendauerbeobachtung werden im Programm BoDISonline dokumentiert. Der Dateneintrag erfolgt direkt in die Datenbank, wie beispielsweise für alle Schritte der Probenahme, die Erfassung der Regenwurmbestände und die Bewirtschaftungsdaten. Die Labordaten werden mittels eines Imports automatisiert eingepflegt.

    © W15/Landesamt für Umwelt

    Die im BoDISonline eingetragenen Informationen stehen dann in systematisierter Form für die Auswertung bereit. Diese Auswertung der Bodendaten erfolgt mittels statistischer Verfahren. Dazu werden die Ergebnisse der Erstuntersuchung jeweils mit denen den Wiederholungsuntersuchungen verglichen. So wird sowohl für die bodenchemischen als auch –biologischen Parameter vorgegangen. Anhand der Auswertungsergebnisse können Veränderungen der Böden erfasst und Trends der Entwicklung des Bodenzustandes abgeleitet werden. Die nebenstehende Grafik zeigt ein Auswertungsbeispiel für das Schwermetall Zink: Die im Oberboden der Messfläche Kuhlowitz ermittelten Zinkgehalte werden dem Vorsorgewert der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung vergleichend gegenübergestellt.

    Neben den oben genannten Auswertungen zu langfristig angelegten Aufgabenstellungen, spielen auch aktuelle Fragen wie Bodenzustandsänderungen infolge des Klimawandels, die Dynamik der organischen Bodensubstanz und Veränderungen des Humusvorrates in den beobachteten Böden zunehmend eine Rolle. Im Mittelpunkt der bodenbiologischen Untersuchungen stehen nutzungsbedingte und mögliche klimabedingte Veränderungen, zum Beispiel in der Individuendichte oder der standortbezogenen Artenzusammensetzung der Regenwurmpopulation.

    Die Auswertung der Daten erfolgt einerseits landesspezifisch. Andererseits werden die Daten beispielsweise dem Umweltbundesamt für die Bewertung länderübergreifender Fragestellungen und für die internationale Berichterstattung zur Verfügung gestellt. Die Auswertungsergebnisse der jeweiligen Untersuchungszyklen der Bodendauerbeobachtung in Brandenburg sind in Berichtsform dargestellt und können im Reiter Veröffentlichungen unter Weiterführende Informationen abgerufen werden.

    © W15/Landesamt für Umwelt

    Die im BoDISonline eingetragenen Informationen stehen dann in systematisierter Form für die Auswertung bereit. Diese Auswertung der Bodendaten erfolgt mittels statistischer Verfahren. Dazu werden die Ergebnisse der Erstuntersuchung jeweils mit denen den Wiederholungsuntersuchungen verglichen. So wird sowohl für die bodenchemischen als auch –biologischen Parameter vorgegangen. Anhand der Auswertungsergebnisse können Veränderungen der Böden erfasst und Trends der Entwicklung des Bodenzustandes abgeleitet werden. Die nebenstehende Grafik zeigt ein Auswertungsbeispiel für das Schwermetall Zink: Die im Oberboden der Messfläche Kuhlowitz ermittelten Zinkgehalte werden dem Vorsorgewert der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung vergleichend gegenübergestellt.

    Neben den oben genannten Auswertungen zu langfristig angelegten Aufgabenstellungen, spielen auch aktuelle Fragen wie Bodenzustandsänderungen infolge des Klimawandels, die Dynamik der organischen Bodensubstanz und Veränderungen des Humusvorrates in den beobachteten Böden zunehmend eine Rolle. Im Mittelpunkt der bodenbiologischen Untersuchungen stehen nutzungsbedingte und mögliche klimabedingte Veränderungen, zum Beispiel in der Individuendichte oder der standortbezogenen Artenzusammensetzung der Regenwurmpopulation.

    Die Auswertung der Daten erfolgt einerseits landesspezifisch. Andererseits werden die Daten beispielsweise dem Umweltbundesamt für die Bewertung länderübergreifender Fragestellungen und für die internationale Berichterstattung zur Verfügung gestellt. Die Auswertungsergebnisse der jeweiligen Untersuchungszyklen der Bodendauerbeobachtung in Brandenburg sind in Berichtsform dargestellt und können im Reiter Veröffentlichungen unter Weiterführende Informationen abgerufen werden.

  • Datenbereitstellung

    Dem Umweltbundesamt werden im Rahmen einer Datenaustauschvereinbarung die Monitoringdaten aus Brandenburg für die bundesweite Bodenzustandsbewertung regelmäßig zur Verfügung gestellt. Datenanfragen an das Landesamt für Umwelt stellen zunehmend auch universitäre Einrichtungen und Ingenieurbüros, die den Wert von Bodendauerbeobachtungsflächen als bodenkundlich und analytisch intensiv erkundete Basis für Projekte der wissenschaftlichen Forschung erkannt haben.

    Dem Umweltbundesamt werden im Rahmen einer Datenaustauschvereinbarung die Monitoringdaten aus Brandenburg für die bundesweite Bodenzustandsbewertung regelmäßig zur Verfügung gestellt. Datenanfragen an das Landesamt für Umwelt stellen zunehmend auch universitäre Einrichtungen und Ingenieurbüros, die den Wert von Bodendauerbeobachtungsflächen als bodenkundlich und analytisch intensiv erkundete Basis für Projekte der wissenschaftlichen Forschung erkannt haben.

Ausblick

Die aus der Bodendauerbeobachtung gewonnen Bodendaten leisten einen wichtigen Beitrag zum frühzeitigen Erkennen von Veränderungen und Beeinträchtigungen des Bodenzustandes und der Bodenfunktionen für das eigene Bundesland, aber auch bundesweit. Sie sind Grundlage, um langfristige Bodenveränderungen rechtzeitig festzustellen, vor schädlichen Entwicklungen zu warnen und um erforderliche Maßnahmen in Politik und Praxis fachlich begründet einleiten zu können.

Auch die nationale Umweltforschung, beispielsweise die Klimafolgenforschung, profitiert von den in Brandenburg und anderen Bundesländern aus der Bodendauerbeobachtung erhobenen Datensätzen und Zeitreihen. Diese resultieren zum Teil aus schon über 30 Jahren Messnetzbetrieb. Denn es braucht langfristige und kontinuierliche Untersuchungen, um Veränderungstendenzen des Bodens statistisch abzusichern. Je länger Untersuchungs-Zeitreihen werden, desto wertvoller sind sie und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für den Boden- und Umweltschutz insgesamt, aber auch für angrenzende Fachdisziplinen.

Ausblick

Die aus der Bodendauerbeobachtung gewonnen Bodendaten leisten einen wichtigen Beitrag zum frühzeitigen Erkennen von Veränderungen und Beeinträchtigungen des Bodenzustandes und der Bodenfunktionen für das eigene Bundesland, aber auch bundesweit. Sie sind Grundlage, um langfristige Bodenveränderungen rechtzeitig festzustellen, vor schädlichen Entwicklungen zu warnen und um erforderliche Maßnahmen in Politik und Praxis fachlich begründet einleiten zu können.

Auch die nationale Umweltforschung, beispielsweise die Klimafolgenforschung, profitiert von den in Brandenburg und anderen Bundesländern aus der Bodendauerbeobachtung erhobenen Datensätzen und Zeitreihen. Diese resultieren zum Teil aus schon über 30 Jahren Messnetzbetrieb. Denn es braucht langfristige und kontinuierliche Untersuchungen, um Veränderungstendenzen des Bodens statistisch abzusichern. Je länger Untersuchungs-Zeitreihen werden, desto wertvoller sind sie und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für den Boden- und Umweltschutz insgesamt, aber auch für angrenzende Fachdisziplinen.

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Weiterführende Informationen

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