Seggenrohrsänger (Acrocephalus paludicola)

 Ein Seggenrohrsänger klammert sich mit beiden Beinen an zwei Grashalme. Sein Schnabel ist geöffnet. Kehle und Bauch sind hell beziehungsweise weiß. Der Kopf ist von der linken Seite im Profil zu sehen. Von der Kopfzeichnung sind zwei der drei hellen Streifen und ein dunkler der insgesamt zwei Streifen des Kopfes zu erkennen. Sie verlaufen im Wechsel vom Schnabel zum Hinterkopf.
© Vytautas Knyva
 Ein Seggenrohrsänger klammert sich mit beiden Beinen an zwei Grashalme. Sein Schnabel ist geöffnet. Kehle und Bauch sind hell beziehungsweise weiß. Der Kopf ist von der linken Seite im Profil zu sehen. Von der Kopfzeichnung sind zwei der drei hellen Streifen und ein dunkler der insgesamt zwei Streifen des Kopfes zu erkennen. Sie verlaufen im Wechsel vom Schnabel zum Hinterkopf.
© Vytautas Knyva

Schutzstatus

  • Rote Liste Brandenburg: Vom Aussterben bedroht
  • Rote Liste Deutschland: Vom Aussterben bedroht
  • Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union: Anhang I
  • Nationale Verantwortlichkeit: sehr hohe Verantwortung

Bestand und Bestandsentwicklung: Ausgestorben

Der Seggenrohrsänger ist leider allen Schutzbemühungen zum Trotz in Brandenburg und damit in Deutschland als Brutvogel verschwunden. Nach den Konventionen der Roten Liste kann er dort erst zehn Jahre nach seinem Verschwinden in der Kategorie „Null“ („Ausgestorben“) erscheinen, aber seit 2015 gibt es keinen Nachweis eines singenden Männchens mehr im Lande.

Im Rahmen des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens „Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen des global bedrohten Seggenrohrsängers durch neue Wege im Management von Feuchtgrünland am Beispiel des Nationalparks Unteres Odertal“ hatte es kurz zuvor noch einmal eine minimale Zunahme auf drei singende Männchen gegeben.

Schutzstatus

  • Rote Liste Brandenburg: Vom Aussterben bedroht
  • Rote Liste Deutschland: Vom Aussterben bedroht
  • Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union: Anhang I
  • Nationale Verantwortlichkeit: sehr hohe Verantwortung

Bestand und Bestandsentwicklung: Ausgestorben

Der Seggenrohrsänger ist leider allen Schutzbemühungen zum Trotz in Brandenburg und damit in Deutschland als Brutvogel verschwunden. Nach den Konventionen der Roten Liste kann er dort erst zehn Jahre nach seinem Verschwinden in der Kategorie „Null“ („Ausgestorben“) erscheinen, aber seit 2015 gibt es keinen Nachweis eines singenden Männchens mehr im Lande.

Im Rahmen des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens „Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen des global bedrohten Seggenrohrsängers durch neue Wege im Management von Feuchtgrünland am Beispiel des Nationalparks Unteres Odertal“ hatte es kurz zuvor noch einmal eine minimale Zunahme auf drei singende Männchen gegeben.

Grafik der Bestandentwicklung Seggenrohrsänger 1992 bis 2016
Bestandsentwicklung Seggenrohrsänger 1992 bis 2016 © Landesamt für Umwelt

Schutzprogramme 

Gleichwohl gibt es sowohl national als auch international Bemühungen zum Schutz der Art, die auch auf die „Pommersche Population“ und damit die letzten deutschen Vorkommen abzielen. Zum einen hat sich Deutschland dazu 2003 durch das „Memorandum of Understanding“ für die Art im Rahmen der Bonner Konvention verpflichtet. Eine der Empfehlungen der letzten Mitgliedsstaatenkonferenz 2015 in Litauen (zu finden unter Downloads: Aktuelles aus der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg, 2015) betrifft auch die Pommersche Population. Zum anderen steht diese westlichste Population der Art auch im Fokus des internationalen Aquatic Warbler Conservation Teams (AWCT). Durch das AWCT wurden erfolgreich Translokationsversuche im Rahmen eines litauisch-weißrussischen LIFE-Projekts der Europäischen Union initiiertet. In Belarus entnommene Jungvögel wurden in einem potenziellen Brutgebiet in Litauen freigelassen. In nur drei Jahren etablierte sich eine vitale Brutpopulation mit 30 singenden Männchen. Nun wird erwogen, diese Methode auch für den Wiederaufbau der Pommerschen Population auf polnischer und deutscher Seite einzusetzen. Dies basiert auf der Einschätzung, dass sowohl in Brandenburg als auch in Mecklenburg-Vorpommern und Nordwest-Polen geeignete Lebensräume vorhanden sind bzw. wiederhergestellt wurden. Ein LIFE-Projekt der Europäischen Union in hier in Vorbereitung.

Grafik der Bestandentwicklung Seggenrohrsänger 1992 bis 2016
Bestandsentwicklung Seggenrohrsänger 1992 bis 2016 © Landesamt für Umwelt

Schutzprogramme 

Gleichwohl gibt es sowohl national als auch international Bemühungen zum Schutz der Art, die auch auf die „Pommersche Population“ und damit die letzten deutschen Vorkommen abzielen. Zum einen hat sich Deutschland dazu 2003 durch das „Memorandum of Understanding“ für die Art im Rahmen der Bonner Konvention verpflichtet. Eine der Empfehlungen der letzten Mitgliedsstaatenkonferenz 2015 in Litauen (zu finden unter Downloads: Aktuelles aus der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg, 2015) betrifft auch die Pommersche Population. Zum anderen steht diese westlichste Population der Art auch im Fokus des internationalen Aquatic Warbler Conservation Teams (AWCT). Durch das AWCT wurden erfolgreich Translokationsversuche im Rahmen eines litauisch-weißrussischen LIFE-Projekts der Europäischen Union initiiertet. In Belarus entnommene Jungvögel wurden in einem potenziellen Brutgebiet in Litauen freigelassen. In nur drei Jahren etablierte sich eine vitale Brutpopulation mit 30 singenden Männchen. Nun wird erwogen, diese Methode auch für den Wiederaufbau der Pommerschen Population auf polnischer und deutscher Seite einzusetzen. Dies basiert auf der Einschätzung, dass sowohl in Brandenburg als auch in Mecklenburg-Vorpommern und Nordwest-Polen geeignete Lebensräume vorhanden sind bzw. wiederhergestellt wurden. Ein LIFE-Projekt der Europäischen Union in hier in Vorbereitung.