Heldbock

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Der Heldbock (Cerambyx cerdo) wird auch Großer Eichenbock genannt und gehört zu den größten Käfern Mitteleuropas. Obwohl er selbst selten gesehen wird, verraten ihn seine Spuren, denn der Heldbock hinterlässt daumengroße Bohrlöcher an alten Eichen und Bohrmehl auf der Rinde sowie am Stammfuß.

Der Heldbock (Cerambyx cerdo) wird auch Großer Eichenbock genannt und gehört zu den größten Käfern Mitteleuropas. Obwohl er selbst selten gesehen wird, verraten ihn seine Spuren, denn der Heldbock hinterlässt daumengroße Bohrlöcher an alten Eichen und Bohrmehl auf der Rinde sowie am Stammfuß.

  • Steckbrief

    Der Heldbock ist ein braunschwarzer Bockkäfer mit einer stark variierenden Körpergröße bei beiden Geschlechtern. Die Käfer werden 2,5 bis 5,5 Zentimeter lang und die Antennen des Männchens können bis zu 10 Zentimeter erreichen. Die des Weibchens bleiben etwas kürzer, mit bis zu 5 Zentimeter. Die Flügeldecken werden zum Ende hin etwas schmaler und sind bräunlich, rötlich aufgehellt.

    Der Heldbock ist ein Altholzbewohner, der seine Eier in die Rinde oder alte Larvengänge an lebenden, alten Stiel- oder Trauben-Eichen ablegt. Es handelt sich vorwiegend um schon geschwächte Bäume, die Schadstellen (Astabbruchstellen) aufweisen. Während der Larvalentwicklung arbeitet sich die Larve von der Rinde ins Kernholz vor. Der Entwicklungszyklus dauert 3-5 Jahre. Die fertigen Käfer überwintern meist in der Puppenwiege bevor sie im Folgejahr das Tageslicht erblicken. Die geschlüpften Heldböcke können von Mitte Mai bis Ende August in der Nacht und Dämmerung beobachtet werden und ernähren sich vorwiegend vom Baumsaft der Eichen. Ihr Ausbreitungs- und Wiederbesiedelungsvermögen wird als gering eingeschätzt, denn sie halten sich zumeist am eigenen Brutbaum auf.

    Der Heldbock ist ein braunschwarzer Bockkäfer mit einer stark variierenden Körpergröße bei beiden Geschlechtern. Die Käfer werden 2,5 bis 5,5 Zentimeter lang und die Antennen des Männchens können bis zu 10 Zentimeter erreichen. Die des Weibchens bleiben etwas kürzer, mit bis zu 5 Zentimeter. Die Flügeldecken werden zum Ende hin etwas schmaler und sind bräunlich, rötlich aufgehellt.

    Der Heldbock ist ein Altholzbewohner, der seine Eier in die Rinde oder alte Larvengänge an lebenden, alten Stiel- oder Trauben-Eichen ablegt. Es handelt sich vorwiegend um schon geschwächte Bäume, die Schadstellen (Astabbruchstellen) aufweisen. Während der Larvalentwicklung arbeitet sich die Larve von der Rinde ins Kernholz vor. Der Entwicklungszyklus dauert 3-5 Jahre. Die fertigen Käfer überwintern meist in der Puppenwiege bevor sie im Folgejahr das Tageslicht erblicken. Die geschlüpften Heldböcke können von Mitte Mai bis Ende August in der Nacht und Dämmerung beobachtet werden und ernähren sich vorwiegend vom Baumsaft der Eichen. Ihr Ausbreitungs- und Wiederbesiedelungsvermögen wird als gering eingeschätzt, denn sie halten sich zumeist am eigenen Brutbaum auf.

  • Lebensraum und Schutz

    Vorwiegend werden mächtige Eichen in sonniger Lage vom Heldbock besiedelt. Diese Altbäume finden sich in Hartholzauen, an Waldrändern, in Alleen, Park- und Grünanlagen. Bei günstigen Bedingungen besiedelt der Heldbock „seinen“ Brutbaum über mehrere Generationen hinweg. Der Heldbock kann auch gemeinsam mit dem Eremit (Osmoderma eremita) vorkommen.

    Der Heldbock ist hauptsächlich durch die Beseitigung seiner Brutbäume gefährdet. Dies geschieht auf natürliche Weise durch beschleunigte Absterbeprozesse zum Beispiel durch Trockenstress bei Alteichen. Da der Heldbock sich nur in lebenden Bäumen entwickeln kann, wird kein neuer Entwicklungszyklus mehr begonnen, sondern höchstens angefangene beendet. Auch menschliche Eingriffe wie Maßnahmen der Verkehrssicherung zum Beispiel Fällungen oder Kronenrückschnitte gefährden das Heldbockvorkommen. Zudem führt Beschattung der Brutbäume durch z.B. nicht einheimische Baumarten zu ungünstigen Entwicklungsbedingungen, da der Heldbock auf Bäume in sonnenexponierter Lage angewiesen ist.

    Die Erhaltung und Entwicklung lichter und eichenreicher Laubmischwälder sichert das Fortbestehen des Heldbockvorkommens in Brandenburg. Im Zuge der Verkehrssicherung können Hochstämme stehengelassen und Stämme sowie Kronenäste für den Abschluss der Larvalentwicklung in der Sonne aufgestellt werden. Alte Eichen sollten dem natürlichen Zerfall überlassen werden und gleichzeitig sollten nachhaltig neue „Zukunftsbäume“ gepflanzt werden.

    Der Heldbock ist eine streng geschützte und europarechtlich geschützte Art. Auf der Roten Liste Deutschlands wird er als Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt.

     

     

    Vorwiegend werden mächtige Eichen in sonniger Lage vom Heldbock besiedelt. Diese Altbäume finden sich in Hartholzauen, an Waldrändern, in Alleen, Park- und Grünanlagen. Bei günstigen Bedingungen besiedelt der Heldbock „seinen“ Brutbaum über mehrere Generationen hinweg. Der Heldbock kann auch gemeinsam mit dem Eremit (Osmoderma eremita) vorkommen.

    Der Heldbock ist hauptsächlich durch die Beseitigung seiner Brutbäume gefährdet. Dies geschieht auf natürliche Weise durch beschleunigte Absterbeprozesse zum Beispiel durch Trockenstress bei Alteichen. Da der Heldbock sich nur in lebenden Bäumen entwickeln kann, wird kein neuer Entwicklungszyklus mehr begonnen, sondern höchstens angefangene beendet. Auch menschliche Eingriffe wie Maßnahmen der Verkehrssicherung zum Beispiel Fällungen oder Kronenrückschnitte gefährden das Heldbockvorkommen. Zudem führt Beschattung der Brutbäume durch z.B. nicht einheimische Baumarten zu ungünstigen Entwicklungsbedingungen, da der Heldbock auf Bäume in sonnenexponierter Lage angewiesen ist.

    Die Erhaltung und Entwicklung lichter und eichenreicher Laubmischwälder sichert das Fortbestehen des Heldbockvorkommens in Brandenburg. Im Zuge der Verkehrssicherung können Hochstämme stehengelassen und Stämme sowie Kronenäste für den Abschluss der Larvalentwicklung in der Sonne aufgestellt werden. Alte Eichen sollten dem natürlichen Zerfall überlassen werden und gleichzeitig sollten nachhaltig neue „Zukunftsbäume“ gepflanzt werden.

    Der Heldbock ist eine streng geschützte und europarechtlich geschützte Art. Auf der Roten Liste Deutschlands wird er als Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt.

     

     

Weiterführende Informationen

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