Grundwasseruntersuchung /-monitoring



Die hydrogeochemische Überwachung des Grundwassers im Land Brandenburg erfolgt über das Landesmessnetz Grundwasserbeschaffenheit. Das Messnetz ist in unterschiedliche Messprogramme gegliedert, die der Erfüllung folgender Aufgaben und Untersuchungsziele dienen:
- langfristige Überwachung des Grundwassers
in den wichtigsten hydrogeologischen Einheiten - Erfüllung europäischer und bundesweiter Berichtspflichten
- Bewertung der Grundwasserbeschaffenheit
für alle drei Grundwasserleiterkomplexe - Ableitung von Hintergrundkonzentrationen im Grundwasser
für alle drei Grundwasserleiterkomplexe - Ermittlung von Konzentrationsentwicklungen (Trends)
- Beurteilung anthropogener, insbesondere landwirtschaftlicher
und bergbaulicher sowie salinarer Einflüsse
Das Landesmessnetz Grundwasserbeschaffenheit besteht aktuell aus rund 1000 Grundwassermessstellen. Die Beprobung und Laboranalyse erfolgt überwiegend zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst.
Der Untersuchungsumfang je Messstelle richtet sich nach der Zielstellung der Überwachung entsprechend den Berichtspflichten und gesetzlichen Erfordernissen sowie der hydrogeologischen Situation, der Landnutzung im Umfeld der Messstelle, dem Messstellenausbau und der hydrochemischen Typisierung. Informationen zum Parameterspektrum zeigt die tabellarische Übersicht unten.
Messnetze zur Erfüllung von Berichtspflichten
98 Messstellen aus dem Landesmessnetz Grundwasserbeschaffenheit wurden für die regelmäßige Berichterstattung an die Europäische Umweltagentur (EUA) ausgewählt. Sie sind Bestandteil des bundesweiten EUA-Messnetzes, welches den Zustand des Grundwassers in Deutschland repräsentiert. Von diesen 98 Messstellen werden 56 Messstellen für die Nitrat-Berichterstattung verwendet. Die Anzahl der Messstellen ist eine bundesweite Vorgabe berechnet auf Basis der Größe der Bundesländer.
Zur Berichterstattung für die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) werden die Messstellen des Landesmessnetzes Grundwasserbeschaffenheit einem Überblicksmonitoring und je nach Bewertung des Grundwasserkörpers einem sogenannten operativen Monitoring zugeordnet.
Für die Ausweisung nitratbelasteter Gebiete wird auf Basis der Messstellen des Landesmessnetzes Grundwasserbeschaffenheit ein Ausweisungsmessnetz erstellt.
Die Grundwassermessstellen, die zur Erfüllung der unterschiedlichen Berichtspflichten verwendet werden, sind in der folgenden Kartenanwendung der Auskunftsplattform Wasser (APW) abrufbar. Zeitreihen zu den untersuchten Parametern können per Mausklick auf eine Grundwassermessstelle geöffnet werden.

Die hydrogeochemische Überwachung des Grundwassers im Land Brandenburg erfolgt über das Landesmessnetz Grundwasserbeschaffenheit. Das Messnetz ist in unterschiedliche Messprogramme gegliedert, die der Erfüllung folgender Aufgaben und Untersuchungsziele dienen:
- langfristige Überwachung des Grundwassers
in den wichtigsten hydrogeologischen Einheiten - Erfüllung europäischer und bundesweiter Berichtspflichten
- Bewertung der Grundwasserbeschaffenheit
für alle drei Grundwasserleiterkomplexe - Ableitung von Hintergrundkonzentrationen im Grundwasser
für alle drei Grundwasserleiterkomplexe - Ermittlung von Konzentrationsentwicklungen (Trends)
- Beurteilung anthropogener, insbesondere landwirtschaftlicher
und bergbaulicher sowie salinarer Einflüsse
Das Landesmessnetz Grundwasserbeschaffenheit besteht aktuell aus rund 1000 Grundwassermessstellen. Die Beprobung und Laboranalyse erfolgt überwiegend zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst.
Der Untersuchungsumfang je Messstelle richtet sich nach der Zielstellung der Überwachung entsprechend den Berichtspflichten und gesetzlichen Erfordernissen sowie der hydrogeologischen Situation, der Landnutzung im Umfeld der Messstelle, dem Messstellenausbau und der hydrochemischen Typisierung. Informationen zum Parameterspektrum zeigt die tabellarische Übersicht unten.
Messnetze zur Erfüllung von Berichtspflichten
98 Messstellen aus dem Landesmessnetz Grundwasserbeschaffenheit wurden für die regelmäßige Berichterstattung an die Europäische Umweltagentur (EUA) ausgewählt. Sie sind Bestandteil des bundesweiten EUA-Messnetzes, welches den Zustand des Grundwassers in Deutschland repräsentiert. Von diesen 98 Messstellen werden 56 Messstellen für die Nitrat-Berichterstattung verwendet. Die Anzahl der Messstellen ist eine bundesweite Vorgabe berechnet auf Basis der Größe der Bundesländer.
Zur Berichterstattung für die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) werden die Messstellen des Landesmessnetzes Grundwasserbeschaffenheit einem Überblicksmonitoring und je nach Bewertung des Grundwasserkörpers einem sogenannten operativen Monitoring zugeordnet.
Für die Ausweisung nitratbelasteter Gebiete wird auf Basis der Messstellen des Landesmessnetzes Grundwasserbeschaffenheit ein Ausweisungsmessnetz erstellt.
Die Grundwassermessstellen, die zur Erfüllung der unterschiedlichen Berichtspflichten verwendet werden, sind in der folgenden Kartenanwendung der Auskunftsplattform Wasser (APW) abrufbar. Zeitreihen zu den untersuchten Parametern können per Mausklick auf eine Grundwassermessstelle geöffnet werden.
Wasserstand, Sondermessnetze und Wasserwerke
Die Messstellen an denen die Grundwasserbeschaffenheit untersucht wird, sind auch Teil des Messnetzes zur Beobachtung des Wasserstandes. Die Wasserstände werden im Allgemeinen wöchentlich per Hand oder täglich mit einem Datenlogger erfasst. Eine Übersicht über die Grundwassermessstellen des Landes finden Sie in der Auskunftsplattform Wasser und der Kartenanwendung Grundwassermessstellen.
Der Bau und Betrieb von Sondermessprogrammen im Braunkohlerevier und bei Altlastenstandorten erfolgt weitgehend in Verantwortung der Anlagenbetreiber und potenziellen Schadensverursacher mit Unterstützung durch das Land.
Messnetze in Einzugsgebieten von Wasserwerken werden im Rahmen der Eigenüberwachung durch die Wasserversorgungsunternehmen errichtet.
Wasserstand, Sondermessnetze und Wasserwerke
Die Messstellen an denen die Grundwasserbeschaffenheit untersucht wird, sind auch Teil des Messnetzes zur Beobachtung des Wasserstandes. Die Wasserstände werden im Allgemeinen wöchentlich per Hand oder täglich mit einem Datenlogger erfasst. Eine Übersicht über die Grundwassermessstellen des Landes finden Sie in der Auskunftsplattform Wasser und der Kartenanwendung Grundwassermessstellen.
Der Bau und Betrieb von Sondermessprogrammen im Braunkohlerevier und bei Altlastenstandorten erfolgt weitgehend in Verantwortung der Anlagenbetreiber und potenziellen Schadensverursacher mit Unterstützung durch das Land.
Messnetze in Einzugsgebieten von Wasserwerken werden im Rahmen der Eigenüberwachung durch die Wasserversorgungsunternehmen errichtet.
Parameterspektrum
Die Grundwasserproben werden je nach Fragestellung und Ziel der Untersuchung auf unterschiedliche Parameter untersucht. Dabei gehören die Probennahme- und Vor-Ort-Parameter, die meisten Hauptinhaltsstoffe sowie die meisten Metalle zu den Standardparametern, die an jeder Grundwasserprobe analysiert werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht des Parameterspektrums der Grundwasseruntersuchungen am Landesamt für Umwelt:
Probennahme- und Vor-Ort-Parameter |
||
Abpumpdauer Abpumpvolumen Absenkung Basekapazität KB 8,2 Bodensatz in der Wasserprobe elektrische Leitfähigkeit Entnahmetiefe |
Förderstrom Geruch der Wasserprobe Lufttemperatur pH-Wert Redoxpotential Eh Redoxspannung Ruhewasserstand |
Sauerstoffgehalt Sohlenlotung der Messstelle Säurekapazität KS4,3 Trübung der Wasserprobe Wasserfarbe Wassertemperatur |
Hauptinhaltsstoffe |
||
Ammonium Bromid Calcium Chlorid Fluorid |
Hydrogenkarbonat Kalium Magnesium Natrium Nitrat |
Nitrit ortho-Phosphat Phosphor gesamt Sulfat |
Summenparameter |
||
TOC | DOC | AOX |
Metalle (inklusive Halbmetalle und Schwermetalle) |
||
Aluminium Arsen Barium Blei Bor |
Cadmium Chrom Eisen Kupfer Mangan |
Nickel Quecksilber Uran Zink |
Pflanzenschutzmittel und deren Metabolite |
||
2,4-D-Säure 2,4-DB 2,4,5-T-Säure 2,4,5-TP (Fenoprop) 2,6-Dichlorbenzamid AMPA Atrazin Bentazon Bromoxynil Chloridazon Chlormequat Chlorthalonil Chlorthalonilsulfonsäure Chlortoluron Desphenyl-Chloridazon Desethylatrazin Desethylterbutylazin Desisopropylatrazin Dichlorprop Diflufenican Dimethachlor Dimethachlorsäure Dimethachlor-Sulfonsäure Dimethachlor Metabolit SYN 530561 Dimethachlor Metabolit 369873 |
Dimethachlor Metabolit 373464 Dimethachlor Metabolit 102935 Dimethenamid Dimethenamidsulfonsäure Dimethoat Diuron Epoxiconazol Fenuron Flufenacet Fluoroxypyr Flurtamone Glyphosat Hydroxy-Terbuthylazin Isoproturon Isopyrazam MCPA MCPB Mecoprop Mepiquat Metamitron Metazachlor Metazachlorsäure (BH 479-4) Metazachlor-Sulfonsäure (BH 479-8) Methyl-Desphenyl-Chloridazon |
Metolachlor/S- M2 / FOE (Flufenacetsulfonsäure) Napropamid Nicosulfuron Pethoxamid Pendimethalin Pirimicarb Propyzamid Prochloraz Propamocarb-hydrochlorid Quinmerac Simazin S-Metolachlorsäure Metribuzin S-Metolachlor Metolachlor-Sulfonsäure S-Metolachlor-Metabolit NOA 413173 S-Metolachlor-Metabolit 357704 S-Metolachlor-Metabolit 368208 S-Metolachlor-Metabolit 37735 S-Metolachlor-Metabolit 50267 Terbuthylazin Terbuthylazin-Metabolit CGA 324007 TFA (Trifluoressigsäure Terbutryn Tebuconazol |
Arzneimittel |
||
Bezafibrat Carbamazepin Clofibrinsäure |
Diclofenac Ibuprofen |
Valsartan Valsartansäure |
Künstliche Süßstoffe |
||
Acesulfam Cyclamat |
Saccharin | Sucralose |
Weitere organische Schadstoffe (nur Stoffgruppen) |
||
Fette und Öle (MKW) Komplexbildner (EDTA / NTA) |
LHKW und Aromaten PAK |
PCB |
Die erhobenen Messwerte werden einer strengen Plausibilitätskontrolle unterzogen. Über eine eigene Software werden die Probennahmekriterien (wie zum Beispiel Einhaltung des hydraulischen und des Beschaffenheitskriteriums) geprüft und im Anschluss Ausreißerprüfungen, sowie Prüfungen zu Redoxverhältnissen und weiteren Parameter-Verhältnissen durchgeführt.
Erst nach intensiver Bewertung der Ergebnisse aus den einzelnen Prüfungen wird die einzelne Analyse in die Datenbank des Landesamtes für Umwelt importiert.
Die Grundwasserproben werden je nach Fragestellung und Ziel der Untersuchung auf unterschiedliche Parameter untersucht. Dabei gehören die Probennahme- und Vor-Ort-Parameter, die meisten Hauptinhaltsstoffe sowie die meisten Metalle zu den Standardparametern, die an jeder Grundwasserprobe analysiert werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht des Parameterspektrums der Grundwasseruntersuchungen am Landesamt für Umwelt:
Probennahme- und Vor-Ort-Parameter |
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Abpumpdauer Abpumpvolumen Absenkung Basekapazität KB 8,2 Bodensatz in der Wasserprobe elektrische Leitfähigkeit Entnahmetiefe |
Förderstrom Geruch der Wasserprobe Lufttemperatur pH-Wert Redoxpotential Eh Redoxspannung Ruhewasserstand |
Sauerstoffgehalt Sohlenlotung der Messstelle Säurekapazität KS4,3 Trübung der Wasserprobe Wasserfarbe Wassertemperatur |
Hauptinhaltsstoffe |
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Ammonium Bromid Calcium Chlorid Fluorid |
Hydrogenkarbonat Kalium Magnesium Natrium Nitrat |
Nitrit ortho-Phosphat Phosphor gesamt Sulfat |
Summenparameter |
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TOC | DOC | AOX |
Metalle (inklusive Halbmetalle und Schwermetalle) |
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Aluminium Arsen Barium Blei Bor |
Cadmium Chrom Eisen Kupfer Mangan |
Nickel Quecksilber Uran Zink |
Pflanzenschutzmittel und deren Metabolite |
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2,4-D-Säure 2,4-DB 2,4,5-T-Säure 2,4,5-TP (Fenoprop) 2,6-Dichlorbenzamid AMPA Atrazin Bentazon Bromoxynil Chloridazon Chlormequat Chlorthalonil Chlorthalonilsulfonsäure Chlortoluron Desphenyl-Chloridazon Desethylatrazin Desethylterbutylazin Desisopropylatrazin Dichlorprop Diflufenican Dimethachlor Dimethachlorsäure Dimethachlor-Sulfonsäure Dimethachlor Metabolit SYN 530561 Dimethachlor Metabolit 369873 |
Dimethachlor Metabolit 373464 Dimethachlor Metabolit 102935 Dimethenamid Dimethenamidsulfonsäure Dimethoat Diuron Epoxiconazol Fenuron Flufenacet Fluoroxypyr Flurtamone Glyphosat Hydroxy-Terbuthylazin Isoproturon Isopyrazam MCPA MCPB Mecoprop Mepiquat Metamitron Metazachlor Metazachlorsäure (BH 479-4) Metazachlor-Sulfonsäure (BH 479-8) Methyl-Desphenyl-Chloridazon |
Metolachlor/S- M2 / FOE (Flufenacetsulfonsäure) Napropamid Nicosulfuron Pethoxamid Pendimethalin Pirimicarb Propyzamid Prochloraz Propamocarb-hydrochlorid Quinmerac Simazin S-Metolachlorsäure Metribuzin S-Metolachlor Metolachlor-Sulfonsäure S-Metolachlor-Metabolit NOA 413173 S-Metolachlor-Metabolit 357704 S-Metolachlor-Metabolit 368208 S-Metolachlor-Metabolit 37735 S-Metolachlor-Metabolit 50267 Terbuthylazin Terbuthylazin-Metabolit CGA 324007 TFA (Trifluoressigsäure Terbutryn Tebuconazol |
Arzneimittel |
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Bezafibrat Carbamazepin Clofibrinsäure |
Diclofenac Ibuprofen |
Valsartan Valsartansäure |
Künstliche Süßstoffe |
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Acesulfam Cyclamat |
Saccharin | Sucralose |
Weitere organische Schadstoffe (nur Stoffgruppen) |
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Fette und Öle (MKW) Komplexbildner (EDTA / NTA) |
LHKW und Aromaten PAK |
PCB |
Die erhobenen Messwerte werden einer strengen Plausibilitätskontrolle unterzogen. Über eine eigene Software werden die Probennahmekriterien (wie zum Beispiel Einhaltung des hydraulischen und des Beschaffenheitskriteriums) geprüft und im Anschluss Ausreißerprüfungen, sowie Prüfungen zu Redoxverhältnissen und weiteren Parameter-Verhältnissen durchgeführt.
Erst nach intensiver Bewertung der Ergebnisse aus den einzelnen Prüfungen wird die einzelne Analyse in die Datenbank des Landesamtes für Umwelt importiert.
Umfangreiche Datenbasis
Die Zeitreihen der Grundwasseranalysen beginnen am Landesamt für Umwelt Anfang der 1990er Jahre. Damals wurden im Landesmessnetz mit um die 70 Grundwassermessstellen etwa 60 Parameter untersucht.
Das Parameterspektrum und auch die Anzahl der Messstellen stiegen seitdem kontinuierlich. Mit der Einführung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000 entstanden zusätzlich strenge Vorgaben zu Art und Umfang des Monitorings. Derzeit werden insgesamt rund 1000 Grundwassermessstellen überwiegend zweimal jährlich auf bis zu 100 Parameter untersucht.
Heute umfasst die Datenbank des Landesamtes für Umwelt über 20.000 Analysen mit mehr als 1,5 Millionen Einzelwerten.
Die Zeitreihen der Grundwasseranalysen beginnen am Landesamt für Umwelt Anfang der 1990er Jahre. Damals wurden im Landesmessnetz mit um die 70 Grundwassermessstellen etwa 60 Parameter untersucht.
Das Parameterspektrum und auch die Anzahl der Messstellen stiegen seitdem kontinuierlich. Mit der Einführung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000 entstanden zusätzlich strenge Vorgaben zu Art und Umfang des Monitorings. Derzeit werden insgesamt rund 1000 Grundwassermessstellen überwiegend zweimal jährlich auf bis zu 100 Parameter untersucht.
Heute umfasst die Datenbank des Landesamtes für Umwelt über 20.000 Analysen mit mehr als 1,5 Millionen Einzelwerten.