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Gewässerbelastungen

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Die Gewässer des Landes Brandenburg und der Metropolregion Berlin sind durch die Nutzungsansprüche des Menschen intensiv geprägt. Durch stoffliche und hydromorphologische Belastungen können Beeinträchtigungen der Gewässergüte entstehen. Des Weiteren bestehen wechselseitige Beziehungen zum Grundwasser, in welchem Prozesse teilweise sehr träge vonstattengehen. Entsprechend lange kann es dauern, bis Gegenmaßnahmen zur Reduzierung dieser Belastungen wirksam werden.

Die Gewässer des Landes Brandenburg und der Metropolregion Berlin sind durch die Nutzungsansprüche des Menschen intensiv geprägt. Durch stoffliche und hydromorphologische Belastungen können Beeinträchtigungen der Gewässergüte entstehen. Des Weiteren bestehen wechselseitige Beziehungen zum Grundwasser, in welchem Prozesse teilweise sehr träge vonstattengehen. Entsprechend lange kann es dauern, bis Gegenmaßnahmen zur Reduzierung dieser Belastungen wirksam werden.


Stoffliche Belastungen

Das Bild zeigt die Entwässerung von Ackerland und die Einleitung von meist mit Nährstoffen belastetem Wasser in ein Gewässer der Prignitz.
Drainagen in der Prignitz © Clemens Böckmann/Landesamt für Umwelt

Im sensiblen Ökosystem der Oberflächengewässer können kleine Stoffeinträge bereits eine große Wirkung hervorrufen.
Stoffliche Belastungen von Gewässern können durch Schadstoffe (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel oder Chemikalien aus Industrieanlagen) und durch ein übermäßiges Angebot von Nährstoffen (zum Beispiel Eintrag von Düngemitteln) hervorgerufen werden.
Stofflichen Belastungen können aus Punktquellen (zum Beispiel Einleitungen von Industrieanlagen oder kommunalen Abwasseranlagen) oder aus diffuse Quellen (zum Beispiel Niederschlag oder Grundwasser) in die Oberflächengewässer gelangen. Im Gegensatz zu diffusen Einträgen lassen sich Einträge aus Punktquellen besser erkennen und gestatten, wirkungsvolle Maßnahmen schneller umzusetzen.
Das Land Brandenburg hat gemeinsam mit dem Land Berlin ein länderübergreifendes Handlungskonzept zur Reduzierung der Nährstoffbelastung erarbeitet.

Das Bild zeigt die Entwässerung von Ackerland und die Einleitung von meist mit Nährstoffen belastetem Wasser in ein Gewässer der Prignitz.
Drainagen in der Prignitz © Clemens Böckmann/Landesamt für Umwelt

Im sensiblen Ökosystem der Oberflächengewässer können kleine Stoffeinträge bereits eine große Wirkung hervorrufen.
Stoffliche Belastungen von Gewässern können durch Schadstoffe (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel oder Chemikalien aus Industrieanlagen) und durch ein übermäßiges Angebot von Nährstoffen (zum Beispiel Eintrag von Düngemitteln) hervorgerufen werden.
Stofflichen Belastungen können aus Punktquellen (zum Beispiel Einleitungen von Industrieanlagen oder kommunalen Abwasseranlagen) oder aus diffuse Quellen (zum Beispiel Niederschlag oder Grundwasser) in die Oberflächengewässer gelangen. Im Gegensatz zu diffusen Einträgen lassen sich Einträge aus Punktquellen besser erkennen und gestatten, wirkungsvolle Maßnahmen schneller umzusetzen.
Das Land Brandenburg hat gemeinsam mit dem Land Berlin ein länderübergreifendes Handlungskonzept zur Reduzierung der Nährstoffbelastung erarbeitet.


Morphologische Belastungen

Das Bild zeigt ein Querbauwerk ohne Fischtreppe zum Anstau von Wasser in der Schwarzen Elster.
Wehr in der Schwarzen Elster © Institut für Binnenfischerei

Flussbegradigungen und der Gewässerausbau zur besseren Schiffbarkeit haben durch erhebliche Eingriffe in die natürliche Gewässerstruktur dem Gewässer und der Aue die Möglichkeit zur eigenständigen Entwicklung genommen und die Strukturgüte nachhaltig verschlechtert. Das führt zum Verlust vieler Lebensräume (Habitate) in den Gewässern. Renaturierungsmaßnahmen, wie sie im Land Brandenburg an gefährdeten Gewässerabschnitten durchgeführt werden, helfen dem Gewässer seinen natürlichen Zustand zurückzugewinnen.
Durch den Einbau unpassierbarer Wehre und Schleusen haben Fische Schwierigkeiten, sich in den Gewässern ungehindert zu bewegen. In der Folge ist die ökologische Durchgängigkeit für die Tiere nicht gegeben. Länderübergreifend wurden für das Einzugsgebiet der Elbe überregionale Vorranggewässer ausgewiesen, die für Fischpopulationen eine vernetzende Funktion haben. Diese wurden vom Land Brandenburg in einem Landeskonzept durch regionale Vorranggewässer ergänzt

Das Bild zeigt ein Querbauwerk ohne Fischtreppe zum Anstau von Wasser in der Schwarzen Elster.
Wehr in der Schwarzen Elster © Institut für Binnenfischerei

Flussbegradigungen und der Gewässerausbau zur besseren Schiffbarkeit haben durch erhebliche Eingriffe in die natürliche Gewässerstruktur dem Gewässer und der Aue die Möglichkeit zur eigenständigen Entwicklung genommen und die Strukturgüte nachhaltig verschlechtert. Das führt zum Verlust vieler Lebensräume (Habitate) in den Gewässern. Renaturierungsmaßnahmen, wie sie im Land Brandenburg an gefährdeten Gewässerabschnitten durchgeführt werden, helfen dem Gewässer seinen natürlichen Zustand zurückzugewinnen.
Durch den Einbau unpassierbarer Wehre und Schleusen haben Fische Schwierigkeiten, sich in den Gewässern ungehindert zu bewegen. In der Folge ist die ökologische Durchgängigkeit für die Tiere nicht gegeben. Länderübergreifend wurden für das Einzugsgebiet der Elbe überregionale Vorranggewässer ausgewiesen, die für Fischpopulationen eine vernetzende Funktion haben. Diese wurden vom Land Brandenburg in einem Landeskonzept durch regionale Vorranggewässer ergänzt


Hydrologische Belastungen

Das Bild zeigt das Bachbett des Eiserbaches im Landkreis Teltow Fläming ohne Wasser.
Ausgetrockneter Eiserbach © Untere Wasserbehörde/Landkreis Teltow-Fläming

Durch fehlende Niederschläge und zunehmend wärmere Temperaturen steht weniger Wasser für den Abfluss zur Verfügung. Dadurch gehen Lebensräume verloren und der gute Zustand der Gewässer kann nicht erreicht werden.
Eine wichtige Voraussetzung für die Begrenzung übermäßiger Wasserentnahmen oder die Anpassung des Wassermanagements zur Erhöhung der sommerlichen Abflüsse ist die Definition einer ökologisch begründeten Mindestwasserführung. Dieser Wert gibt die Wassermenge an, die notwendig ist, um den guten Zustand der Gewässer zu gewährleisten, indem ausreichende Lebensbedingungen für die wasser- und strömungsliebenden Tier- und Pflanzenarten in einem Fließgewässer zur Verfügung stehen.
Mit der Erarbeitung des Mindestwasserkonzeptes für das Land Brandenburg wurde ein wichtiger Baustein geschaffen, um diesen Aspekt in der wasserwirtschaftlichen Planung der Zukunft berücksichtigen zu können.

Das Bild zeigt das Bachbett des Eiserbaches im Landkreis Teltow Fläming ohne Wasser.
Ausgetrockneter Eiserbach © Untere Wasserbehörde/Landkreis Teltow-Fläming

Durch fehlende Niederschläge und zunehmend wärmere Temperaturen steht weniger Wasser für den Abfluss zur Verfügung. Dadurch gehen Lebensräume verloren und der gute Zustand der Gewässer kann nicht erreicht werden.
Eine wichtige Voraussetzung für die Begrenzung übermäßiger Wasserentnahmen oder die Anpassung des Wassermanagements zur Erhöhung der sommerlichen Abflüsse ist die Definition einer ökologisch begründeten Mindestwasserführung. Dieser Wert gibt die Wassermenge an, die notwendig ist, um den guten Zustand der Gewässer zu gewährleisten, indem ausreichende Lebensbedingungen für die wasser- und strömungsliebenden Tier- und Pflanzenarten in einem Fließgewässer zur Verfügung stehen.
Mit der Erarbeitung des Mindestwasserkonzeptes für das Land Brandenburg wurde ein wichtiger Baustein geschaffen, um diesen Aspekt in der wasserwirtschaftlichen Planung der Zukunft berücksichtigen zu können.


Im engeren Sinne führt jede Gewässerbenutzung zu einer Belastung, deren Verträglichkeit vom Ausmaß der Nutzung abhängig ist. Dazu zählen neben den Einleitungen von Nähr- und Schadstoffen oder Gewässerausbaumaßnahmen, zum Beispiel auch die Entnahmen zur Trinkwassergewinnung oder thermische Belastungen durch Kühlwassereinleitungen.

Durch das landesweite Gewässermonitoring  und die Gewässerzustandsbewertung können Umfang und Ursachen der Belastungen ermittelt und die Güte der Oberflächengewässer bestimmt werden. Im Anschluss lassen sich an den festgestellten Schwerpunkten Maßnahmen zur Reduzierung der Gewässerbelastung durchführen und der Erfolg im Gewässermonitoring überprüfen.

Im engeren Sinne führt jede Gewässerbenutzung zu einer Belastung, deren Verträglichkeit vom Ausmaß der Nutzung abhängig ist. Dazu zählen neben den Einleitungen von Nähr- und Schadstoffen oder Gewässerausbaumaßnahmen, zum Beispiel auch die Entnahmen zur Trinkwassergewinnung oder thermische Belastungen durch Kühlwassereinleitungen.

Durch das landesweite Gewässermonitoring  und die Gewässerzustandsbewertung können Umfang und Ursachen der Belastungen ermittelt und die Güte der Oberflächengewässer bestimmt werden. Im Anschluss lassen sich an den festgestellten Schwerpunkten Maßnahmen zur Reduzierung der Gewässerbelastung durchführen und der Erfolg im Gewässermonitoring überprüfen.

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