Grundlagen Moorschutz

Brandenburg bietet durch seinen großen Reichtum an Mooren und Moortypen ausgezeichnete Bedingungen für landschaftsgeschichtliche Untersuchungen. Die im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende gebildeten Torfe enthalten eine Vielzahl wertvoller Informationen zur Entwicklung nicht nur der Moore selbst, sondern auch ihrer näheren und weiteren Umgebung. Vor allem die alljährlich eingewehten Pollen von Bäumen, Sträuchern und Kräutern und die schichtbeständige Konservierung dieser widerstandsfähigen, mikroskopisch kleinen Außenhüllen stellen ein biologisches Archiv ersten Ranges dar. Aber auch die Torfarten selbst und tierische und pflanzliche Reste wie Käferflügel und -schalen, Muschelgehäuse, Blätter, Früchte und Samen liefern wertvolle Informationen.

Brandenburg bietet durch seinen großen Reichtum an Mooren und Moortypen ausgezeichnete Bedingungen für landschaftsgeschichtliche Untersuchungen. Die im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende gebildeten Torfe enthalten eine Vielzahl wertvoller Informationen zur Entwicklung nicht nur der Moore selbst, sondern auch ihrer näheren und weiteren Umgebung. Vor allem die alljährlich eingewehten Pollen von Bäumen, Sträuchern und Kräutern und die schichtbeständige Konservierung dieser widerstandsfähigen, mikroskopisch kleinen Außenhüllen stellen ein biologisches Archiv ersten Ranges dar. Aber auch die Torfarten selbst und tierische und pflanzliche Reste wie Käferflügel und -schalen, Muschelgehäuse, Blätter, Früchte und Samen liefern wertvolle Informationen.

Weltweit beeinträchtigen großflächige Moore das Klima, wenn sie entwässert werden. „Für 7 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland sind entwässerte Moore verantwortlich – die eben anders als intakte Moore keinen Kohlenstoff mehr binden, sondern Treibhausgase freisetzen.“ (Quelle: Mooratlas, Heinrich-Böll-Stiftung).

Nasse Moore verbessern das Regionalklima

Da sind zum einen Moore als wichtige Kaltluftgebiete. Im brandenburgischen Tiefland ist der Begriff „Kaltluftgebiet“ raumplanerisch überwiegend positiv besetzt. Große trockene Sandlandschaften und urbane Gebiete heizen sich schneller auf als Feuchtgebiete wie Moore und Seen. In Städten sind die Temperaturen oft mehrere Grad höher als im Umland. Das hat auch Folgen für die menschliche Gesundheit. Nasse Moore wirken hier ausgleichend und spenden Frischluft, was in sehr heißen Sommern eine Rolle spielen kann. Berlin war früher umgeben von nassen Mooren und Niederungen. Lokalklimatisch bedeutende Gebiete wie das westlich gelegenen Havelländische Luch und das Rhinluch trockenen heutzutage im Sommer oberflächig aus.

Moore sind Bibliotheken der Klimageschichte

Viele Moore lagern seit tausenden Jahren Torfe und Mudden schichtenweise ab. In diesen Schichten finden sich viele eingeschlossene Pollen und pflanzliche sowie tierische Großreste, die somit die Klimageschichte einer Region widerspiegeln. Sie sind damit also nicht nur ein Zeugnis der Vegetationsgeschichte einer Region, sondern auch des Wandels regionaler Klimaverhältnisse. Auch Untersuchungen von Moorgehölzen lassen Rückschlüsse auf die jüngeren Klimaverhältnisse zu, da die Intensität des Jahresringwachstums mit dem Wasserstand in der Wurzelzone korreliert. Bei Moorkiefern spielen dabei auch der Quirlabstand und die Nadellänge eine Rolle.

Bei Mooren finden Prozesse statt, die die Auswirkungen von Trockenheit mildern

Die Ausprägung von Mooren kann sich je nach Wasserdargebot ändern. Längere Trockenphasen stellen eine Bedrohung für die Moorvegetation dar. Trockenphasen oder extreme Trockenjahre treten immer wieder auf. Das Kernproblem dabei ist der höhere Verdunstungsanspruch der Pflanzen. Für Pflanzen auf Schwingdecken sind Trockenphasen kein Problem solange das unterlagernde Wasserkissen existiert, da sich der Grundwasserflurabstand nicht ändert. Schwammmoore mindern in Trockenphasen bei sinkenden Wasserständen Ihr Porenvolumen und die Porengrößen, so dass die Wassersättigung länger erhalten bleibt. Die oberste Moorschicht verdichtet sich, wodurch sich der kapillare Wasseraufstieg erhöht. Somit ändert sich der dynamische Wasserspeicher doch der Grundwasserflurabstand kaum. Für Standmoore trifft das nicht zu.

Torf- und Braunmoose können an der Oberfläche phasenhaft austrocknen und somit die Wasserverluste erheblich reduzieren. Torfmoose bleichen beim Austrocknen aus und werden fast weiß. Die erhöhte Reflektion wirkt der Erwärmung der Oberfläche entgegen und so zusätzlich gegen die Verdunstung.

Weltweit beeinträchtigen großflächige Moore das Klima, wenn sie entwässert werden. „Für 7 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland sind entwässerte Moore verantwortlich – die eben anders als intakte Moore keinen Kohlenstoff mehr binden, sondern Treibhausgase freisetzen.“ (Quelle: Mooratlas, Heinrich-Böll-Stiftung).

Nasse Moore verbessern das Regionalklima

Da sind zum einen Moore als wichtige Kaltluftgebiete. Im brandenburgischen Tiefland ist der Begriff „Kaltluftgebiet“ raumplanerisch überwiegend positiv besetzt. Große trockene Sandlandschaften und urbane Gebiete heizen sich schneller auf als Feuchtgebiete wie Moore und Seen. In Städten sind die Temperaturen oft mehrere Grad höher als im Umland. Das hat auch Folgen für die menschliche Gesundheit. Nasse Moore wirken hier ausgleichend und spenden Frischluft, was in sehr heißen Sommern eine Rolle spielen kann. Berlin war früher umgeben von nassen Mooren und Niederungen. Lokalklimatisch bedeutende Gebiete wie das westlich gelegenen Havelländische Luch und das Rhinluch trockenen heutzutage im Sommer oberflächig aus.

Moore sind Bibliotheken der Klimageschichte

Viele Moore lagern seit tausenden Jahren Torfe und Mudden schichtenweise ab. In diesen Schichten finden sich viele eingeschlossene Pollen und pflanzliche sowie tierische Großreste, die somit die Klimageschichte einer Region widerspiegeln. Sie sind damit also nicht nur ein Zeugnis der Vegetationsgeschichte einer Region, sondern auch des Wandels regionaler Klimaverhältnisse. Auch Untersuchungen von Moorgehölzen lassen Rückschlüsse auf die jüngeren Klimaverhältnisse zu, da die Intensität des Jahresringwachstums mit dem Wasserstand in der Wurzelzone korreliert. Bei Moorkiefern spielen dabei auch der Quirlabstand und die Nadellänge eine Rolle.

Bei Mooren finden Prozesse statt, die die Auswirkungen von Trockenheit mildern

Die Ausprägung von Mooren kann sich je nach Wasserdargebot ändern. Längere Trockenphasen stellen eine Bedrohung für die Moorvegetation dar. Trockenphasen oder extreme Trockenjahre treten immer wieder auf. Das Kernproblem dabei ist der höhere Verdunstungsanspruch der Pflanzen. Für Pflanzen auf Schwingdecken sind Trockenphasen kein Problem solange das unterlagernde Wasserkissen existiert, da sich der Grundwasserflurabstand nicht ändert. Schwammmoore mindern in Trockenphasen bei sinkenden Wasserständen Ihr Porenvolumen und die Porengrößen, so dass die Wassersättigung länger erhalten bleibt. Die oberste Moorschicht verdichtet sich, wodurch sich der kapillare Wasseraufstieg erhöht. Somit ändert sich der dynamische Wasserspeicher doch der Grundwasserflurabstand kaum. Für Standmoore trifft das nicht zu.

Torf- und Braunmoose können an der Oberfläche phasenhaft austrocknen und somit die Wasserverluste erheblich reduzieren. Torfmoose bleichen beim Austrocknen aus und werden fast weiß. Die erhöhte Reflektion wirkt der Erwärmung der Oberfläche entgegen und so zusätzlich gegen die Verdunstung.

Literatur

  • Bauriegel, A. (2014): Verbreitung der Moorböden. In: Luthardt, L. & Zeitz, J. 2014: Moore in Brandenburg und Berlin, Verlag Natur & Text: 123-135
  • Böckmann, C. & Päzolt, J. (2012), Regionales Nährstoffreduzierungskonzept Schwielochsee. Fachbeiträge des Landesamtes für Umwelt Nr. 125: 74 S.
  • Gleditsch, J. G. (1767): Physicalisch-Botanisch-Oeconomische Abhandlungen, Teil III - Betrachtung der Sandschollen in der Mark Brandenburg, Halle
  • Göttlich, K. (1990). Moor- und Torfkunde. E Schweitzerbart'sche Verlagsbuchhandlung: 529 S.
  • Hesse; E. (1914): Die Vögel der havelländischen Luchgebiete ; Journ. f. Ornith.: 334—386.
  • Landgraf, L. (2010): Wo steht der Moorschutz in Brandenburg?, Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg, Landeamt für Umwelt, Heft 4/4: 117 S.
  • Landgraf, L. (2007): Zustand und Zukunft der Arm- und Zwischenmoore in Brandenburg, In: Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 16 (4): S. 104 -115
  • Luthardt, L. & Zeitz, J. 2014: Moore in Brandenburg und Berlin, Verlag Natur & Text: 384 S.
  • Milnik, A. (2004): Hugo Conwentz, Klassiker des Naturschutzes, sein Weg zum Naturschutz, Verlag Kessel: 212 S.
  • Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (2014): Abschlussbericht zum  Vorhaben „Schaffung einer Datengrundlage für die Ableitung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen auf Moorstandorten in Brandenburg Potsdam
  • Succow, M. (1988): Landschaftsökologische Moorkunde, Gebrüder Borntraeger Berlin Stuttgart: 338 S.
  • Succow, M. & Joosten, H. (2001): Landschaftsökologische Moorkunde, Schweizerbart`sche Verlagsbuchhandlung Stuttgart: 622 S.
  • Bauriegel, A. (2014): Verbreitung der Moorböden. In: Luthardt, L. & Zeitz, J. 2014: Moore in Brandenburg und Berlin, Verlag Natur & Text: 123-135
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  • Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (2014): Abschlussbericht zum  Vorhaben „Schaffung einer Datengrundlage für die Ableitung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen auf Moorstandorten in Brandenburg Potsdam
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  • Succow, M. & Joosten, H. (2001): Landschaftsökologische Moorkunde, Schweizerbart`sche Verlagsbuchhandlung Stuttgart: 622 S.