Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

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Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) verbringt die meiste Zeit seines Lebens auf einer Pflanzenart, dem Großen Wiesenknopf (Sanuisorba officinalis) und hat eine besondere Beziehung zu bestimmten Ameisenarten.

 

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) verbringt die meiste Zeit seines Lebens auf einer Pflanzenart, dem Großen Wiesenknopf (Sanuisorba officinalis) und hat eine besondere Beziehung zu bestimmten Ameisenarten.

 

  • Steckbrief

    Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling wird auch Schwarzblauer Moorbläuling genannt. Seine Spannweite beträgt 35 bis 40 mm. Die Flügeloberseite der Männchen ist dunkelblau mit einem breiten dunklen Rand. Bei den Weibchen ist die Flügeloberseite einheitlich schwarzbraun. Bei beiden Geschlechtern ist die Flügelunterseite grau- bis hellbraun gefärbt mit einer Reihe brauner Punkte mit weißer Umrandung.

    Die Falter kann man von Mitte Juni bis Ende August fliegen sehen.

    Die blutroten Blüten des Großen Wiesenknopfs dienen dem Falter als Nahrungsquelle, Ruhe- und Schlafplatz sowie zur Balz, Paarung und Eiablage. Später dient die Pflanze den jungen Raupen als Versteck und Futterpflanze.

    Die jungen Raupen lassen sich von bestimmten Knotenameisenarten (vorwiegend Myrmica rubra) in deren Nester tragen. Getarnt durch Pheromone, werden sie so nicht als Beute erkannt. Tief im Inneren des Ameisennests verspeisen sie Ameisenbrut bis sie sich verpuppen. Phengaris nausithous überwintert als Puppe im Ameisennest. Anschließend müssen sie möglichst schnell aus dem Nest fliehen, da sie ihre Tarnfähigkeit als fertiger Falter eingebüßt haben.

    Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling wird auch Schwarzblauer Moorbläuling genannt. Seine Spannweite beträgt 35 bis 40 mm. Die Flügeloberseite der Männchen ist dunkelblau mit einem breiten dunklen Rand. Bei den Weibchen ist die Flügeloberseite einheitlich schwarzbraun. Bei beiden Geschlechtern ist die Flügelunterseite grau- bis hellbraun gefärbt mit einer Reihe brauner Punkte mit weißer Umrandung.

    Die Falter kann man von Mitte Juni bis Ende August fliegen sehen.

    Die blutroten Blüten des Großen Wiesenknopfs dienen dem Falter als Nahrungsquelle, Ruhe- und Schlafplatz sowie zur Balz, Paarung und Eiablage. Später dient die Pflanze den jungen Raupen als Versteck und Futterpflanze.

    Die jungen Raupen lassen sich von bestimmten Knotenameisenarten (vorwiegend Myrmica rubra) in deren Nester tragen. Getarnt durch Pheromone, werden sie so nicht als Beute erkannt. Tief im Inneren des Ameisennests verspeisen sie Ameisenbrut bis sie sich verpuppen. Phengaris nausithous überwintert als Puppe im Ameisennest. Anschließend müssen sie möglichst schnell aus dem Nest fliehen, da sie ihre Tarnfähigkeit als fertiger Falter eingebüßt haben.

  • Lebensraum und Schutz

    Die Lebensräume von Phengaris nausithous sind feuchte Hochstaudenfluren, Pfeifengras-, Feucht- und Glatthaferwiesen mit Vorkommen des Großes Wiesenknopfes (Sanguisorba officinalis) und Bauten der Wirtsameisen.

    Zu den Gefährdungsursachen zählen der Umbruch von Grünland, Verbrachung und die Intensivierung der Grünlandnutzung. Die Offenlandart ist auf die Mahd und/oder eine extensive Beweidung angewiesen. Der Zeitpunkt der Mahd ist jedoch für die Reproduktion des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings entscheidend. Bei einer verfrühten Mahd sind keine Blütenköpfchen von Sanguisorba officinalis zur Eiablage vorhanden. Befinden sich die Raupen während der Mahd noch nicht im Ameisennest, sondern auf den Pflanzen, gehen sie mit dem Abtransport des Mahdguts verloren. Um die Entwicklung der Falterart zu ermöglichen, wird daher eine zweischürige Mahd vor dem 15.06. und nach dem 15.09. empfohlen.

    Phengaris nausithous ist europarechtlich und durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützt.

    Die Lebensräume von Phengaris nausithous sind feuchte Hochstaudenfluren, Pfeifengras-, Feucht- und Glatthaferwiesen mit Vorkommen des Großes Wiesenknopfes (Sanguisorba officinalis) und Bauten der Wirtsameisen.

    Zu den Gefährdungsursachen zählen der Umbruch von Grünland, Verbrachung und die Intensivierung der Grünlandnutzung. Die Offenlandart ist auf die Mahd und/oder eine extensive Beweidung angewiesen. Der Zeitpunkt der Mahd ist jedoch für die Reproduktion des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings entscheidend. Bei einer verfrühten Mahd sind keine Blütenköpfchen von Sanguisorba officinalis zur Eiablage vorhanden. Befinden sich die Raupen während der Mahd noch nicht im Ameisennest, sondern auf den Pflanzen, gehen sie mit dem Abtransport des Mahdguts verloren. Um die Entwicklung der Falterart zu ermöglichen, wird daher eine zweischürige Mahd vor dem 15.06. und nach dem 15.09. empfohlen.

    Phengaris nausithous ist europarechtlich und durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützt.

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