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Gemeldete Nutztierschäden und Rissstatistik im Land Brandenburg

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Nutztierrisse im Land Brandenburg

Im 1. Halbjahr 2021 wurden insgesamt 219 Rissvorfälle, bei denen als Verursacher ein Wolf nachgewiesen oder zumindest nicht ausgeschlossen werden konnte, gemeldet. Insgesamt wurden 627 Nutztiere durch Wölfe getötet oder verletzt. Die anhaltenden Nutztierrisse erklären sich zum einen durch die steigende Anzahl der Rudel in Brandenburg. Zum anderen ereignen sich mehr Vorfälle in Gebieten, in denen der Wolf bisher nur sporadisch oder als Durchzügler aufgetreten ist.

In 112 Fällen waren Schaf und Ziegenhalter von den Übergriffen betroffen. Dabei wurden 493 Tiere getötet. Weiterhin weißt die Schadensstatistik 130 Rinder, 29 Stück Damwild sowie je ein Pferd und einen Hund auf.

In 166 Fällen der 219 Fälle (75,8 Prozent) waren die Tiere nicht durch wolfsabweisende Herdenschutzmaßnahmen geschützt. In 42 Fällen (19,2 Prozent) wurden Tiere geschädigt, die mit einem relativ geringen Schutzniveau (sogenannten Mindeststandard als Voraussetzung für Schadensausgleichsregelungen) geschützt waren und nur in 6 Fällen (2,7 Prozent) waren die gerissenen Nutztiere entsprechend der vom Landesamt für Umwelt empfohlenen sehr guten Herdenschutzmaßnahmen geschützt. In fünf weiteren Fällen ließ sich der Herdenschutz nicht einschätzen (2,3 Prozent).

Deshalb: Ein sehr guter Herdenschutz ist der Schlüssel, um die Fallenzahlen zu reduzieren.

Das zeigt sich zum Beispiel deutlich bei den betroffenen Rinderkälbern: Bis auf einen Fall sind alle Rinderkälber, bei denen als Todesursache der Wolf nachgewiesen oder nicht ausgeschlossen werden konnte, nicht nach den Empfehlungen zur wolfsabweisenden Zäunung geschützt gewesen.

Es zeigt sich also erneut, dass Wölfe, die „Erfolg“ beim Überwinden eines nicht ausreichenden Zaunschutzes hatten, dieses angelernte Verhalten auf unterschiedliche Flächen und in unterschiedlichen Nutztierherden anwenden. Die frühzeitige Umsetzung empfohlener Schutzmaßnahmen können diesen Lerneffekt unterbinden. Ein guter Herdenschutz ist deshalb unerlässlich und wird vom Land Brandenburg gefördert, ebenso wie die Betriebsausgaben für den Unterhalt von Zäunen und Herdenschutzhunden. Deshalb hält das Landesamt für Umwelt auch an der hohen Beratungsintensität fest. So wurden im ersten Halbjahr 2021 bereits über 200 einzelbetriebliche Vor-Ort-Beratungen zum Herdenschutz und zur Präventionsförderung in Brandenburg bei Nutztierhaltern durchgeführt. Vor allem dort, wo der Wolf sich neu ansiedelt hat und noch Erfahrungen beim Herdenschutz fehlen.“

Übersicht gerissener oder verletzter Nutztiere, bei denen Wolf als Verursacher nachgewiesen oder nicht ausgeschlossen werden kann

Nutztierrisse im Land Brandenburg

Im 1. Halbjahr 2021 wurden insgesamt 219 Rissvorfälle, bei denen als Verursacher ein Wolf nachgewiesen oder zumindest nicht ausgeschlossen werden konnte, gemeldet. Insgesamt wurden 627 Nutztiere durch Wölfe getötet oder verletzt. Die anhaltenden Nutztierrisse erklären sich zum einen durch die steigende Anzahl der Rudel in Brandenburg. Zum anderen ereignen sich mehr Vorfälle in Gebieten, in denen der Wolf bisher nur sporadisch oder als Durchzügler aufgetreten ist.

In 112 Fällen waren Schaf und Ziegenhalter von den Übergriffen betroffen. Dabei wurden 493 Tiere getötet. Weiterhin weißt die Schadensstatistik 130 Rinder, 29 Stück Damwild sowie je ein Pferd und einen Hund auf.

In 166 Fällen der 219 Fälle (75,8 Prozent) waren die Tiere nicht durch wolfsabweisende Herdenschutzmaßnahmen geschützt. In 42 Fällen (19,2 Prozent) wurden Tiere geschädigt, die mit einem relativ geringen Schutzniveau (sogenannten Mindeststandard als Voraussetzung für Schadensausgleichsregelungen) geschützt waren und nur in 6 Fällen (2,7 Prozent) waren die gerissenen Nutztiere entsprechend der vom Landesamt für Umwelt empfohlenen sehr guten Herdenschutzmaßnahmen geschützt. In fünf weiteren Fällen ließ sich der Herdenschutz nicht einschätzen (2,3 Prozent).

Deshalb: Ein sehr guter Herdenschutz ist der Schlüssel, um die Fallenzahlen zu reduzieren.

Das zeigt sich zum Beispiel deutlich bei den betroffenen Rinderkälbern: Bis auf einen Fall sind alle Rinderkälber, bei denen als Todesursache der Wolf nachgewiesen oder nicht ausgeschlossen werden konnte, nicht nach den Empfehlungen zur wolfsabweisenden Zäunung geschützt gewesen.

Es zeigt sich also erneut, dass Wölfe, die „Erfolg“ beim Überwinden eines nicht ausreichenden Zaunschutzes hatten, dieses angelernte Verhalten auf unterschiedliche Flächen und in unterschiedlichen Nutztierherden anwenden. Die frühzeitige Umsetzung empfohlener Schutzmaßnahmen können diesen Lerneffekt unterbinden. Ein guter Herdenschutz ist deshalb unerlässlich und wird vom Land Brandenburg gefördert, ebenso wie die Betriebsausgaben für den Unterhalt von Zäunen und Herdenschutzhunden. Deshalb hält das Landesamt für Umwelt auch an der hohen Beratungsintensität fest. So wurden im ersten Halbjahr 2021 bereits über 200 einzelbetriebliche Vor-Ort-Beratungen zum Herdenschutz und zur Präventionsförderung in Brandenburg bei Nutztierhaltern durchgeführt. Vor allem dort, wo der Wolf sich neu ansiedelt hat und noch Erfahrungen beim Herdenschutz fehlen.“

Übersicht gerissener oder verletzter Nutztiere, bei denen Wolf als Verursacher nachgewiesen oder nicht ausgeschlossen werden kann

Übersicht der Todesursachen der Nutztiere

Von allen gemeldeten Vorfällen entfallen 69 Prozent auf die Kategorie „Wolf/Wolf wahrscheinlich/Wolf nicht auszuschließen“.

Übersicht der Todesursachen der Nutztiere

Von allen gemeldeten Vorfällen entfallen 69 Prozent auf die Kategorie „Wolf/Wolf wahrscheinlich/Wolf nicht auszuschließen“.

Beihilfe des Landesamtes für Umwelt zur Entschädigung von gerissenen Nutztieren

Die in den einzelnen Jahren an die betroffenen Tierhalterinnen und Tierhalter als Beihilfe des Landes Brandenburg ausgezahlten Summen sind der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen. Bis Juni 2021 wurden 620.320,01 Euro an geschädigte Tierhalterinnen und Tierhalter ausgezahlt.

Beihilfe des Landesamtes für Umwelt zur Entschädigung von gerissenen Nutztieren

Die in den einzelnen Jahren an die betroffenen Tierhalterinnen und Tierhalter als Beihilfe des Landes Brandenburg ausgezahlten Summen sind der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen. Bis Juni 2021 wurden 620.320,01 Euro an geschädigte Tierhalterinnen und Tierhalter ausgezahlt.

Übersichtskarten zum Rissgeschehen

Die Karten und Tabellen zeigen das Rissgeschehen der letzten Jahre, bei denen Wolf als Verursacher nachgewiesen, Wolf wahrscheinlich oder nicht ausgeschlossen werden kann. Weiterhin werden die Nachweise, wo kein Wolf nachgewiesen oder die Bewertung nicht möglich war angezeigt. Es erfolgt eine Unterteilung nach Nutztierarten.

Übersichtskarten zum Rissgeschehen

Die Karten und Tabellen zeigen das Rissgeschehen der letzten Jahre, bei denen Wolf als Verursacher nachgewiesen, Wolf wahrscheinlich oder nicht ausgeschlossen werden kann. Weiterhin werden die Nachweise, wo kein Wolf nachgewiesen oder die Bewertung nicht möglich war angezeigt. Es erfolgt eine Unterteilung nach Nutztierarten.

Weiterführende Informationen

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